Literatur ist meine Religion


„Es ist an der Zeit, beim Geschichtenerzählen Mut zu zeigen.

Es ist an der Zeit zu sagen, dass wirtschaftliche Überlegenheit nicht moralische Überlegenheit bedeutet.

Es ist an der Zeit für Männer, Bücher von Frauen zu lesen….

…Ich habe viel aus Büchern gelernt, Literatur ist meine Religion. Sie erweitert nicht nur Horizonte, erklärt und verdeutlicht. Sie berührt auch.

Ich lese, um getröstet zu werden. Und um an Liebe, Schönheit und Leid erinnert zu werden. All das ist nützlich.“

Aus der grandiosen Eröffnungsrede der nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie für die Frankfurter Buchmesse 2018.

Literatur ist meine ReligionZur Person: Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der aufregendsten jungen Stimmen der Weltliteratur, das TIME Magazine zählt sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten und Beyoncé sampelte Textpassagen von ihr in einem Song. Ihr Werk wird in 37 Sprachen übertragen. Für »Americanah« erhielt sie 2013 den Heartland Prize for Fiction und den National Book Critics Circle Award. Ihr Roman »Blauer Hibiskus« war für den Booker Prize nominiert, »Die Hälfte der Sonne« erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Mit ihrem TED-Talk »We should all be Feminists« verankerte die Nigerianerin den Feminismus fest in der Popkultur. Auf Deutsch liegt der Text im FISCHER Taschenbuch vor: »Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories«. Zuletzt erschien 2017 im FISCHER Taschenbuch »Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden«. 2018 wurde Chimamanda Ngozi Adichie mit dem PEN Pinter Prize und dem Everett M. Rogers Award ausgezeichnet. Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.

Posted in Kolumne Getagged mit:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Dein Kommentar wird nach der Prüfung freigeschaltet. Nicht identifizierbare Namen (Nicknames) werden nicht freigeschaltet.