Es regnet Geld

Foto:  Planet Earth Account Community Enterprise

Foto: Planet Earth Account Community Enterprise

An diesem Wochenende schweben über belebten Plätzen der Bankenmetropole Frankfurt die grünen Ballons von PEACE (Planet Earth Account Community Enterprise). Sie tragen jeweils einen Sack voll echter Scheine, der sich über den Menschen entleeren wird. „Der Geldregen symbolisiert, dass es auf dem Planeten mehr Geldvermögen gibt denn je zuvor“, erläutert Joachim Ackva~ , Sprecher von PEACE. Auf der Website steht: „Wir Bürger verfügen damit über eine ungeheure Kraft.

Wenn es gelingt, auch nur einen Bruchteil davon zu bündeln, können wir die Welt rocken und z.B. die Millennium Development Goals realisieren. Schon wenn wir Bürger freiwillig ein Tausendstel unseres Vermögens in einem Weltkonto zusammenlegen, ergibt das hundert Mal das reguläre Jahresbudget der UN. Das bedeutet eine superwirksame Kraft gegen globale Schandmale wie extreme Armut, Krieg und Umweltzerstörung. Insbesondere, wenn Bürger, Experten und Vereinte Nationen ein Weltkonto gemeinsam managen und ein aktiv organisiertes Whistleblowing es vor Korruption schützt.

Um das Realisieren von ‚The World We Want‘ voran zu bringen, können wir Bürger unseren Willen sichtbar machen und unsere Kräfte in einem Weltkonto vereinen. Angenommen, wir legen pro Jahr durchschnittlich ein Tausendstel unseres Vermögens in einen gemeinsamen Topf: In Summe entspricht das 270 Milliarden US-Dollar und einem nie dagewesenen Volumen von freiwilliger Gemeinschaftsaktivität. Die Welt verändert sich aber nicht nur aufgrund von Geld. Wenn wir Bürger uns eine glaubwürdige Infrastruktur schaffen, um rund um den Globus Gemeinsinn praktizieren zu können, stärkt das die Zivilgesellschaft – es wird viel schwieriger, Menschen gegeneinander zu hetzen und auszubeuten. Und wenn Regierungen, Bürger und Experten das Weltkonto gemeinsam managen, besitzt es eine außergewöhnliche Legitimation.“

Während des letzten Geldregens Anfang August in Berlin ließen Windböen einige Geldsäcke in niedriger Höhe vorzeitig platzen. So fiel ihr Inhalt konzentriert auf eine kleine Gruppe besonders glücklicher Passanten. Anschaulicher lässt sich die globale Vermögensverteilung kaum darstellen.

Mehr Details zu dieser außergwöhnlichen Vision hier


Hintergrund:
Die Bewegung wurde 2014 von dem deutschen Finanzplaner Joachim~ Ackva und der niederländischen Künstlerin Daniela~ Tiben gestartet. Die Bewegung hat weder eine formale Organisation noch offizielle Mitgliedschaften. Wer für das Gründen eines Weltkontos eintreten möchte, setzt schlicht eine Tilde hinter den Vornamen.

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