Was kann ich gegen Glyphosat tun?


Durch einen beispiellosen Alleingang des deutschen Landwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) ist die EU-Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat um fünf Jahre verlängert worden. Das Pflanzengift bedroht die biologische Vielfalt in unserem Land und ist wahrscheinlich kreberregend.

Die Aufregung ist groß und das ist auch gut so. Aber was können persönlich gegen Glyphosat bzw. überhaupt gegen den Einsatz von Pestiziden tun?

1. Bio-Lebensmittel kaufen
Bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln werden keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet, also auch kein Glyphosat.

2. Ohne Glyphosat natürlich gärtnern
Gerade im eigenen Garten haben wir es selber in der Hand, wie wir ihn Öko-gerecht gestalten. Hier mehr.

3. Fordere von Baumärkten einen Verkaufsstopp von Glyphosat
Es gibt nur drei Baumärkte in Deutschland, die noch Glyphosat verkaufen – Dehner, Hellweg und Hagebau. Alle anderen haben ihre Regale schon von dem Totalherbizid befreit. Nutze den Kundenservie oder die Facebook-Seiten der Baumärkte

4. Überzeuge Nachbarn und Deine Gemeinschaften
Vielleicht ist dein Nachbar nicht so gut informiert wie du. Rede mit ihm über andere Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung und zeige, wie erfolgreich es auch ohne Gift gehen kann. In der Schule, im Kindergarten in der Kommune nachfragen, wie dort das Unkraut beseitigt wird und diese auffordern es ohne Glyphosat zu machen.

5. Fordere ein nationales Verbot für Glyphosat
EU-weit ist Glyphosat nun für fünf weitere Jahre zugelassen. Das hindert die nationalen Regierungen aber nicht, strengere Gesetze zu erlassen. Frankreich macht’s vor: Innerhalb von drei Jahren will Präsident Macron den Glyphosat-Ausstieg umsetzen. Auch Deutschland braucht dringend ein nationales Verbot.Fordere vom SPD-Vorsitzenden Martin Schulz , bei den anstehenden Gesprächen mit der CDU/CSU ein Verbot des Pestizides durchzusetzen. Und fordere Frau Merkel direkt auf Schluss mit Glyphosat zu machen. Hier beim BUND.

Viele weitere Informationen gibt es auch beim PAN Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

PS: Und natürlich keine Monsanto Produkte kauefn

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7 Kommentare zu “Was kann ich gegen Glyphosat tun?
  1. Uta sagt:

    Liebe Bettina,

    diese Aktion von Campact finde ich auch sehr unterstützenswert.

    https://www.campact.de/glyphosat/monsanto-minister/teilnehmen/

    Liebe Grüße
    Uta

  2. Dieter Bosse sagt:

    Lieber Glyposat benutzer, du lebst doch höchstens noch 50 Jahre, warum willst du in deiner Geldgier die Welt deiner Kinder krank machen oder zerstören ??????? ES GING DOCH BISHER AUCH ANDERS.

  3. Anne sagt:

    Unilever hat bedauerlicherweise auch Pukka-Tee (Bio-Tee) gekauft.

    Danke für diesen wichtigen Aufruf!

    Anne

  4. Horst sagt:

    Vielen Dank für die wertvollen Infos !!! Wir können von Glück sagen, dass vermutlich etliche der Produkte weniger menschenfeindlich sind.
    Ich bin jedenfalls froh, dass ich davon ohnehin kaum etwas konsumiere.

    Allerdings, gibt es ernsthaft jemanden, der einen „Alleingang“ des Ministers für real hält ??? Nach Recherchen, von denen im Radio berichtet wurde, war dieser Trick schon seit dem Sommer(?) abgesprochen. Aber Mutti hat davon garantiert nichts gewusst.

  5. Chris sagt:

    Zwei Ergänzungen sind aus meiner Sicht noch wichtig, es geht nicht mehr nur um Monsanto:

    Die Patente auf die Herstellung von Glyphosat sind 2000 abgelaufen und
    Glyphosat wurde 2015 von mindestens 91 Chemieunternehmen in 20 Ländern hergestellt. (aus Wikipediaeintrag zu Glyphosat)

    Monsanto wird gerade von Bayer übernommen, wenn der Deal nicht noch aus kartellrechtlichen Gründen platzt, profitiert ein deutsches Unternehmen von der EU-Entscheidung
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/mega-uebernahme-bayer-braucht-mehr-zeit-fuer-monsanto/20346760.html

  6. Naras sagt:

    Danke Bettina und Greenpeace. Ich sage zu Allem: JA!!
    1 Aktion FÜR Gesundheit und Bio-Diversität.
    <3 <3

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