Rücklicht: Zum 100. Geburtstag von Erich Fried


Einer meiner Lieblingsdichter, dessen Gedichte mein Leben liebevoll halten. Erich Fried, engagierter Humanist und humorvoller Sprachkünstler wäre am 6. Mai 2021 stolze 100 Jahre alt geworden.

Der österreichische Lyriker (1921-1988) floh 1938 vor den Nationalsozialisten aus Wien. Als Emigrant wurde er zu einer der markantesten Persönlichkeiten des österreichischen Geisteslebens. Besonders geachtet als Dichter wurde er in Deutschland. Sein Verhältnis zu Österreich war bis zu seinem Tod ambivalent (Film von Danielle Proskar, 2021).

Gedichte und mehr auf der Webseite

Alle Bücher hier.

Hier Erich Frieds vielleicht bekanntestes Gedicht:

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

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Ein Kommentar zu “Rücklicht: Zum 100. Geburtstag von Erich Fried
  1. Rolf Eder sagt:

    Nomen est Omen! Sein Name wie sein Leben waren seine Botschaft und die hat vielen seinerZeit gar nicht so gut gefallen… Danke, liebe Bettina, für die Hommage an einen Einzigartigen, der damals wie heute in keine Schublade passt(e)!

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