Der Rückkehr eines Flusses

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Staudämme bedeuteten das Ende des lebendigen Elwha Rivers im Bundesstaat Washingtown. Der Fluss versandete, die Fische starben. Doch manche Einwohner gaben nicht auf und erzwingen 1992 Ende den Rückbau des Staudamms – und der Fluss lebt wieder auf und die Fische kehren zurück.

Der Film „Return of the River“ dokumentiert die Renaturierung des Flusses Elwha und wurde schon mit vielen Preisen ausgezeichnet, nicht zuletzt, weil er so viel Hoffnung macht. Auszug aus dem Pressetext: „Return of the River“ offers a story of hope and possibility amid grim environmental news. It is a film for our time: an invitation to consider crazy ideas that could transform the world for the better. It features an unlikely success story for environmental and cultural restoration.

Fundamentally, the Elwha River in Washington State is a story about people and the land they inhabit. The film captures the tenacity of individuals who would not give up on a river, mirroring the tenacity of salmon headed upstream to spawn. It is a narrative with global ramifications, exploring the complex relationship between communities and the environment that sustains them.

Return of The River from Collective Eye Films on Vimeo.

The camera soars over mountain headwaters, dives into schools of salmon, and captures turbines grinding to a halt; as the largest dam removal project in history begins. The film features people and perspectives on all sides of the Elwha debate, reflecting the many voices of the Elwha valley.

Der Film ist im Moment nur in amerikanischen Kinos zu sehen. Mehr hier.

Hintergrund (Quelle Wikipedia): Renaturierung
Der Elwha River ist Ort des bisher größten Rückbaus von Staudämmen. Bereits 1992 beschloss der Kongress im Elwha River Ecosystem and Fisheries Restoration Act (Public Law 102-485) die Renaturierung. Im Unterlauf des Flusses befanden sich zwei Dämme; der Elwha Dam von 1910 bei Flusskilometer 8 und der Clines Canyon Dam von 1927 bei Flusskilometer 21, die seit 17. September 2011 in einem dreijährigen Projekt abgerissen wurden. Das ursprüngliche Wasserregime wurde auf über 70 km wieder hergestellt, die für Wasserlebewesen von der Mündung her bisher nicht zugänglich waren. Im Elwha leben fünf Arten des Pazifik-Lachses, darunter der Königslachs. Sie sollen von der Renaturierung des Flusses profitieren. Statt vorher etwa 3000 Exemplaren werden nach Wiederherstellung der Durchlässigkeit für Fische langfristig rund 400.000 laichende Lachse aller im Gebiet vertretener Arten erwartet.

Im Sommer 2012 wurden bereits aufsteigende Fische im Fluss beobachtet, im August 2012 erreichten sie erstmals den Nationalpark,so dass die Wiederbesiedlung schneller verlaufen könnte, als erwartet. Im September 2013, nach dem vollständigen Abriss des unteren Dammes, wurden bereits über 1200 Königslachse oberhalb des ehemaligen Damms gezählt. Dabei wurden auch Zuflüsse des Elwha River im jetzt zugänglichen Flussabschnitt neu besiedelt.

Die Renaturierung hat auch besondere Bedeutung für die Indianer vom Lower Elwha Klallam Tribe, die anschließend Flächen außerhalb des Nationalparks erhalten sollen, die bislang von einem der Stauseen bedeckt waren. Das betroffene Tal stellt nach ihren Mythen den Ursprungsort ihres Volkes dar.

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