Diese Tage, wie mit Schlagsahne

Lesezeit 2 Minuten –

Neulich ein Freund und ich in Wanderlust. Meine letzten Wochen alle so proppenvoll, nur dieser eine Sonntag dann nicht. Weil ich die Nase voll hatte vom Vollsein mit auszehrenden Dingen, die nicht einmal meine sind.

„Aber mit Kuchen!“  

Und dann sind wir los. Kilometerweit in Gespräche vertieft und in Gedanken versunken, Eindrücke gesammelt – innen wie außen. Was ihn bewegt. Warum ihn das bewegt. Ganz offen. Der Raum dazu ganz weit. Mein Fühlen in diesen Momenten für mich behaltend, dem Wald einfach sein Wirken gelassen und uns dieses einfache Sein inmitten der ersten Herbstspuren. 

Querfeldein den Hang hoch – sein Weg – inmitten von Gestrüpp und Gehölz dann: zwei Rehe. Und wir, diese zwei Menschen. Alle still atmend, einander wahrnehmend, jeder selbst und gleichzeitig doch wie, als sind wir in diesem Moment wie eins an diesem Berg. Kein Ego. Kein Verstand. Pures Sein. Jeder in Seinem und doch aber jetzt gerade zusammen, exakt hier.

Bis einer dann diesen Moment auflöste, mit seiner Bewegung. Die Rehe nach rechts, wir nach links und gerade hoch.

Ich war‘s.

Ausgerechnet ich, weil ich mich kaum halten konnte – lachend, vor lauter Schieflage. Und dieser Zauber in diesem Moment, in diesem So-Sein; wir und die Rehe. Und alles andere in dem Moment für einen Augenblick nicht da. Das Gehölz, die Sträucher, der Himmel, der Herbst. Die Themen. Inmitten von all dem aber wie dieses: 

Wir.

Die Rehe also rechtsherum. Wir rauf. Auf Gehölz balanciert, an Wurzeln gehalten, bis wir oben waren. Und irgendwas war dann anders. Leichter. Befreiter. Gelöst von allem. Wir im Wald. Auf unserem Weg. Die Rehe irgendwo versteckt. Und dann aber noch wie bei uns. Alles im einfachen Jetzt. Nichts anderes. 

Für mich sind das diese Tage, die wie Schlagsahne in sich tragen und wir damit unsere Wochen füllen. Aus all diesen Momenten, die wir ganz beiläufig erleben und unser Sein daraus fast unbemerkt, aber doch deutlich in einen ganz anderen Kontext setzen. Es nährt – anders, als der Zwetschgenstreusel. 

Meine neue Woche ist fast herum. Ich zehre noch davon – irgendwie wohlgenährt und auch erfüllt, aus diesem Moment. 

Nichts anderes, als einfach vier schlagende Herzen, inmitten von allem, was ist.

Von Herzen, eine schöne Woche Dir!

Deine Jacqueline Christine Sohns

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Jacqueline Christine Sohns
Jacqueline Christine Sohns

Ums Seelenflüstern geht es in meinen Begleitungen; herzöffnend, empathisch und nährend. Es ist Energie, die wirkt und ein energetisches Lösen und in Deinem inneren Feld aufräumen. Es ist wie Licht in das zu geben, was Dich gerade stagnieren lässt. Seelenwege, Familienthemen, Innere Kinder, Erkrankungen oder einfach Fragen, auf die Du schon lange nach Antworten suchst. Melde Dich gern! https://www.jacquelinesohns.de

2 Kommentare

  1. ….Danke für Dein Textgeschenk und für diesen andächtigen „newslichter“ -Moment beim Lesen am Morgen ❤️ 🌟 ✨️ 💫 🥰 🙏

  2. Wie wunder-wunderschön, Jacqueline. 💚 Danke fürs Minehmen, ich war richtig gebannt und wie ein stiller Beobachter dabei, bei eurem Zusammen-Sein. 🙏🏼
    Alles Liebe

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