25 Jahre Friedenstunnel Bremen

Das Licht leuchtete weiter. Im Juli 2015 berichtete newslichter unter der schönen Überschrift „Eine Frau bringt Licht in einen Tunnel“ über die Bremer Künstlerin Regina Heygster und ihre Vision von einem Friedenstunnel. Seitdem ist viel geschehen.
Der Friedenstunnel Bremen ist längst Wirklichkeit geworden. Aus der Vision einer einzelnen Frau ist ein dauerhaftes Friedensprojekt entstanden, das weit über Bremen hinaus ausstrahlt. Wo früher vor allem grauer Beton den Tunnel bestimmte, begegnen den Menschen heute Farben, Licht, Friedenssymbole und Botschaften verschiedener Kulturen und Religionen.
Der Friedenstunnel ist inzwischen Teil von „Kultur im öffentlichen Raum“ in Bremen und ein anerkannter außerschulischer Lernort. Kinder und Jugendliche, Schulklassen, Besuchergruppen und Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen erleben hier, dass Frieden, Toleranz und gegenseitiger Respekt nicht nur große Begriffe sind. Sie können im Alltag sichtbar und erfahrbar werden.
Eine Idee findet Anerkennung
Regina Heygster ist für ihr langjähriges Engagement und ihr Friedensprojekt mehrfach ausgezeichnet worden. Eine besondere Würdigung erfuhr ihre Arbeit durch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Auch Elke Büdenbender, die Ehefrau des Bundespräsidenten, nahm sich bei einem Besuch viel Zeit für den Friedenstunnel. Im ausführlichen Gespräch mit Regina Heygster und weiteren Beteiligten ließ sie sich die Entstehung, die Gedanken und die Ziele des Projektes erläutern. Später bezeichnete sie den Friedenstunnel öffentlich als eines ihrer Herzensprojekte. Sowohl zum 20-jährigen Bestehen als auch zum bevorstehenden 25-jährigen Jubiläum übermittelte sie dem Projekt eine persönliche Videobotschaft.
Eine außergewöhnliche Würdigung kam zudem aus dem Vatikan: Papst Franziskus ließ dem Friedenstunnel in einem Schreiben seine Anerkennung zukommen und versicherte die Beteiligten seiner Gebete.
25 Jahre – und ein neuer Anfang

Am 11. September 2026 feiert der Friedenstunnel sein 25-jähriges Jubiläum. Dass dieses Jubiläum am 11. September begangen wird, führt unmittelbar zurück zu den Wurzeln des Projektes: Aus der Erfahrung von Gewalt und Zerstörung entstand die Idee, bewusst ein Zeichen für Frieden, Hoffnung und Verständigung zu setzen.
Zum Jubiläum wird auch die neue Buchdokumentation „Der Friedenstunnel – Eine Geschichte über Hoffnung, Mut und Zuversicht“ vorgestellt. Sie erzählt von der Entstehung des Projektes, von den Menschen, die es begleitet und unterstützt haben, von Widerständen und Erfolgen – und von einer Idee, die über ein Vierteljahrhundert ihre Kraft nicht verloren hat. Die Schirmherrschaft über das Jubiläum übernimmt Antje Grotheer, Präsidentin der bremischen Bürgerschaft.
Doch das Jubiläum soll kein Schlusspunkt sein. Der nächste große Meilenstein ist bereits ins Auge gefasst: Der Friedenstunnel soll langfristig in eine Stiftung überführt werden. Damit soll seine Friedens-, Bildungs- und Begegnungsarbeit auch für kommende Generationen gesichert werden.
Elf Jahre nachdem eine Frau Licht in einen Tunnel brachte, ist aus diesem Licht etwas Größeres geworden: ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Weltanschauung erfahren können, was uns miteinander verbindet.
Der Friedenstunnel ist fertig – seine Aufgabe ist es nicht.
Gerade in einer Zeit, in der Kriege, gesellschaftliche Spannungen und Abgrenzung wieder stärker unseren Alltag bestimmen, ist seine Botschaft vielleicht wichtiger denn je:
Frieden beginnt dort, wo Menschen bereit sind, einander zu begegnen.
Ferdinand Rogge, Vorstandsmitglied Friedenstunnel – Bremen setzt ein Zeichen e. V.





….wow, das berührt mich 💞 – so fein,hier davon zu erfahren!!!!