Menschenkette von Frauen für Gleichberechtigung


Millionen von indischen Frauen haben am 1.1.2019 eine 620 km lange Menschenkette gebildet, um für Gleichberechtigung beziehungsweise eine Gleichstellung der Geschlechter zu demonstrieren.

Die Menschenkette erstreckte sich von Kasaragod bis nach Thiruvananthapuram im südindischen Bundesstaat Kerala. Die Protestaktion wurde von ganz Oben unterstützt. Es gab nicht nur Regierungsangestellte unter den Teilnehmern, sondern auch Schulen und Universitäten bekamen einen halben Tag freigestellt, damit auch Schülerinnen sich der Demonstration anschließen konnten.

Die Aktion fand inmitten eines Streits um den Zugang zum Sabarimala-Schrein statt, einer der heiligsten Hindu-Tempel des Landes, in dem Frauen im „menstruierenden Alter“ der Zugang verweigert wurde, bis ein Urteil des Obersten Gerichtshofes das Verbot im vergangenen September aufhob. Trotz der Entscheidung wurde eine Reihe von Frauen, die versuchten, den Tempel zu erreichen, von männlichen Aktivisten angegriffen.

Den Weltrekord der längsten Menschenkette hält Bangladesch. Dort bildeten am 11. Dezember 2004 über 5 Millionen Menschen eine 1.050 km lange Menschenkette. Es waren Anhänger eines Bündnisses aus Oppositionsparteien, die der führenden Bündnisregierung gegenüber „Misstrauen“ ausdrücken wollten und neue Wahlen forderten.

Quelle: RT

Update: Mittlerweile gilt die Zahl von 3,5 bis fünf Millionen DemonstrantInnen als gesichert – wow!

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6 Kommentare zu “Menschenkette von Frauen für Gleichberechtigung
  1. Rolf Eder sagt:

    Religionen und Systeme jeglicher Art, welche Menschen(-gruppen) um deren Geschlecht und Identität willen diskrimineren, unterdrücken und benachteiligen, fügen dem sozialen Zusammenhalt massiv Schaden zu.
    Ein „Klimawandel“ ist hier längst überfällig – und er steht unmittelbar bevor – um die gesamte männlich-weiblich-göttliche Menschheit und den Lebensraum Erde als ein Ganzes zu erkennen, zu lieben und umfassend zu respektieren!
    Diese enorme Demo hat meinen tiefsten Respekt und dient zur Ermutigung für jede Frau, und generell für alle Menschen die von dem globalen Religionswahnsinn, egal welcher Couleur, betroffen sind – und das sind (mit wenigen Ausnahmen) wir ALLE. Realisieren wir das, hier und jetzt, mit grenzenloser Herzenskraft!
    „Der Weltfrieden beginnt in jedem einzelnen Herzen.“

    Herzlichen Dank, liebe Bettina, für diesen elementar bedeutsamen Beitrag!

    Mit respektvollem Gruß

    Rolf

    ps. Quelle RT – wer ist das?

  2. Mia sagt:

    Dank dir für diese Nachricht, Bettina!

    Was mich daran seltsam irritiert ist die Sprache des Artikels. Wenn ich die Bilder des Videos anschaue und den ersten Absatz lese, dann geht es zweifelsfrei um Frauen, die diese Menschenkette bilden. Wo kommen da im weiterführenden Text auf einmal „Teilnehmer“ und „Schüler“ her? Ist das der Seltsamkeit der herkömmlichen deutschen Alltagssprache geschuldet, in der im Plural die männliche Form des Wortes auch die Frauen einschließt?

    Wenn ja scheint es mir hier gleichwohl vollkommen verkehrt männlich im Plural zu formulieren. Da es doch offenbar ausschließlich um Frauen geht, die diese Menschenkette bilden. Folgerichtig hieße es dann

    „Teilnehmerinnen“ und „Schülerinnen“

    Und schon sehe ich die Frauen auch in meinem inneren Bild vor mir wenn ich diese inhaltlich zutreffende Sprache angeboten bekomme.

  3. aba sagt:

    Nun, auf dem Video sind eindeutig auch Männer zu sehen, sitzend vor den Frauen. Sie stören nicht, sie unterstützen also still.
    Diese Unterstützung ist sehr wichtig, ein deutliches Zeichen von Männern mit guten Willen an die Männer, die weiterin ihr verrohtes archaisches Privileg des Frauen-Besitzens frönen wollen.
    Bitte kein Männerbashing, Rache und regelrecht niederträchtigem Denunziantentum zur „Männerzerstörung“ gemäß dieser fehlgeleiteten, ja politisierten „me-too“ Hysterie von Elite-Frauen, ein Zynismus gegenüber den tatsächlich Mißbrauchten, um die sich die Elite-Damen leider nicht scheren, ist nicht hilfreich!
    Männlichen Nazissmus mit weiblichem Nazissmus tauschen ist in der Tat ein gleiches Grauen.
    Aba

  4. Saran sagt:

    Schön, dass es in Indien auch voran geht. Nur: hier sind WIR schon weiter: wenn WIR den männ-&weiblichen Teil in Uns ent-decken und in Balance bringen, dann ist FRIEDEN in Uns und kann Sie reichlich überfließen. Wie Du schreibst Rolf: „Der Weltfrieden beginnt in jedem einzelnen Herzen.“ Das mit der Sprache stimmt Mia: Mein BeiSpiel: die Mondin&der Sonn. Bitte ab sofort übernehmen, damit sich diese MissStand endlich berichtigt. Danke. <3 <3

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