Die magische Kraft der Elfen

Foto: Erla Stefansdottir youtube

Foto: Erla Stefansdottir youtube

So mystisch die Natur in Island ist, so mystisch sind auch ihre besonderen Bewohner: Elfen, Feen, Gnome und Trolle. Nicht nur Einheimische glauben an die besondere Macht dieser Wesen, die immer wieder erfahrbar wird. So kamen aktuell die Bohrarbeiten für Kaltwasserversorgung in Hegranes im Skagafjörður  zum Stillstand, nachdem der Bohrer und technisches Gerät kaputtging.

Landwirt Birgir Þorðarsson vom Hof Rip glaubt, man hätte die Elfen vorher um Erlaubnis fragen müssen, berichtet die Icland Review. „Man sagt, dass sich hier in Hegranes die grösste Elfensiedlung des Landes befindet,“ erklärt Birgir. Die Bohrarbeiten würden zu dicht am sogenannten Friedhof durchgeführt, einem uralten Ort, der einen noch älteren Vorgänger habe. Dort sei zuvor schon nach heissem Wasser gebohrt worden, und man sei auf archäologische Überreste gestossen. „Die sollten sich ein Stück von den Felsen und dem Friedhof entfernen,“ findet Birgir.

Straßenbau im Elfenland
Eine Studie der Universität in Island hat gezeigt, dass rund 60 Prozent der Einwohner fest von der Existenz der Wesen überzeugt sind und sich auch für sie einsetzen. Im Jahr 1978 hatte die isländische Strassenadministration die Sprengarbeiten auf einer Anhöhe am Tröllaskarð gestoppt, nachdem man sich nicht mit den Elfen hatte einigen können. 2013 war bei einer geplanten Autobahn zwischen der Halbinsel Alftanes und Gardabaer, einem Vorort von Reykjavik der Lebensraum eines geheimen Volkes, sowie einer Elfenkirche, in Gefahr. Damals wurde ein Baustopp erzwungen, bis die Elfen weiterziehen konnten.

Álfastein in Kópavogur bei

Álfholsvegur 125. Hier sollen Elfen wohnen, weshalb die Straße verengt wurde Foto: Christian Bickel Wikipedia

In der Gemeinde Kópavogur befindet sich einer der berühmtesten Hügel Islands:Dort sollte eine Straße gebaut werden, die ursprünglich durch den Hügel führen sollte. Dafür musste aber ein Stück vom Felsblock im Hügel abgetragen werden. Alle Versuche den Hügel zu bearbeiten scheiterten. Deshalb weigerten sich die Bauarbeiter am Elfenhügel weiterzuarbeiten. Schließlich wurde der Straßenbauplan an den Hügel angepasst und es wurde eine Straßenverengung gebaut. Heute heißt die Straße deshalb auch Álfshólfsvegur – auf Deutsch: „Elfenhügelweg“.

elfenDie Elfenkennerin
Die Welt von Elfen, Feen oder Gnomen war für Erla Stefansdottir ganz normal (* 6. Dezember 1935; † 5. Oktober 2015 in Island). Das Bauamt in Reykjavik und auch Privatpersonen engagierten sie gerne und sie zeichnete für den Tourismusverband drei Elfenkarten. Zitat: „Meine Wahrnehmung ist ungewöhnlich, doch ich bitte dich, sie wie ein Abenteuer anzunehmen und wilkommen zu heißen. Die Natur, auch die Erde, hat Frequenzebenen in sieben mal sieben Weiten. In Akureyri sind Wesen auf sieben Frequenzebenen und Energielinien in drei Weiten. Gedankenformen sind in drei Weiten. Diese Karte ist entworfen und ausgearbeitet mit dem Wunsch, dass du und alle die sie sehen, der Natur und dem Land mit Ehrfurcht begegnen. Am wichtigsten ist, dass wir fühlen: wir alle sind ein Ganzes. Dieser Gedanke veranlasst mich, meine Wahrnehmungen bekannt zu machen.“

Sie spürte Orte auf, an denen Elfen und Gnome leben können und gab Ratschläge, ob hier gebaut werden kann oder nicht. Ein offizielles Amt als Elfenbeauftragte, wie es die Medien gerne dargestellt wird, war allerdings ein reines Fantasieprodukt. In einem 2004 veröffentlichtem Buch hat Erla Stefansdottir ihr Wissen weitergegeben.

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Ein Kommentar zu “Die magische Kraft der Elfen
  1. Heli Ihlefeld sagt:

    Über diese Informationen habe ich mich sehr gefreut in dieser Welt mit an Umwelt desinteressierten Politik!

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