Poesie: Weil ich dich liebe

Lesezeit 1 Minute –


Von Konstantin Wecker. Bin ganz durcheinander
und spür‘ wie von Sinnen
den Odem des Wahnsinns
tief in mir drinnen.

Ich starre nächtens
verzückt in die Leere,
reise durch Zeiten,
teil‘ mit Moses die Meere,

tanze auf Brücken,
bring sie zum Klingen,
um dich zu beglücken,
würd‘ ich auch springen.

Denn was böte die Zeit mir,
die mir noch bliebe,
brauch dich zum Leben,
weil ich dich liebe.

Die Welt dreht sich plötzlich
ungewohnt schnell.
Und ich bin das Pferdchen
auf dem Karussell.

Du könntest mich reiten
in allen Ehren,
nicht mal die Peitsche
würd‘ ich dir verwehren.

Selbst wenn liebliche Frauen
sich um mich schlügen,
ich würd‘ ein Dekret
über Keuschheit verfügen.

Selbst wenn vor mir Venus
dem Schaumbad entstiege,
ich ließe sie schäumen,
weil ich dich liebe.

Ich ließe sie schäumen,
weil ich dich liebe.

Kann zaubern und segnen,
Medusen besiegen,
um dir zu begegnen,
könnte ich fliegen.

Und solltest du einmal
den Styx überqueren,
ich folgte dir nach,
um mich zu beschweren,

stiege wie Orpheus
in den Hades hernieder
und sänge bestimmt
die schöneren Lieder.

Dann lockte ich dich
zurück ins Weltengetriebe,
denn wir müssen leben,
weil ich dich liebe.

Dann lockte ich dich
zurück ins Weltengetriebe,
denn wir müssen leben,
weil ich dich liebe.

Von der CD Wut und Zärtlichkeit 2011 mehr hier.

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Gastbeitrag
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