Die sieben Gaben

Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind, wünscht‘ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind.

Die Geduld der Weinbergschnecke, ruhig zieht sie ihre Bahn und kommt unbemerkt von allen still bei ihrem Ziele an.

Und den Stolz von meiner Katze, kein Befehl bricht ihren Sinn. Sie streicht nur um meine Füße, wenn ich sanft zu ihr bin.

Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind,
wünscht‘ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind

Die Balance des Stehaufmännchens. Es schwankt etwas hin und her
wenn man es zu Boden drückte und steht dann wie vorher.

Und die Frechheit eines Flohes, der die großen Tiere dreist
dort, wo sie am meisten stinken nicht hineinkriecht, nein, beißt.

Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind,
wünscht‘ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind

Das Geheimnis eines Steines. Außen grau und unscheinbar,
weiß er doch in seinem Innern einen Kristall, sternenklar.

Und den Traum des Samenkornes, das sich in die Erde legt,
das die Blätter und Blüten, Baum und Frucht in sich trägt.

Und zuletzt den Mut der Rose, die noch einmal rot erblüht,
wenn schon Raureif und Neuschnee jedes Feld überzieht.

Der Text stammt vom Liedermacher Gerhard Schöne

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