Friseure als Engel

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Foto Facebook Barber Angels Brotherhood

Im November 2016 gründete Claus Niedermaier, der Figaro aus Biberach an der Riß, gemeinsam mit befreundeten Kollegen den Club „Barber Angels Brotherhood“, um Obdachlosen umsonst die Haare zu schneiden.Entstanden ist die Idee für diesen außergewöhnlichen Club abends auf dem Sofa. Satt und mit seiner Welt zufrieden sah Claus Niedermaier in den TV-Nachrichten einen Bericht über frierende Obdachlose in Deutschland. Da kam ihm die Idee, für diese Menschen etwas
tun zu wollen. Er aktivierte befreundete Kollegen, um mit ihnen das erste Konzept zu besprechen.

Die letzte Aktion fand am Montag, den 24. April 2017 statt. Die „Barber Angels Brotherhood“ schnitten in Köln auf der Domplatte 40 Obdachlosen kostenlos Haare und Bärte.

Schon nach kürzester Zeit waren 25 zusammen, die jeweils im 5er-Team einmal im Monat in ihrer Region Obdachlose verschönern.
Gepflegtes Aussehen ist die Basis für jeden Neuanfang. Die Aktionen der „Barber Angels“ sollen den Obdachlosen neues Selbstbewusstsein
vermitteln, mit dem sie vielleicht wieder Fuß in der Gesellschaft fassen können.

„Nächstenliebe ist unser Motto und die glücklichen Gesichter unser Lob!“ freut sich Claus Niedermaier. „Man kann sich kaum vorstellen, was sich bei unserer Arbeit für Geschichten von diesen Menschen offenbaren. Da kommen sogar mir oft die Tränen. Es ist Tatsache, dass uns
jede Aktion noch mehr zusammenschweißt. Also die Kollegen und mich. Daher nennen wir uns auch „Club“. Eine Art Stammtisch der ganz besonderen Art mit dem Ziel, glückliche Gesichter und unglaubliche Veränderungen zu erleben.“

Die Geschichten mit beeindruckenden Vorher-Nachher-Bildern werden die „Barber Angels“ rechtzeitig zu Weihnachten 2017 in einem Jahrbuch
veröffentlichen.

Aktueller Bericht im ZDF hier.

Mehr auf der Webseite und bei facebook.

PS: Eine Leserin schickte uns die Ergänzung eines ähnlichen Projektes aus der Schweiz. Dort schneidet Anna Tschannen Obdachlosen und sozial benachteiligten Menschen die Haare. «Nur weil jemand wenig Geld hat, heisst das noch lange nicht, dass ihm das Aussehen egal ist», sagt die Coiffeuse. Zahlende Kundschaft lockt sie einmal wöchentlich in ihren mobilen Salon hoch oben auf der Empore der Basler Kirche Elisabethen. Am Morgen verpasst sie im Schiff der Kirche randständigen Menschen neue trendige Frisuren. Hier im SRF

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