Die Unbeugsamen


„Politik ist eine viel zu ernste Sache, um sie allein den Männern zu überlassen.“ (Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972). Angesichts der Anfeindungen gegenüber der Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auch aktuell mal wieder zu überpüfen, was von Vorurteilen gegenüber Frauen in der Politik noch heute in unseren Köpfen steckt…

DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung.

Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner („Angela Merkel – Die Unerwartete“) eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung geglückt. Die Bilder, die er gefunden hat, entfalten eine Wucht, die das Kino als Ort der politischen Selbst- vergewisserung neu entdecken lässt. Ein erkenntnisreiches Zeitdokument, das einen unüberhörbaren Beitrag zur aktuellen Diskussion leistet.

Hintergrund: Als Torsten Körner 2015 anfing, DIE UNBEUGSAMEN zu entwickeln, war noch nicht absehbar, dass die amerikanischen Präsidentschaftswahlen einen offen frauenfeindlichen Präsidenten ins Weiße Haus bringen würden. Der Weinstein-Skandal und die bis heute andauernde #MeToo-Debatte um Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt wie auch der Aufstieg von Populisten, Autokraten und Clownspolitikern lag noch vor uns, als Körner sich auf eine außergewöhnliche, einzigartige filmische Zeitreise begab. Mitreisende sind zahlreiche Pionierinnen der Bonner Republik, die er an ihre alten Wirkungsstätten einlud, um sie zu interviewen – darunter Herta Däubler-Gmelin (SPD), Marie-Elisabeth Klee (CDU), Ursula Männle (CSU), Christa Nickels (Die Grünen), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Renate Schmidt (SPD) und Rita Süssmuth (CDU). Historische Aufnahmen zeigen darüber hinaus politische Größen wie Aenne Brauksiepe (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP), Waltraud Schoppe und Petra Kelly (Die Grünen). Eindrucksvoll und inspirierend schenkt der facettenreiche Rückblick in die westdeutsche Vergangenheit wertvolle Impulse für die Gegenwart und die Zukunft.

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9 Kommentare zu “Die Unbeugsamen
  1. Frau Baerbock wurde nicht angefeindet – sondern sie hat sich mit falschen, sich selbst überhöhenden biografischen Daten präsentiert, sich öffentlich damit gebrüstet, „noch nie gearbeitet“ zu haben und sich in unzähligen fachlichen Diskussionen als überraschend uninformiert gezeigt ….

  2. Maria sagt:

    Meine Lieben,
    ich finde es sehr schade, aber es war wohl nur eine Frage der Zeit, dass sich euer newsletter nun auch mit „System-Themen“ beschäftigt. Ich habe persönlich auf sehr vielen Seiten gelesen, gesehen und erfahren, dass man das Thema „Unterdrückung der Frauen“ auch auf eine wundervolle, weibliche und sehr kraftvolle Art behandeln kann ohne zu polarisieren, zu trennen. Wir Frauen brauchen nicht mit dem Finger auf irgend jemanden zu zeigen um Stärke zu beweisen. Es ist im Gegenteil, die verwundete, beleidigte und überhebliche Frau, die aufschreit. Wer immer diesen Beitrag gestaltet hat, darf sich wohl selbst mit der Heilung der eigenen Weiblichkeit beschäftigen. Ich wünsche dafür von Herzen das Beste! Ich persönlich werde mich von diesem newsletter nun abmelden, da ich diese Energien nicht sinnvoll nutzen möchte. Herzliche Grüße und alles Gute für euch!

    • Liebe Maria, ich denke, dass es in den kommenden Zeiten nicht mehr um ein entweder oder, sondern um eine sowohl als auch geht. Ich fände es schade und wenig hilfreich, wenn wir etwas radikal abschneiden, wenn uns gerade mal eine Meinung ein Artikel nicht passt. Das ist Diversität, das ist Diskurs, den wir so dringend brauchen – sonst geht es weiter in eine ungute Trennung. Und wir können am Ende nur gemeinsam wachsen. In diesem Sinne Danke für Deinen Beitrag und ich hoffe es wird nicht der letzte sein! Alles Liebe.

      • Das empfinde ich ebenso, liebe Bettina. Wir sind dabei das ‚Sowohl-als-auch‘ und das neue WIR zu gebären und gehen dabei ALLE durch (oft heftige) Geburtswehen!
        Ich perönlich habe die newslichter in all den Jahren niemals polarisierend oder mit dem Finger auf etwas oder jemanden zeigend (im Sinne von verurteilen) erlebt… ganz im Gegenteil!!!
        Und manchmal braucht es unseren Finger, um auf etwas (z.B. unrechtes) aufmerksam zu machen… und das mag sich anfühlen, als würde jemand den den Finger in (m)eine Wunde legen.
        Nur was ich sehe und fühle, kann ich zu mir nehmen und heilen… das ist meine ganz persönliche Erfahrung mit all meinen Wunden und Themen und wünsche mir nichts sehnlicher als HEILUNG für alle Wesen!!!

        In diesem Sinne wünschen uns ALLEN eine heilsame Zeit!
        Alles Liebe, Johanna

  3. Heinrich Grauss sagt:

    Liebe Leute die momentane Zeit fordert uns alle.
    Vor einigen Tagen ist mir aufgefallen das ich weniger höre. Laut Hörtest sind die Ohren okey, aber es wurde mir erklärt, das durch Stress oder wenn man zu viel um die Ohren hat, das Gehör auch nachlassen kann. Nun ich bin Lkw Fahrer und habe viel Zeit um auf you tube diverse channelings oder auch kritische Seiten anzuhören. Und ich glaube nun, das dies wirklich der Grund für das nachlassen des Gehöres ist. Wir müßen alle viel mehr nach innen gehen und dann wird auch das Außen zur Ruhe kommen. Oder zuerst nach innen fühlen und dann erst einen Kommentar abgeben. Ich glaube ja schon fast, das es im Außen sooo wild und verrückt werden muß damit wir zur Innenschau gezwungen werden.
    Ich bitte jeden hier, fühlt in euch hinein bevor ihr was postet oder verschickt es nicht sofort, nach einer Weile, wenn sich die Wut verzogen hat, sieht man wieder klar und handelt ganz anders,….
    Alles, alles Liebe euch Allen.

    • Lieber Heinrich, du sprichst mir sehr aus dem Herzen. Ich praktiziere das ‚Nach-innen-lauschen‘ seit ein paar Monaten sehr intensiv… noch mehr als je zuvor und dort höre und spüre ich ‚Wahrheit’… meine Wahrheit!

  4. Ruth sagt:

    Liebe Bettina,
    Ich habe den Film gesehen, mit einer Freundin, die Mitte 20, also fast 20 Jahre jünger ist als ich.
    Es war sehr spannend, weil ich all die Typen und Themen ja erlebt habe (die „Kohlära“) und sie kaum…
    Dennoch waren wir beide schockiert über diese rein männliche Sicht auf Leben und Politik und es tat gut zu erkennen, wieviel sich durch mehr Frauen in der Politik verändert hat – wie wichtig Diversität IST und die Abbildung der Lebensrealität in der Politik.
    Wie könnten wir in die Zukunft planen, wenn wir nicht den Weg kennen, den wir gekommen sind…
    Und persönlich habe ich ein neues Bild von Hannelore Kohl bekommen, die ich nur als „kleine Frau im Schatten des dicken Mannes“ wahrgenommen hatte… auch das ein Bild, das durch eine patriarchialisch dominierte Presse von ihr gezeichnet wurde 🙁
    Fazit: (Politik)Geschichte aus weiblicher Sicht erzählt erweitert den Blickwinkel 🙂

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