23.9.2017: ein besonderer Tag in einer besonderen Zeit

Grafik: Werner Johannes Neuner

Von Martha-Mina Deegen. Es gibt eine Offenbarung 12 in der Bibel, in der eine schwangere Frau einem Drachenwesen begegnet: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger…“ Manche ForscherInnen sagen, dass dieses Bild gerade jetzt zum 23. September 2017  am Himmel entsteht und sich alle 7000 Jahre wiederholt:

Das Sternbild der Jungfrau ist normalerweise von den 9 Sternen ihrer Nachbarin, der Löwin, gekrönt. Derzeit wird ihre Krone durch Venus, Merkur und Mars im Durchlauf auf 12 Lichter erweitert. Die Sonne kleidet die Jungfrau an diesem Tag von  ihrer Schulter aus in Licht. Und Mond liegt als zunehmende Sichel zu Ihren Füßen.

Was sagt uns das über apokalyptische Phantasien hinaus?
Die Hamburger Astrologin Attis läd ein, das Sternbild der Jungfrau als freie und unabhängige Frau zu sehen. Astrologie als Ideenkiste für Lebensthemen kann unsere Vorstellungskraft, unsere Möglichkeiten in Bildsprache erweitern. Vor diesem Hintergrund ist das Sternbild der Jungfrau eine Kraft, die weiß, wann sie sich öffnet und wann verschließt, was der Gesundheit, dem Körper, der Umwelt bekömmlich ist und was eher nicht, die handwerklich, patent, lebenspraktisch ist, sie weiß wann der richtige Zeitpunkt für etwas ist und auch wie sie erntet. Sie kann ordnen, kann Mosaikteile zu einem Ganzen bringen, hat Zugang zu altem Wissen und kennt die heilsame, verbindende Kraft des Dienens.

Die Begegnung der (Jung-)Frau mit der DrachIn stellt nun einen besonderen Aspekt dar. Es könnte eine Begegnung mit unseren Ängsten oder mit der Hüterin eines Schatzes oder auch mit Lilith sein. Lilith war nach dem Talmud die erste Frau Adams, die wie er aus Erde geformt war. Als er (beim Sex) ihre Unterwerfung forderte, hat sie ihn (und das Paradies) verlassen. Lilith wird manchmal auch auch als Drachin dargestellt.

Was diese Begegnung für uns bedeuten kann?
Gehen wir auf die Suche, forschen, träumen, bringen wir Fragen in Kontakt…. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass unser Denken unsere Wirklichkeit gestaltet. Wenn wir etwas für möglich halten, vergrößert dies die Chance, dass es eintritt oder stattgefunden haben könnte. Wohin wir unsere Aufmerksamkeit geben gestaltet unsere Wirklichkeit und unser Befinden. Dabei können Bilder und Erfahrungen helfen, denn manche Bereiche unseres Gehirns sind über Worte nicht erreichbar. Die Moderne Hirnforschung bietet viele neue Erkenntnisse dazu, die auch in der Bewältigung von Traumata von großer Bedeutung sind.

Mit dem Text möchte ich der Zeitspirale zum 25. Jahr ihrer Entstehung gratulieren. Die 2. Ausgabe hatte damals Lilith zum Schwerpunkt. Die Zeitspirale ist ein Netzwerk und Kalender für altes Frauen-Wissen www.diezeitspirale.de

Mehr Hintergründe zu dem Thema auch bei Werner Johannes Neuner: “Zum 23. September gibt es im Internet eine Fülle von Videos, die allesamt von „12 Gestirnen“ im Löwen sprechen. Daher wird in diesen Videos dieser Tag mit Weltuntergangs- und Kampfszenarien aus der Johannes-Offenbarung verknüpft. Doch gerade die Idee, durch Kampf und Untergang eine neue Welt erschaffen zu wollen, führt uns in eine Sackgasse. Ein Liebesplanet Erde kann sich nur durch eine einzige Kraft verwirklichen, nämlich durch die Liebe selbst!”

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