Die Todesliste des Bären

Lesezeit 1 Minute –

Große Aufregung im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich, wer denn nun da draufsteht. Als Erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn: „Entschuldige Bär, eine Frage: Steh ich auch auf deiner Liste?“

„Ja“, sagt der Bär, „du stehst auch auf meiner Liste.“

Voller Angst dreht sich der Hirsch um und läuft weg. Und tatsächlich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.

Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr und die Gerüchteküche auf die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt.

Das Wildschwein ist das nächste Tier, dem der Geduldsfaden reißt und darauf den Bären aufsucht, um ihn zu fragen, ob es auch auf der Liste stehen würde.
„Ja, auch du stehst auf meiner Liste“, antwortet der Bär.
Verschreckt verabschiedet sich das Wildschwein vom Bären. Auch das Wildschwein fand man nach zwei Tagen tot auf.

Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur das Häschen traut sich noch zum Bären.

„Hey Bär, steh ich auch auf deiner Liste?“
„Ja, auch du stehst auf meiner Liste!“
„Kannst du mich da streichen?“
„Ja klar, kein Problem!”

Autor unbekannt

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20 Kommentare

  1. Danke für diese Geschichte – aber ich verstehe sie nicht. Was soll diese Gescichte sagen? Soll man Putin einfach mal um Beedigung bitten? Etwas naiv… der Sinn ist mir verborgen. Sich nicht dem Schicksal hingeben, tja, das versuchen wir doch alle – das Beste zu erreichen…komische Geschichte…und deprimierend ob der Toten…

  2. Kommunikation ist alles: Die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt stellen hilft. Und wie immer bei einer Fabel gibt es eine Menge von Deutungsmöglichkeiten je nach eigenem Fokus. Ich habe mich zum Beispiel auch gefragt, ob es die Liste überhaupt gibt oder es nur ein Gerücht ist, ohne das garnichts passieren würde…

  3. ….es wird auch nirgends gesagt, dass Hirsch und Wildschwein durch den Bären gestorben sind.
    Gedanken machen viel….

  4. für mich sind Hirsch und Widschwein aus Angst vor dem Bären gestorben, an ihrem eigenen Kopfkino sozusagen…..

  5. danke bettina,
    ich liebe fabeln und hab jetzt köstlich gelacht.
    ja, manchmal kann die lösung so einfach sein. 🤗

  6. Wunderbar, ich liebe diese Geschichte. Immer aufs Neue macht sie mich lachen. Denn sie erzählt mir von der Natur der Angst. Von der Eigenart der Panik. Die keine andere Perspektive in mir zulässt als das Schlimmste, in meiner Vorstellung schon geschehene als wahr anzunehmen. Erkenne mich da in Hirsch und Wildschwein. Die beide des Bären Antwort als festgeschrieben, als unveränderlich und wahr annehmen. Der Hase, den wir so gern als ängstlich annehmen, erinnert mich mit dem Aussprechen seines Wunsches, seiner Sehnsucht zu leben, daran, dass ich nach Lösungen schauen darf. Fragen stellen, weiteratmen. Schauen, was ich tun oder lassen kann, das mich lebendig sein lässt. Das dem Leben dient.

  7. Genau, Gedanken machen so viel.
    Ich habe z.B. mal gelesen, in Gegenden mit Giftschlangen sterben manche Menschen nicht am Gift der Schlangen sondern am Schock über den vermeintlich tödlichen Biß oder sogar am Gegengift. Weil nämlich die Giftschlangen extrem sparsam mit ihrem Gift haushalten und Menschen nicht zu ihren Beutetieren gehören. ;-))

  8. Gott, was für ein Lachglück heute morgen 😂😂 😂 Danke Bettina!! Wunderbare Geschichte, die merk‘ ich mir. Und hier noch Einstein dazu, für alle, die sich gerade den Kopf darüber zerbrechen, wie das denn in der Wirklichkeit geht….
    „Alles ist Energie, und dazu ist nicht mehr zu sagen.
    Wenn du dich einschwingst in die Frequenz der Wirklichkeit, die du anstrebst,
    dann kannst du nicht verhindern, dass sich diese manifestiert.
    Es kann nicht anders sein. Das ist nicht Philosophie. Das ist Physik.“
    Happy 2023)))
    Albert Einstein

  9. Mir gefällt diese Fabel…, habe gelächelt. Zeigt sie doch offenkundig „wählbare“ Fragen zur rechten Zeit; eine sinngebende Erinnerung. Der letzte Satz hätte für mich gerne „Na klar“ sein dürfen ohne das Wort P., dass millionenfach am Tag ausgesprochen wird.

    „Jeder Gedanke, den Sie denken, und jedes Wort, dass Sie aussprechen,
    ist eine Affirmation“. Louise L. Hay

  10. … und Angst ist die schlechteste Beraterin, die das Hirn mit Gespinsten vernebelt.

    Für mich hält die Geschichte keine Assoziationen zu Putin bereit.
    Für mich erzählt die Fabel einen möglichen Ausweg aus blockierenden Ängsten und erinnert mich an den Weg, den ich vor 20 Jahren zu gehen begonnen habe, um aus meinen Panikattacken in ein neues Leben zu starten.
    Ich habe mutig hingeschaut und die richtigen Fragen zu stellen gelernt!
    Das hat mich befreit – übrigens auch von einer Art Todesliste, denn suizidale Gedanken haben mich in diesem Prozess lange begleitet.

    Ich wünsche uns allen eine inspirierende und friedvolle Auseinandersetzung mit den Fragen des Lebens.

    Herzensgrüße
    Imke

  11. Frechheit siegt, oder? Wagnis und Mut siegen doch immer wieder am Ende des Tages. Herrliche Geschichte. Vielen Dank dafür. 🙂

  12. Eine wunderbare Geschichte. Ich habe so gelacht und sie zeigt die Macht unseres Geistes auf, dass wir das wahr machen, woran wir glauben. Danke dafür!!!🙏❤️

  13. Eine tolle Geschichte mit einem unerwarteten Ende. Ich nenne das „um die Ecke denken“. Wie bei Schach, Damen oder Rummycub. Aus dem alten Pfad treten und „neu“ sehen/denken. Mit unserem ewigen Potential ist ALLES möglich. Und, manchmal ist es so einfach.<3 <3

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