Das Immunsystem

Foto: Pixabay Engin_Akyurt

Von Ortlieb Schrade. Bewusst habe ich das und nicht unser Immunsystem geschrieben. Denn reden wir von unserem Immunsystem, befinden wir uns in unserem Bewusstsein bereits in einer einengenden Sackgasse.

Es gibt nicht mein Immunsystem – oder deines – oder unseres, es gibt nur ein Immunsystem.

Sobald wir das Immunsystem „partitionieren“, nähren wir bereits Ängste. „Ist mein Immunsystem stark genug, mich nicht zu infizieren, nicht schwer am Virus zu erkranken, wirtschaftlich nicht in die Knie zu gehen?“ „Ist dein Immunsystem stark genug?“ (Da bleiben wir meistens noch eher im Vertrauen.) Doch: Ist unser – kollektives – Immunsystem stark genug, sich nicht zu infizieren, nicht schwer am Virus zu erkranken, wirtschaftlich nicht in die Knie zu gehen? Da wird es mit dem Vertrauen recht heikel. „Die Realität“ scheint uns ja das Gegenteil zu beweisen.

Sobald Ängste die Oberhand gewinnen, entsteht im menschlichen Bewusstsein ein einengender Sog. Ängste wollen uns immer wieder weiß machen, ihre „Realität“ wäre die eigentlich gültige. Erfreulicherweise grassiert in der (medialen) Öffentlichkeit, bezogen auf den Corona-Virus, nicht nur ein Vokabular, als befänden wir uns jetzt im Krieg, sondern es existieren bereits auch Gegenbewegungen, zum Beispiel im besonders betroffenen Italien öffnen sich allabendlich die Balkontüren und Fenster und es wird von Balkon zu Balkon, von Fenster zu Fenster gemeinsam gesungen und musiziert! Vertrauen in die Kraft des Bewusstseins!

Die Kraft des Bewusstseins, wir können diese so oder so nutzen. Nur hat sich im menschlichen Bewusstsein nicht nur die Vorstellung, sondern auch eine innere Haltung sehr breit gemacht, dem Immunsystem viel zu wenig zuzutrauen. (Es lassen sich schließlich mit mangelndem Vertrauen in das Immunsystem gut Geschäfte machen … 😉

Das Immunsystem ist ein Immunsystem. Es gibt nur eines!
Es ist unglaublich intelligent, unendlich potent, unfassbar komplex und geradezu symbiotisch mit allem verbunden!
Und alle Ebenen arbeiten dabei zusammen und nicht gegeneinander!
Bakterien, Pilze, Viren sind nicht Gegner unseres Immunsystems, sie sind ein Teil davon.

Zumindest, was unsere Darmflora angeht, wissen wir das doch bereits. Wieso dieses Wissen jetzt schnell wieder in den Hintergrund schieben? Und es gibt dabei auch keine „Guten“ und „Bösen“. Alles dient einfach immer der Heilung von Beziehungen. Das bedeutet auch: Viren, Bakterien und Pilze haben es nicht darauf abgesehen, uns „umzubringen“. Es gibt Myriaden davon. Wären sie tatsächlich unsere Feinde, wäre die komplette Menschheit schon längst mausetot!

Das Immunsystem und somit auch alle Viren, Bakterien und Pilze, bringen schlussendlich nur wieder ins Gleichgewicht – schaffen den nötigen Ausgleich – wo ein krank machendes Ungleichgewicht entstanden ist. Wir können daraus nicht ein ab- und ausgrenzendes „unser“ Immunsystem machen, wo der „Feind“ da draußen ist und falls er uns doch erwischt, es gilt, diesen zu besiegen und dabei möglichst auch zu eliminieren oder diesen doch zumindest zu kontrollieren (Impfungen).

Bitte mich jetzt nicht missverstehen. Ich sage jetzt nicht, umsichtiges Verhalten wäre unnötig, die Quarantänemaßnahmen wären überflüssig! Dieses bedient allerdings nur eine Wirklichkeitsebene und wir sind wieder einmal gefordert, die Existenz vieler paralleler Wirklichkeitsebenen anzuerkennen. Um diese soll es hier gegen.

„Heilung ist immer die Heilung von Beziehungen“ ist eine zentrale Grundaussage des hawaiianischen Schamanismus. Das habe ich schon öfters geschrieben. Bevor der Mensch das Denken in Recht und Unrecht erfunden hat und damit auch das „Recht-haben-wollen“, suchten die Indigenen nach Gründen. Wo und wie ist ein Ungleichgewicht entstanden, woran „krankt“ es in der Beziehung? Wie können wir diese Beziehung wieder in eine lebendige, glückliche Beziehung wandeln, so dass es zum Beispiel wieder regnet, die Ernte nicht ausbleibt, die Sonne wieder scheint usw.? Der Mangel, an was auch immer, wurde nicht als eine manifeste Tatsache gesehen, sondern als Symptom für einen Mangel in der Beziehung zum Gesamtorganismus Leben – und – dass dieser Gesamtorganismus Leben unmittelbar dafür Sorge trägt, dass sich dieser Mangel im Beziehungsverhalten wieder erlöst.

Altes Heilwissen besagt: Krankheit (ein Mangel in den Beziehungen) entsteht zuerst im Geist. Hört der Mensch nicht auf den Geist, geht die Symptomatik in die Psyche und in den Emotionalkörper, hört der Mensch dann immer noch nicht hin, manifestiert er die Symptome auf der somatischen, der körperlichen Ebene.

Was passiert also gerade auf der körperlichen Ebene?!

Gehe ich auf die Ebene der „Isolation“, der Trennung, der Ebene des Ausgrenzenwollens, bzw. bleibe ich auf diesen Ebenen stecken, arbeitet das Immunsystem mit Sicherheit hervorragend zusammen: Es lässt zu, dass in diesem Fall besagte Viren scheinbar die Oberhand gewinnen und zwar solange bis die wesentlichen Einsichten gewonnen wurden.

Auch wenn Antikörper und Fresszellen in der Form wirkungsvoll agieren, dass sie Viren und Bakterien scheinbar eliminieren, ist keine Schlacht geschlagen, kein Krieg gewonnen, kein Sieg errungen. Zugegeben, es sieht genau danach aus, doch was eigentlich geschieht, ist etwas grundlegend anderes. „Antikörper“ und „Fresszellen“ arbeiten nicht gegen die „Erreger“, sie arbeiten alle zusammen! Im Vorgang, in welchen es ganz danach aussieht, als würde die Fresszelle den Erreger geradezu „auffressen“, daher auch ihr Name, geschieht Heilung von Beziehung. Sie gehen in eine sehr intensive, sehr innige Beziehung miteinander und bringen auf dieser Ebene etwas wieder zurück in die kosmische Ordnung, wo der Mensch nicht schon vorher hinhören wollte. Es geht bei Heilung schlussendlich immer um eine flüssige, lebendige, unmittelbare und somit mitfühlende und liebevolle Beziehung.

Was ist also das Beste, was wir momentan tun können?

Zum Beispiel, so weit als möglich rausgehen in die freie Natur, denn diese verbreitet keine kollektiven Ängste. In unserem Innenleben sehr genau darauf achten, nicht in eine Isolation zu gehen. Wir „schrumpfen“ sonst sozusagen und geben so den Ängsten Nahrung und genau dieses würde die Potenziale des Immunsystems reduzieren. Stattdessen können wir die verordnete Freizeit dafür nutzen, „in uns zu gehen“. In diesem freien Raum können wir im bewussten Empfinden die nötigen Erkenntnisse ans Licht kommen lassen, was an unserer ganz persönlichen Beziehung zum Gesamtorganismus Leben jetzt reif zur Heilung geworden ist – und auch, was an Beziehungen im Gesamtkollektiv Menschheit, jetzt ganz dringlich heilen möchte.

Es geht tatsächlich um das Gesamtkollektiv Menschheit und dabei um unsere ganz persönliche Beziehung zu uns selbst. Damit untrennbar verbunden ist unsere Beziehung zur gesamten Menschheit, zum Gesamtorganismus Leben. Momentan geht es dabei vielleicht ganz einfach und direkt um Nachbarschaftshilfe: Beispielsweise um die Unterstützung älterer Menschen, welche sich nicht mehr trauen einkaufen zu gehen, um Essenseinkäufe für bereits Erkrankte und darum, aushilfsweise Kinder zu betreuen, damit die Eltern weiter arbeiten gehen können, …

Pandemien wurden in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigt. Es wurden keine daraus. Jetzt haben wir eine und diese läutet die neue Dekade ein! Wir brauchen uns nicht einzubilden, dass wir uns mit alten Gewohnheiten, alten trennenden, isolierenden und ausgrenzenden Mustern und Verhaltensweisen irgendwie doch in die neue Dekade einschleichen und diese Strukturen in die nächsten 10 Jahre „hinüberretten“ könnten.

Der Gesamtorganismus Leben zeigt uns dies gerade in aller Eindeutigkeit. Der will uns weder „umbringen“, noch auf andere Weise existenziell „an den Rand bringen“. Wir bekommen nur alle genau was wir brauchen und damit meine ich mit Sicherheit nicht „in Not zu kommen“! Stattdessen geht es darum, die jeweils ganz persönliche Einsicht zu gewinnen, was es an Heilung in unserer ganz persönlichen Beziehung zum Leben braucht. Dann brauchen wir auch nicht zu somatisieren, sprich sich mit dem Corona-Virus auf der manifestierten Ebene zu infizieren. Dann kann sich auch im Kollektiv Menschheit diese Pandemie ganz einfach wieder auflösen, denn die entscheidenden Schritte im Bewusstsein, im Miteinander, im Zusammenhalt, im Mitgefühl werden getan.

Hierzu nur zwei Beispiele. Es gäbe noch viele mehr:

  1. Zu Zeiten Mutter Theresas war bekannt, dass erstaunlicherweise ihre Helferinnen, welche sich ja mit ihr zusammen überwiegend um Kranke und Notleidende in Epidemiegebieten kümmerten, nur mit wenigen Ausnahmen gesund blieben! Sie hatten nicht haufenweise, darauf vorbereitete Antikörper in ihrem System, sie waren nicht alle vorsorglich geimpft! Nein, sie traten in liebevolle und mitfühlende Beziehung. Das war die eigentliche Heilung, hat ihre Ausstrahlung gestärkt und sie so ganz selbstverständlich geschützt.
  2. Sicher habt ihr schon einmal in einem trockenen Sommer, auf einer breiten, asphaltierten Straße, ein totgefahrenes Tier gesehen. Es liegt dort vielleicht schon seit vorgestern und da niemand den Tierleichnam beiseite in die Natur gebracht hat, findet die Natur deutlich sichtbar mitten auf dem Asphalt statt: Unzählige Maden tun ihr transformierendes Werk. Woher sind sie gekommen?! Wohl kaum einen für sie viel zu langen Weg über den trockenen und heißen Asphalt. „Schlummerten“ sie bereits im Körper, wurden erweckt und haben sich ruckzuck haufenweise vermehrt?! Nehmen wir einmal an, so wäre es, dann müssten sich, nachdem das ganze Tier verspeist wurde, eine Heerschar fetter, vollgefressener Maden auf den Weg in die Natur machen, denn auf dem Asphalt gibt’s ja nichts mehr zu holen. Da sind nur keine Madenleichen zu finden, welche nicht schnell genug den Weg über den Asphalt in die Natur gefunden haben. Es ist ein Phänomen. Die Maden erscheinen aus dem scheinbaren Nichts und verschwinden wieder im scheinbaren Nichts. Auch das ist eine Wirkungsweise des so unfassbar komplexen Immunsystems. Es kann so unendlich viel mehr, als wir ihm zutrauen. Es wird offensichtlich Zeit, ihm wieder umfassendes Vertrauen zu schenken und damit genauso uns selbst, der unglaublichen Intelligenz unseres Körpers.

„Wir haben aber noch keine Antikörper gegen den Corona!“ Lassen wir sie doch auftauchen! In Form der Heilung unserer Beziehungen, wo diese im Mangel sind.

Mangel ist gerade die Medizin

Mangel an freier Bewegung, Mangel an Einkommen, Mangel an „stabiler Gesundheit“, Mangel an ausreichendem medizinischem Personal, Mangel an Betreuungskräften, Mangel möglicherweise an Lebensmitteln, Mangel an Kommunikation usw.. Der deutlich spürbar gemachte Mangel stößt uns mit der Nase darauf, wo es im Argen liegt. Er selbst ist die Medizin zur fehlenden Erkenntnis.
In der Chronik des Altertums wird die Krankheit Tsora’at beschrieben. Der Aussatz. Samuel Hahnemann beschreibt, wie sich daraus in der Menschheitsgeschichte die Psoriasis entwickelt hat, mit ihre Grundsymptomatik des Mangels, des Weniger. Damit wollte sich die Menschheit schon im Altertum weder infizieren noch identifizieren. Darum wurden die Erkrankten isoliert und konsequent ausgesetzt und daher dieser Beiname für die Lepra.

Die „Erkrankung“ war allerdings schon längst vor dem Auftauchen der Tsora’at geschehen. Im Geist, in der Psyche, in der Leugnung der Einheit. In der Kreation von Trennung entsteht Mangel. Mangel in der Beziehung zum wahren Leben.

Auferstehung Isenheimer Altar

Die Antoniter, eine im Elsass ansässige Laienbruderschaft, widmete sich insbesondere den an der Mutterkornvergiftung erkrankten Menschen. Es wird berichtet, Matthias Grünewald wäre beauftragt worden, die Tafeln für den „Isenheimer Altar“ für die Heilung der Kranken zu malen. Der Isenheimer Altar besteht nicht nur aus der krönenden, abschließenden Tafel des auferstandenen Christus. Die Tafeln zeigen den eigenen Prozess des Matthias Grünewald, wie er sich traute, in aller Gründlichkeit mit diesem Krankheitsbild in Beziehung zu treten. Sein im Altar manifestiertes In-Beziehung-treten, soll nicht nur die Mutterkornvergiftung der betroffenen Gemeinden geheilt haben, auch heute noch kann jede und jeder in einer ruhigen Stunde, bevor die Touristenströme im Museum eintreffen, die enorme Heilwirkung dieser Altartafeln erfahren.

Zurück in die Einheit mit dem Christusbewusstsein, die Heilung der Beziehung zum wahren Leben, mitten im ganz irdischen Leben, ist das, was mir für uns alle am Herzen liegt.

Es ist ganz still da draußen in der Welt, wie wenn unsere Erde für einen Moment den Atem anhält.
Hört ihr die Stille, fühlt ihr darin die Liebe des Universums?

Herzensgrüsse, ganz in diesem Sinne
Ortlieb
Im März 2020

Quellenhinweis: „Der Auferstandene“, Isenheimer Altar, Unterlindenmuseum Colmar, Lizenz Alamy MBRAWM

Die neuen MerKaBa- und weiteren Seminare in 2020 findest du auf meiner Webseite: https://www.shamans-of-the-new-world.de

Ortlieb Schrade

Über mich: Seit 1982 arbeite ich mit Leib und Seele als spiritueller Lehrer und Psychotherapeut mit holistischem Ansatz. Für mich bedeutet das, den Menschen als ganzes und unteilbares Wesen wahrzunehmen und alle das menschliche Wesen betreffenden Aspekte in einem lebendigen Zusammenhang zu sehen. Meinen Zugang zur Akasha-Chronik habe ich bereits “in dieses Leben mitgebracht”. In meinem beruflichen Werdegang, als meine Aufgabe als MerKaBa-Lehrer dazukam, machte ich die erfreuliche Erfahrung, wie ungemein förderlich ein aktiviertes MerKaBa-Feld für eine lebendige Verbindung zur Akasha-Chronik ist. Mit meiner Ausbildung zum Akashic Record Consultant bei Gabrielle Orr habe ich ergänzend eine sehr sinnvolle Form für die Verbindung zur Akasha-Chronik erhalten.

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5 Kommentare zu “Das Immunsystem

  1. Danke lieber Ortlieb, so ist es

  2. Ich bin jetzt schon 68 Jahre in diesem Leben – und wenn ich ehrlich zurückblicke, dann habe ich in dieser ganzen Zeit nicht eine Krankheit wegen einer “Ansteckung” bekommen, auch wenn mir das im Moment natürlich nicht so bewusst war.
    Es ging immer um Entwicklung, ob das nun ‘meine’ Masern mit 33 waren oder mein maasiver Hexenschuss mit 66 oder oder…. Es ging immer um Veränderungen, die ich über längere Zeit verschleppt hatte.
    Und es waren letzten Endes immer sehr hilfreiche Erlebnisse!

  3. Avatar Brigitte sagt:

    Deine Worte haben mir soeben einen positiven, kraftvollen Einstieg in den heutigen und die kommenden Tage beschert.Vielen Dank und alles Liebe und Gute für dich!

  4. Avatar Viola sagt:

    Vielen lieben DANK für dieses eindrückliche ERINNERN!!!
    Der Text, Ihre Vertextung erlaubt mir/uns, etwas anders auf die gegenwärtigen
    maßgeblichen Vorkommnisse zu schauen…
    In Dankbarkeit –
    Viola

  5. Avatar Madlen sagt:

    Wunderbar erklärt, erst letzte Woche hat mir meine Freundin”Gabriele Orr” ans ❤️ gelegt, jetzt taucht dieser Name wieder auf. Ich recherchiere…
    Danke Ortlieb!!!!

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