Ich erinnere mich, Maria Magdalena

klientVon Chameli Ardagh. In dieser schimmernden Öffnung zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen, in einem beglückenden Moment, etwa einem Antippen dessen jenseits der Grenze des Bekannten entsprechend, das unauslotbare Potential der Unendlichkeit darüber hinaus wahrnehmend, erinnere ich mich an Maria Magdalena.

Ich erinnere mich an Maria, Myriam die Migdalah, wie Sie hier steht, im Angesicht des leeren Grabes. Ich frage mich, was Sie wohl gedacht hat, welche Gefühle und Empfindungen durch Ihren Körper gerauscht sind.

Sie war alleine zum Grab gekommen, Sie trug geweihte Gerätschaften bei sich, für das Ritual, das Sie durchführen wollte.

Der Eingang des Grabes ist offen, und innen ist es leer.

Unfähig, vollständig zu verstehen, was Sie sieht, nimmt Sie jemanden hinter sich wahr, und als Sie sich umdreht, in der Annahme, es sei der Gärtner, fragt Sie verzweifelt, was sie getan hätten. Wo haben sie seinen Körper hingebracht ?

Dann sieht Sie. Er ist es. Jesus, Jeshuah. Er ist vom Tode auferstanden.

Dieses Bild geht mir nach, kitzelt mich, fordert mich heraus. Was ist es wirklich, das Sie in diesem Moment gesehen hat?

Als Sie voller Erstaunen ausrief: „Rabboni, Mein Geliebter Meister!“

Jeshuah erwiderte freundlich: „Klammere dich nicht an mich…sondern geh, erzähle den Anderen, dass ich auferstanden bin“, und Sie dadurch in Ihre „Wiederherstellung der Ganzheit des Seins“ erschüttert worden ist (Philipp-Evangelium).

Klammere dich nicht an mich…sondern geh, erzähle den Anderen, dass ich auferstanden bin.

Jeshuah sah es, Myriam sah es, dass es entscheidend war, dass Sie, um die Lehren tiefe Wurzeln im richtigen Boden schlagen zu lassen, Ihre Anhaftung zu dem was war, entspannen musste. Sogar seine Lehren würden zu Plastik werden, in dem Moment, wo Sie an der Form hängen bliebe, anstatt in die Autorität dessen zu schreiten, was in Ihrem Inneren geöffnet wurde. Sie, eine Frau, war diejenige, die zur Zeugin berufen wurde, und zur Stimme des Wunders.

Das Wunder in dieser Geschichte ist nicht allein, was Sie sah, vielleicht war dieses Erwachen zur klaren Sicht, was in Ihr geschah, sogar noch wichtiger. Ihre wehrlose Bereitwilligkeit, ALLES, was Sie bis dahin wusste, wie Rosenblätter zu Boden fallen zu lassen, zu den Füßen des Geistes, in seiner enthüllten, nackten Pracht. Und zuletzt, aber vielleicht das wesentlichste Wunder in dieser Geschichte, ist, was Sie als Nächstes tat.

Sie sah, dass der Geist Formen annimmt, die sich durch Geburt und Tod bewegen, genauso wie der Ozean nicht stirbt, wenn die Wellen sich auflösen, stirbt der Geist selbst nie. Sie sah, dass der Geist ewig war. Indem sie Jeshuah dort im Garten vor dem leeren Grab stehen sah, stand Sie dem ewigen Licht des Seins gegenüber. Wie wir es in die Yoginitradition hinein genommen haben, „sah Sie mit einem Tausend Augen“. Sie sah, Sie sah wirklich. Die wahre Natur des Geistes in Allem, und ja, in Ihr selbst.

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Chameli

Chameli

Zur Person: Für Chameli Gad Ardagh ist weibliche Spiritualität nichts ausschließend, sondern von Natur aus integrativ. In ihrem Buch “Komm dir näher” beschreibt sie ihren ganz persönlichen Weg, um weibliche und männliche Elemente wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Was Sie lehrt, ist tief im Körper verankert, akzeptiert und fördert die Gefühle, den Austausch und die Beziehung zwischen den Geschlechtern und findet seinen Höhepunkt im bewusst gelebten Augenblick. Sie hat weltweit die Bewegung Awakening Women ins Leben gerufen.

 

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2 Kommentare zu “Ich erinnere mich, Maria Magdalena
  1. Isis sagt:

    Ein wunderschöner Beitrag von Chameli zu Ostern. Das passt gerade zu meiner Sadhana mit Maria Magdalena.

  2. Auch ein interessanter Beitrag :
    „Jesus und die verschwundenen Frauen“

    https://m.youtube.com/watch?v=3CouYFxuiyA

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