Gute Geschichte: Balancia

Lesezeit 8 Minuten –

Foto: Jumana Mattukat Gott rief seine Engel zu sich. „Liebe Engel, ich bin besorgt. Ich spüre starke Anomalien auf der Erde.“ Einem der Engel entfuhr spontan: „Das ist doch nicht Neues auf diesem Planeten.“
„Das stimmt und dennoch ist die Polarität so stark wie nie“, entgegnete Gott.
„Die Menschheit steht zwar kurz vor der Möglichkeit zum Durchbruch in die Verbundenheit und ich dachte bisher, sie schaffen es alleine, aber ich bin mir augenblicklich nicht sicher, ob sie etwas mehr Hilfe von uns benötigen.
Daher möchte ich, dass einer von Euch sich dorthin begibt, um sich ein Bild zu verschaffen.“ Er schaute in die Runde seiner geliebten Engelschar. Sein Blick blieb auf einem Engel ruhen.
„Balancia, wärest Du so lieb, das zu übernehmen? Deine ausgleichenden Fähigkeiten halten dem Feld der Polarität sicherlich am besten stand und Du kannst uns aus Deinem balancierenden Wesen heraus berichten, welche Pole derzeit so stark wirken.“

Balancia spürte die Wichtigkeit ihrer Mission, machte sich bereitwillig auf den Weg und landete im Januar 2022 auf der Erde. Ihr besonderes Gespür ließ sie schnell die entscheidenden Menschen finden. Diejenigen, die ihr auf Anhieb die extremen Pole vermittelten. Sie beobachtete sie aus der Nähe. Sie hörte ihnen auf irdische Art zu und verschaffte sich danach auf Engelart einen Gesamtüberblick, in dem sie das kollektive Bewusstsein mit einem Atemzug vollständig in sich hinein sog. So erledigte sie den göttlichen Auftrag in aller gebotenen Eile und kehrte zurück in die Runde der Engel und Gott.

Er fragte: „Was kannst Du uns berichten?“
Balancia antwortete mit einer tiefen Ernsthaftigkeit: „Unsicherheit, Angst und Hass haben sich ausgebreitet. Die Menschen fühlen sich wie in ihren Kriegen. Dabei geht es diesmal nicht um Landbesitz, Ressourcen oder Religionen. Diesmal geht es um einen Virus.“

Sie machte eine Pause, so dass die göttlichen Wesen verinnerlichen konnten, welche Bedeutung ein Virus für Menschen hat.

„Sie denken unterschiedlich darüber, wie sie mit dem Virus umgehen wollen und haben sich dadurch in zwei Lagern eingerichtet. Die einen wollen das Virus bekämpfen, die anderen mit ihm koexistieren. Diese beiden Pole zeigen sich am deutlichsten bei dem, was die Menschen Impfung nennen. Die einen wollen, dass alle sich impfen lassen; die anderen wollen das nicht.
Fast alle Energie der Menschen ist auf diese Frage gerichtet. Dadurch ist die Polarität so extrem. Die geringste Zahl der Menschen versucht sich darin, in der Balance zu bleiben. Die Erde gleicht einer Wippe, die keinem der Wippenden mehr Spaß bereitet.“

„Und wie schätzt Du es ein wenn Du es mit Deinen früheren Besuchen auf der Erde vergleichst?“
Balancia sinnierte einen Moment über ihre vergangenen Ausflüge nach: „Nun, es ist erstaunlich. Sie nutzen in diesem Konflikt kaum körperliche Gewalt, nur Worte und Gedanken. Ihr Transportmittel sind ihre technologischen Verbreitungswege und dennoch sind in ihren Körpern ähnliche chemische Reaktionen zu finden wie in den Körpern zu Zeiten von Kriegen. Ihre Körpersysteme scheinen mir vollkommen durcheinander.

Das hat mich einerseits besorgt, weil es so scheint als würden die Pole so weit auseinander gehen, dass ihr gesamtes Feld zu zerreißen droht. Gleichzeitig habe ich gespürt wie stark und wirksam ihre Worte und Gedanken inzwischen sind und wie weit sich ihre geistigen Fähigkeiten entwickelt haben. Die Evolution ist voran geschritten. Darin liegt ein großes Potential. Noch nutzen sie es vornehmlich für Gedanken, die sie eher lähmen und ängstigen, aber sie könnten es mit der individuellen Entscheidung selbst so umlenken, dass daraus lebensdienliche Gedanken entstehen könnten.“

Gott hakte nach: „Und was empfiehlst Du nun aufgrund Deiner Beobachtungen? Sollen wir eingreifen und ihnen einen göttlichen Funken in ihren Geist hineingeben, so dass sie zur Ruhe kommen können?“ Er atmete hörbar schwer.

„Du weißt, dass ich das nicht leichtfertigen tun würde. Ich habe den Menschen nicht ohne Grund ihren freien Willen geschenkt. Ich würde sie auch gerne weiterhin in ihrer freien Entfaltung lassen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich manchmal selbst über meinen Mut in dieser Angelegenheit wundere und mein Verhalten in manch zweifelnder Stunde sogar schon fahrlässig fand.“

Balancia dachte eine Weile nach: „Ich denke schon, dass sie Hilfe brauchen. Allerdings habe ich eine Idee bevor wir kurz vor knapp, jetzt, wo der Durchbruch so nah wie nie scheint, mit einem göttlichen Funken so stark eingreifen, dass wir die Vollendung Deines Lebenswerks beeinträchtigen. Ich habe die Idee eines sanfteren Eingriffs.“
Sie machte eine Pause und genoss es, dass selbst Gott die Spannung der Ankündigung kaum aushielt.
„Was die Menschheit aus meiner Sicht neben Gelassenheit und Vertrauen in Dich als Erste-Hilfe-Maßnahme brauchen könnte, wäre vor allem eines: Empathie.“

Balancia ließ das Wort eine Weile wirken.
„Sie sind zur Zeit ganz besonders fokussiert auf ihre persönliche Position und aufs Recht haben wollen: typisch menschlich eben.“ Sie lächelte bei dem Gedanken an die charakterlichen Herausforderungen des Menschseins und gelangte zu der zärtlichen Erkenntnis, dass hinter dem recht haben wollen auch nur die gute Absicht der Menschen lag, es unbedingt richtig und gut machen zu wollen.

„Es scheint als fühlten sie sich durch das Virus und alles, was es in ihnen auf gesundheitlicher und zwischenmenschlicher Ebene auslöste, sehr stark in ihrer Existenz bedroht. So sind sie die meiste Zeit in ihrem Stammhirn gefangen. Als hätten sich ihre Gehirne seit der Steinzeit nicht weiter entwickelt“

„Mmmh. Interessant. Das würde bedeuten, dass die Evolution auch rückwärts laufen kann…“ Gott machte sich eine Notiz in seinem Buch für die wesentlichen Erkenntnisse über seine Schöpfung.

Balancia fuhr fort: „Ihre Angst hält sie so stark fest, dass es ihnen kaum mehr gelingt, sich in andere hineinzuversetzen. Diese Beobachtung hat mich dazu bewegt, Dir folgendes vorzuschlagen: Wie wäre es wenn Du die Menschen jeweils für 24 Stunden ihres Erdendaseins in dem Menschen leben lassen würdest, den sie am wenigsten mögen oder gar am meisten hassen und dessen Verhalten sie am meisten verachten und am wenigsten nachvollziehen können? Sie würden anschließend mit dem Bewusstsein dieser Erfahrung danach wieder in ihr Leben zurückkehren und würden sich folglich an alles erinnern, was diesen Menschen ausmacht, was ihm am Herzen liegt, wie er denkt, welche Ängste und Freuden er hat, was ihn liebenswert macht, was ihn geprägt hat usw…“

„Hui“: Gott schlug sich auf die Schenkel und lachte auf.. „Der Vorschlag hat´s ganz schön in sich. Das könnte klappen. Vor allem aber gefällt mir die humorvolle Komponente. Das klingt nach einem richtigen Spaß.“ Er ließ die Idee und ihre Umsetzung für einen Moment in sich wirken.

„Balancia, Du hast wirklich gute Arbeit geleistet. Ich danke Dir sehr für Deine Einschätzung und Deinen Vorschlag. So werden wir es tun!“ Feierlich nickte er mit dem Nachdruck, den nur Gott in sein Nicken legen konnte.
„Ich möchte Dir außerdem für Deine Empathie für mich danken. Ich fühle mich sehr gesehen. Du weißt wie wichtig es mir ist, die Menschen ihren Weg alleine gehen zu lassen und nicht mit der letzten Rettung, meinem göttlichen Funken, doch noch alles zu lenken.“

Gott lehnte sich zurück: „Weißt Du, die Menschen machen mir einfach so viel Freude –gerade mit all ihren Ängsten, Zweifeln und Nöten. Ich mag es, dass sie meist nichts von mir wissen wollen und sich dennoch so sehr bemühen, das Göttliche in sich zu finden und das Beste aus sich herauszuholen. Einfach wundervoll! Es hat tatsächlich gereicht, ihnen die Möglichkeit der Erinnerung an ihren göttlichen Kern einzupflanzen und sie frei wählen zu lassen, inwiefern sie sich mit ihm verbinden wollen. Sie sind mir mit ihrer vollkommenen Unvollkommenheit über die Jahrmillionen so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihnen schenken möchte, dass sie von selbst und aus sich heraus vollständig erwachen. Stell Dir vor, was das für ein Fest wird! Wenn sie erkennen, dass sie die reine Liebe sind.“

Gott strahlte begeistert und auch Balancia lächelte bei dieser Vorstellung von strahlendem Licht in jedem einzelnen Menschen, von Liebe und von Erkenntnis glücklich vor sich hin: „Ich kann es kaum mehr erwarten.“ sagte sie leise.

Sie nahmen sich an die Hände.

„Bald ist es soweit.“ beruhigte sie Gott. „Sie werden es schaffen. Ich bete jeden Tag dafür.“
Und dann machten sie sich ans Werk. Gemeinsam sendeten sie den verabredeten und entscheidenden Empathie- Impuls auf die Erde. Neugierig blickten sie zur Menschheit und warteten vertrauensvoll ab, was nun geschehen würde…….

Hier auch als mp3 zum Download und Nachhören.

Jumana Mattukat

Jumana Mattukat begleitet in tiefgehenden Coachings Menschen zu ihrer Essenz. Gemeinsam mit ihrem Partner Matthias Jackel bietet sie in Form von Seminaren an einem Kraftort mitten im Wald das Erleben von neuen Wegen als Mensch in Paarbeziehung und als Mensch in Gemeinschaft.
www.steigerhaus.jetzt
www.jumanamattukat.de

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12 Kommentare

  1. Wow, hab Tränen in den Augen und Gänsehaut. Spüre viel Bewegung in mir. DANKE euch dafür – ihr drei Musketierinnen oder wie würden sie weiblich heißen? 😉 🙂 💖 💖 💖

    • Musketierinnen gefällt mir gut und einen D`artagnon hatten wir auch dabei. 😉
      Es berührt mich, Dich berührt zu haben!

  2. Wundervoll, weise, inspirierend, emphatisch! Ich werde die Geschichte weiterleiten.an Menschen, die noch sehr in der Polarität stecken. Es wird ihnen helfen! Danke!!!!!

  3. Die Trennung erfahre ich als sehr positiv. Endlich komme ich weiter. Lerne viele neue und nette Freund*innen kennen, die mich verstehen und, die ich verstehe. Es ist eine Zeit der Klarheit. Die Masken sind gefallen. Wir leben schon im Paradies. In unserer neuen Welt. Heile, heile.

    • Lieber Wim, ja, das mit der Klarheit und den gefallenen Masken empfinde ich auch so. Und auf einer Ebene sind wir (dennoch oder gerade dann?) verbunden.
      Heile heile und ich gebe noch einen Segen oben drauf. 😉

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