Was ist ein freier Bäcker?

Lesezeit 2 Minuten –

Die Berufsorganisation eines alten Handwerk, das sich nicht nur für gute, nachhaltige Produkte einsetzt, sonder auch politisch engagiert zeigt: Der Verein der freien Bäcker!

Hier ein paar Leitgedanken

1. Was unterscheidet einen „Freien Bäcker“ von anderen Bäckern?

Sie arbeiten daran, handwerkliche Backkultur zu pflegen, zu erhalten, weiterzugeben. Sie backen mit ehrlichen, regionalen Rohstoffen, ohne Convenience Produkte und zugekaufte Teiglinge. Sie sind in ihrer Region verwurzelt, erkennen die Verantwortung als Teil einer regionalen Wertschöpfungskette.

2. Für welche Ideen und Ziele engagiert sich ein „Freier Bäcker“?
Backwaren herstellen, die echt schmecken und bekömmlich sind.
Regionale Backkultur erhalten und weiterentwickeln.
Kommunikation zwischen Bauern, Müller, Bäckern, Konsumenten.
Lokale Handwerksstrukturen erhalten.

3. Woran können VerbraucherInnen einen „Freien Bäcker“ erkennen?

Freie Bäcker sind offen und transparent für den Verbraucher.
Wir können ehrlich sein, haben nichts zu verbergen, suchen bewußt die Kommunikation mit dem Verbraucher, sprechen an was in der Lebensmittelherstellung gut oder schlecht läuft.
Freie Bäcker beziehen Stellung, unabhängig vom Umsatzzielen,
Freie Bäcker agieren politisch. Freie Bäcker geben Orientierung.

4. Warum sollten andere BäckerInnen ein „Freier Bäcker“ werden?

Über den Ausstausch und die Regeln des Vereins wird das Bewußtsein für handwerkliche Qualität gefördert. Freie Bäcker blicken über den Tellerrand, erfahren von Problemen, Chancen und neuen Konzepten. Freie Bäcker hängen nicht am Gängelband der Zulieferindustrie und der offiziellen Bäckerverbände.
Freie Bäcker lernen selber denken, selber zu formulieren, sich zu wehren und zu agieren. Freie Bäcker haben im besten Sinn „Handwerksehre“.

5. Wie wird ein Bäcker oder eine Bäckerin zum „Freien Bäcker“
Durch Nachdenken über die Situation des Bäckerhandwerks ;
durch Sehnsucht nach einzigartigen Gebäcken;
durch den Wunsch, Produkte herzustellen auf die man stolz sein kann;
durch den Wunsch eine Kultur des Backens und Genießens zu erhalten und nicht der Profitgier der Lebensmittel Industrie zu überlassen

Extra-Frage: Was ist die Seele des Handwerks?
Handwerker lieben die Arbeit mit Kopf, Hand und Herz.
Diese Kombination verwächst mit dem gesamten Leben und Denken, ist ganzheitlich und nicht teilbar in Arbeitsleben und Privatleben.

Freie Bäcker finden hier.

Sharing is caring 🧡

2 Kommentare

  1. Liebe Bäcker,
    Meine Beobachtung war etwa in den 90er Jahren, als mein Nachbar und Bäcker plötzlich seine kleinen Zöpfchen (20 cm lang), die es nur freitags gab, nun aus anderen Zutaten zubereitete.

    Diese schmeckten einfach nicht mehr so natürlich und der Zopf war nicht mehr so kompakt struckturiert. Schon der Biss hat gezeigt, dass etwas entscheidendes anders ist. Schade, ich habe einfach diesen Ersatz nicht mehr gekauft, aber die Urrezeptur doch sehr vermisst.

    Mir schien auch, dass sie darüber mit Kunden nicht sprechen durften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert