Zum Weltfriedenstag

Inmitten von Hass fand ich eine unbesiegbare Liebe in mir.

Im Tal der Tränen fand ich ein unbesiegbares Lächeln in mir.

In der Mitte von Chaos fand ich eine unbesiegbare Ruhe in mir.

Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst,
dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.

Und das machte mich glücklich.

Zeigte es doch, wie hart auch immer die Welt mich bedrängt,
das da etwas in mir ist, etwas Größeres, etwas Besseres, das es zurück drängt.

Diese wunderschöne Sätze stammen aus einem Spätwerk von Albert Camus. Er ist zu finden in der Sammlung autobiographischer Essays mit dem Titel „Heimkehr nach Tipasa“. Acht Essays, die Camus nach seiner Pariser Zeit in seinem Heimatland Algerien geschrieben hat. Die meiste Zeit seines viel zu kurzen Lebens hat er in seiner algerischen Heimat verbracht. Der Band „Heimkehr nach Tipasa“ ist im französischen Original im Jahre 1953 erschienen, also etwa drei Jahre vor der Verleihung des Literaturnobelpreises und sechs Jahre vor dem Tod des Schriftstellers durch einen tragischen Autounfall.

Sharing is Caring 🧡
Posted in Herzlichter Verwendete Schlagwörter: ,
3 Kommentare zu “Zum Weltfriedenstag
  1. Debora sagt:

    DANKE dafür!!!

    Ich spüre in diesen Tagen eine große Müdigkeit und auch Traurigkeit über all die Kämpfe, die es gibt auf dieser Welt. Ich bin des Kampfes lange müde, des Verteidigens vom Bekämpftwerden. Auch darüber wo ich be- oder gekämpft habe in meinem Leben spüre ich Traurigkeit und auch da wo es gerade nicht zusammenfinden kann in Beziehung, weil noch etwas trennt. Wieviel Energie geht uns dabei verloren mit der wir gemeinsam so wundervolle Dinge kreieren könnten, jeder mit seinen Gaben, alles an seinen Platz rückend, wie ein Quilt, der aus vielen wunderschönen Quadraten zusammengefügt wird.
    Aber es gibt auch viel Hoffnung in mir für diese Zeit. Mein Heilungsbild in den letzten Jahren und tiefe Sehnsucht war und ist immer ein Kreis von Menschen (ums Feuer)…
    Heilkreise auf der ganzen Welt: Frauen für Frauen, Männer für Männer und Frauen und Männer, die einander wieder erkennen…
    Mögen wir das Licht in uns wieder finden „den unbesiegbaren Sommer“

  2. Miriam sagt:

    Wie schön, diesen Text zu entdecken! Und ich freue mich, zu erfahren, dass Albert Camus aus Algerien kam. Seltsam genug, aber darüber hat in Schulzeiten nie einer ein Wort verloren. Über die Größe seines Werkes sehr wohl, nicht aber über die erste Heimat dieses erfolgreichen französischen Schriftstellers.

    Schöner Anlass, zu entdecken, dass Albert Camus Familiengeschichte (Herkunft und Wege seiner Eltern und ihrer Vorfahren) und auch sein eigener Lebensweg wie so oft eine ungeahnte Fülle an Vielfalt in sich tragen.

  3. Brigitte sagt:

    In mir…mein wahres SELBST….nie bedroht…unantastbar…ewig…vollkommen…glücklich….
    🌺

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Dein Kommentar wird nach der Prüfung freigeschaltet. Bitte beachte, Einschätzungen und Meinungen in Ich-Form zu formulieren und die AutorInnen zu wertschätzen. Nicht identifizierbare Namen (Nicknames), Kommentare ohne erkennbaren Bezug auf den Inhalt des Artikels und Links zu nicht eindeutig verifizierbaren Seiten bzw. zur Eigenwerbung werden grundsätzlich nicht freigeschaltet.