Gute Geschichte: Die Flöte

Kristina Schumacher / pixelio.de

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Es waren Feiertage und die Chassidim trafen sich zum Gebet. Ein Mann war mit seinem geistig behinderten Kind gekommen. Er war ein wenig besorgt darüber, dass der Junge etwas anstellen könnte, deshalb behielt er ihn ständig im Auge. Als die Gebete gesprochen wurden, fragte der Sohn seinen Vater: „Ich habe eine Flöte dabei, darf ich darauf spielen?“

Der Vater antwortete: „Ganz bestimmt nicht, wo ist die Flöte?“, denn er fürchtete, der Junge würde vielleicht nicht auf ihn hören. Der Sohn zeigte ihm die Flöte und der Vater hielt mit seiner Hand die Tasche des Jungen zu.

Dann wurde getanzt und der Vater vergaß die Flöte und tanzte mit. Chassidische Juden tanzen gerne, sie sind fröhliche Menschen. Als jeder zu Gott betete und dabei tanzte, konnte der Junge nicht länger widerstehen. Er nahm seine Flöte aus der Tasche und blies darauf.

Alle waren total schockiert!

Aber der Rabbi lachte, umarmte den Jungen und sagte:
„Unsere Gebete wurden erhört. Ohne die Flöte wäre alles umsonst gewesen. Das war das einzig Spontane und Echte hier. Alles andere war nur ein Ritual.“

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Foto: Geschichten Netzwerk

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