Der Regenwald brennt: In der Liebe bleiben


Der Regenwald im Amazonas verbrennt – Du auch? Nach der ersten tiefen Erschütterung, in der ich Ohnmacht und Wut fühlte, kam langsam aber sicher ein “Jetzt erst recht” bei mir auf – bleiben wir im Herzen und agieren mit Liebe, wo wir können.

Der Autor und Aktivist Charles Eisenstein beschreibt diesen Prozess in seinem Videobeitrag sehr gut. Er verweigert sich dem Hass und einen Krieg gegen die “Verantwortlichen” zu führen, die auf dieser Ebene sowieso viel mächtiger sind. Vielmehr bleibt er im Vertrauen, dass ein erhöhtes Bewusstsein der Liebe und der Verbundenheit am Ende nachhaltiger wirken wird. Er steht aber auch zu seiner Ohnmacht und seinem Nicht-Wissen, wie es genau weitergeht. Seine Guideline  bleibt wie sein Buchtitel klar: Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich!

Für mich ist es wichtig den Schmerz zu fühlen, aber genauso wichtig ist, das Bewusstsein klar und erhöht halten, damit der Energieschift für uns Menschen gelingen kann! Mutter Erde wird auch ohne uns weiter leben, aber wir müssen uns nochmal klarer entscheiden – mit jeder Haltung, Konsum und Tat unseren Beitrag leisten.

Marianne Williamson: Tränen und Gebete

Die US-Präsidentschafts-Kandidatin Marianne Williamson erinnert uns an die Kraft der Gebete: “Es ist zutiefst schmerzhaft, an die gewaltigen Feuer im Amazonas zu denken. Die Tiere, die Bäume, das Land, das unbezahlbare alte Ökosystem, der Heldentum der Menschen… was für ein Horror für die Menschheit. Mögen unsere Gebete helfen, dieser unabsehbaren Tragödie ein Ende zu setzen. Ich schicke all meine Liebe zu diesem Ort der Smaragd-Heiligkeit. Manche Dinge sind zu enorm, um rational erklärt zu werden oder gar, um sie einfach so zu verdauen. Tränen und Gebete für jetzt. Gott sieht und hört sie alle.”

In einem weiteren facebook Post analysiert sie: “Die Verbrennung des Amazonas ist eine Erinnerung an die pathologische Respektlosigkeit der Menschheit gegenüber der Erde, eine selbstzerstörerische Dysfunktion, von der wir als Spezies heilen oder möglicherweise nicht einmal überleben werden. Dies ist mehr als eine Klimakrise; es ist eine Überlebenskrise, und sie sollte als solche betrachtet werden. Unsere Fähigkeit, sowohl den Schrecken des Umweltgeschehens als auch den Mut aufzubringen, etwas dagegen zu unternehmen, wird den kritischsten Moment in der Geschichte der Menschheit definieren: ob wir uns dafür entscheiden, den Weg der Evolution fortzusetzen, oder eher durch unseren eigenen Egoismus und unsere Gier und Leichtfertigkeit, die sich dafür entscheiden, ihn zu beenden.”

Das mutmachende Beispiel Costa Rica

Das kleine Land Costa Rica macht vor, wie man die Umwelt schützen und wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen kann. Es sichert seine Energieversorgung fast ausschließlich mit erneuerbarer Energie. Knapp 30 % seiner Fläche sind unter Naturschutz gestellt. Außerdem verzichtet Costa Rica seit 70 Jahren auf eine Armee. Das Geld wird stattdessen in das Sozial- und Bildungssystem gesteckt.

Das Südamerikanische Land erlebte 1987 schon seine große Krise: Die Abholzung war so weit fortgeschritten, dass nur noch 21 % der Landfläche mit Wald bedeckt war. Die Arten-Vielfalt des Landes war bedroht. Für die Regierung war das ein Weckruf. Sie nütze eine Krise in der Rinderzucht aus und bezahlte Bauern dafür, Teile ihrer Weideflächen wieder aufzuforsten. Costa Rica richtete dazu einen eigenen Waldfonds den „Fonafifo“ ein, der durch Steuern auf Benzin finanziert wurde. Das Projekt war erfolgreich. Heute sind 54 % Costa Ricas mit Regenwald bedeckt und der Anteil soll noch weiter auf 60 % ansteigen. Die Nationalparks nehmen heute ein Viertel der Fläche ein. Die Nationalparks alleine sind also heute größer als die gesamten Waldflächen 1987.

Quelle: https://kontrast.at/costa-rica-klima-krise/

Mehr Infos auch hier in der NZZ

 

 

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6 Kommentare zu “Der Regenwald brennt: In der Liebe bleiben
  1. Auch Mutter Erde ist ein Teil von uns.

  2. Wie ermutigend und sinnstiftend, Charles Eisenstein’s Kommentar zu den unglaublichen Waldbränden im Amazonas. So kann ich all den Schmerz über das Feuer, die Gewalt an Pachamama, den grossen Verlust wunderbarer ursprünglicher Natur, halten und damit sein. Und fühle mich bestätigt in meinem Weg, für die Liebe zu gehen, in welchem Bereich auch immer. Danke.

  3. Avatar Anke sagt:

    Soweit ich gehört habe – aber offenbar machen wir uns aus unterschiedlichen Quellen schlau – brennt es im Regenwald ständig (durch Brandrodung sowieso) und auch jedes Jahr.
    Letztes Jahr weniger als gewöhnlich, dieses Jahr etwas mehr – und dieses Jahr wird es medial aufgeblasen. Cui bono ??? Wir “Schuldigen” sollen deutlich mehr Steuern bezahlen (wovon???) und dafür braucht es Gründe, die die Emotionen aufwühlen. Und wie so oft, werden Arme und Reiche gleich stark belastet, was bedeutet, dass die weniger Wohlhabenden noch ärmer werden und die Reichen juckt es wenig, wenn sie 200 Euro mehr Heizung pro Monat zahlen müssen.

    Ich möchte gerne Oliver Janichs Youtube-Videos empfehlen. Ich erkannte ihn erst auf den zweiten Blick als selbstdenkenden, gewissenhaften, excellent recherchierenden und mutigen Journalisten, ähnlich wie Gerhard Wisnewski.

    Hier zum Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=Q62EK8NEZQc

    • Ja der Regenwald und Teile Afrikas und Asiens brennen jedes Jahr, meines Wissens ist es aber mehr geworden. Grundsätzlich ist das Thema sehr komplex. Für mich bleibt es dabei, das jeder bei sich anfangen kann, nicht perfekt sein muss und kann und sich dann ein Dominoeffekt ganz von allein ergeben kann!

  4. Avatar Saran. sagt:

    Ich habe nur einige Minuten zugehört. Da wurde es mir schon zu viel. Ich weiß nix von all dem, weil ich meine Quellen verfolge, die berichten über Alles Positive, das in unserer neun Welt passiert. Dafür gehe ich und verschwende keine Energie mehr mit Futter, das die Massenmedien bewusst reingeben um uns Angst und Hilflos zu machen. Bleibe aktiv und gestalte mit all deinen Möglichkeiten unsere neue Welt. Sie ist schon da. So schön und mächtig. Danke.

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