Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Foto: Heike

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„Ich habe keine Geduld mehr für einige, ganz bestimmte Dinge. Nicht, weil ich arrogant geworden bin, nein, einfach nur weil ich mittlerweile einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, an dem ich keine Zeit mehr verschwenden will mit Dingen, die mir nicht gefallen oder die mir weh tun. Ich habe keine Geduld mehr für Zynismus, maßlose Kritik und übertriebene Forderungen. Ich will nicht mehr denen gefallen müssen, die mich eh nicht mögen, ich will nicht mehr die lieben, die mich nicht lieben, und ich will nicht mehr diejenigen anlächeln, die nie zurück lächeln.

Ich werde keine einzige meiner Minuten und Sekunden für die verschwenden, die lügen und manipulieren. Ich habe mich entschieden, Affektiertheit, Vortäuschen, Heuchelei, Scheinheiligkeit und Verlogenheit nicht länger zu akzeptieren. Ich werde diese arrogante Engstirnigkeit von Gelehrten und Akademikern nicht mehr tolerieren. Ich werde mich nicht mehr auf Klatsch und Tratsch einlassen. Ich hasse diese ständigen Konflikte und Vergleiche. Ich glaube an eine Welt mit vielfältigen Möglichkeiten und Ansichten, und deshalb meide ich Menschen mit starren Prinzipien. In Freundschaften kann ich Unloyalität und Betrug nicht ausstehen. Ich verstehe Menschen nicht, die einen nie zu etwas ermutigen oder loben. Übertreibungen langweilen mich, und ich kann Menschen nicht akzeptieren, die Tiere nicht mögen. Und, zu guter letzt: Ich habe keinerlei Geduld für die Menschen, die meine Geduld nicht verdienen.“

– José Micard Teixeira, Portugiesischer Autor

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8 Kommentare zu “Gute Vorsätze fürs neue Jahr
  1. Ich sagt:

    Da ich nicht Meryl Streep bin würde ich es so schreiben:

    Meine Geduld endet nicht mit der Summe von selbst erfahrenen Enttäuschungen, aber ich werde mich von Dingen und Menschen ab, so dass ich meine Zeit nicht mehr mit diesen verschwende, welche mir Missfallen und Schmerz zurücklassen.

    Ich verschwende kaum noch Zeit für Zynismus, übertriebene Kritik und einseitigen Forderungen.

    Ich verlor nicht den Willen, die zu mögen, die mich nicht mögen, die zu lieben, die mich nicht lieben, und die anzulächeln, die mich nicht anlächeln möchten, aber ich wende mich zeitig genug von ihnen ab.

    Ich versuchen keine Zeit zu verschwenden mit denjenigen, welche sich selbst und andere belügen und entsprechend manipulieren.

    Nicht mit Verstellung, Heuchelei, Unehrlichkeit und billig Lob zu koexistieren, gelang mir nicht immer, aber schon länger und immer öfter. Mich langweilt selektive Gelehrsamkeit und akademische Arroganz und wende mich gähnend davon ab.
    Ich liebe Konfliktauflösungen und Vergleiche nicht alles miteinander und eher alles weniger miteinander, da alles eher einzigartig zu sein scheint.

    Ich erkenne eine Welt der Gegensätze und das ist ein Grund, warum ich Menschen mit starrer und unflexibler Persönlichkeit vermeide.

    Bekanntschaften, in denen es an Loyalität mangelt und Vertrautheiten ein geringes Gewicht haben, erkenne ich nicht als Freundschaften an und lasse sie, die Bekanntschaften, in’s leere laufen.

    Ich wende mich von denen ab, welche nicht wissen, wie man ein Kompliment oder ein Wort der Ermutigung spricht und stattdessen überall Verschwörungen erkennen.

    Übertreibungen und alternativlose Ironie langweilen mich. Und ich wundere mich nicht über Mitmenschen, welche Tiere dem Menschen bevorzugen, aber habe wenig anhaltendes Verständnis gegenüber denen die die Menschen als Mensch ablehnen.

    Und ich habe Geduld für alle, welche meine Geduld ablehnen, allein dies nicht unendlich lange.

  2. A. K. sagt:

    Toller Kommi der würde auch für mich passen 😉

  3. Dieser weitverbreitete Text ist NICHT von Meryl Streep, sondern von José Micard Teixeira!!!!! Dennoch ein sehr schöner, wahrhafter Text.

  4. Ina Elema sagt:

    Liebe dorieth, Ich liebe dich und das ist nur einmahl, liebe liebe liebe

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