Rücklicht: Der Mann, der die Welt rettete

Rücklicht: Der Mann, der die Welt rettete

Foto Stanislaw Petrow: The man who saved the world

Sekunden des Wartens, die zu einer Katastrophe hätten führen können: Stanislaw Petrow war ein stiller Held, der einen nuklearen Holocaust verhinderte. Der frühere Oberst der sowjetischen Armee  hatte 1983 für ein paar entscheidende Minuten das Schicksal der Welt in seiner Hand. Als ein Alarm einging, dass fünf amerikanische nukleare Fernlenkgeschosse gegen Russland abgefeuert wurden, folgte er seiner Intuition und meldete diesen Angriff nicht zurück.

In dem Film „The Man, who saved the World“ (Trailer unten) erinnert sich Petrow an die Situation im Bunker: Fünf Raketen flogen auf seinem Bildschirm auf ihn zu, doch Petrow reagierte nicht. Er hoffte, es sei ein Computerfehler. Nach langen Minuten des Wartens ergab sich: Es war tatsächlich ein Fehlalarm. Doch was wäre passiert, wenn Russland reagiert hätte? Wenn die Russen Amerika wegen eines Fehlalarms bombardiert hätten, wäre dies vielleicht das Ende der Welt gewesen.

22 Jahre später geht der vergessene Held auf eine Reise nach Amerika, wo seine historische Tat schließlich gewürdigt wird. 2006 ändert sich sein Leben: Er wird in die USA eingeladen, um die Achtung der Welt zu erhalten. Er trifft auf Amerikaner, die einst seine Feinde waren. Darunter Walter Cronkite, Robert De Niro, Matt Damon, David Hoffman, Kevin Sanders und Kevin Costner. Der frühere Oberst Petrow kommt letztendlich aus der Vergessenheit und erhält im UN-Gebäude einen Preis, der die Inschrift trägt: „The Man Who Saved the World“.

Nun ist Stanislaw Petrow gestorben, und zwar schon am 19. Mai 2017 in seiner Wohnung in Frjasino, 20 Kilometer nordöstlich von Moskau, wie aktuelle sein Sohn mitteilte. Danke und gute Reise.

The Man Who Saved the World from jakob staberg on Vimeo.

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Ein Kommentar zu “Rücklicht: Der Mann, der die Welt rettete
  1. Ralf Woelki sagt:

    Danke Stanislaw Petrow ,
    Danke für Ihren Mut, Ihre Zivilcourage und vor allem für Ihre Menschlichkeit. Sie werden für immer ein Vorbild für mich sein.

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