Common Goal: 1 % des Einkommens für gute Projekte

Common Goal

In dem Programm Common Goal spenden Fußball-Profis, Trainer und Funktionäre ein Prozent ihres Gehalts, um sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern. Die langfristige Vision besteht darin, ein Prozent der Einnahmen der gesamten Fußballbranche – eine geschätzte Summe von rund 50 Milliarden Euro jährlich – für gemeinnützige Organisationen einzusetzen.

Initiiert wurde die Bewegung 2017 von dem Manchester-United-Profi Juan Mata. Der deutsche Fußball-Weltmeisterspieler Mats Hummels war einer der ersten, der sich dazu bekannte. Seit der Gründung durch die internationale Non-Profit-Organisation streetfootballworld haben sich inzwischen mehr als 120 Profifußballer und -trainer aus über 30 Ländern Common Goal angeschlossen. Dazu gehören die Weltfußballerin Megan Rapinoe und der deutsche Fußballnationalspieler Serge Gnabry. Zudem gehören auch Fußballfunktionäre wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und mit dem FC Nordsjaelland sogar ein dänischer Erstligaverein zu den Unterstützern der Kampagne.

Jürgen Klopp: Fußball kann sehr viel Gutes für unsere Welt bewegen

Aktuell gab der gerade zum Weltrainer des Jahres gewählte Jürgen Klopp bekannt, sich der Bewegung anzuschließen: „Mit einen kollektiven Beitrag von einem Prozent kann der Fußball sehr viel Gutes für unsere Welt bewirken. Ich hoffe, dass sich in Zukunft noch viele meiner Kollegen der Bewegung anschließen werden.“ Der Trainer vom FC Liverpool verdient im Jahr 10 Millionen Euro. In einem Essay für die Online-Plattform The Players‘ Tribune schrieb er am Dienstag. „Es ist unsere Verantwortung als privilegierte Leute, etwas zurückzugeben den Kindern überall auf der Welt, die einfach nur eine Chance im Leben brauchen. (…) Diese Blase, in der wir leben, ist nicht die echte Welt. Sorry, aber alles, was auf dem Fußballplatz passiert, ist kein echtes Problem“, schrieb der 52-Jährige und forderte alle auf, seinem Beispiel zu folgen.

Hier seine Dankesrede mit der Bekanntgabe seines Beitritts zu Common Goal (ab Minute 2:06)

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2 Kommentare zu “Common Goal: 1 % des Einkommens für gute Projekte
  1. gudrun koser sagt:

    das ist das mindeste was von solchen einkommensträgern, die dieses Geld eh nicht „verdienen“, abgegeben wird. alles andere ist absurdes Theater und ein hohn auf die gerechtigkeit! es müsste jedoch von jedermann der mehr als nötig zum lebensunterhalt in „normalem mass“ bekommt, ein obulus gezahlt werden!

    • Katrin sagt:

      Liebe Gudrun, da bin ich anderer Meinung, mit Dankbarkeit erhöht man sein eigenes Glücklichsein. Und es ist für mich absolut nicht selbstverständlich, dass Spitzensportler, die so engagiert ihr gesamtes Leben ihrer Leidenschaft widmen, etwas abgeben. Man darf sich fragen, wo ist unsere Messlatte, was verdienen wir?
      Warum bist du der Meinung, dass diese Sportler es nicht verdienen?
      Reichtum fängt ohnehin nicht im Portemonnaie, sondern im Kopf an und meine Erfahrung ist, sobald man sich reicht fühlt und seiner Leidenschaft folgt – zum WOhle aller – läuft der Wohlstand einem hinterher, es steht einem zum Wohle.. die dt. Sprache ist so brilliant.
      Von Herzen Grüße
      Katrin

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