Die Sehnsucht nach Weltfrieden stillen

Lesezeit 4 Minuten –

Von Gabriele Feile. An den diesjährigen Ostermärschen haben in Deutschland weniger Menschen teilgenommen, als zu Zeiten des Kalten Krieges. Obwohl der Krieg in Europa real und brutal ist. Bedeutet dies, dass wir uns an den Krieg schon gewöhnt haben? Oder ist uns der Frieden nicht so wichtig wie andere Dinge?

Ich bin sicher, dass alle Menschen den Frieden jedem Krieg vorziehen. Wir alle sehnen uns nach einer Welt ohne Gewalt, in der wir frei und friedlich miteinander leben können.

Dennoch fällt es uns schwer, eine Verbindung zwischen uns selbst und dem Frieden in der Welt herzustellen. Zu komplex sind die Zusammenhänge – und zu groß scheint die Verantwortung.

Die Perspektive erweitern

Beobachtet man die Entscheidungen und die Berichterstattung rund um die Gewalt in der Ukraine, wird deutlich, dass der Fokus deutlich auf den äußeren, sichtbaren Konflikten liegt. Selbst lupenreine Pazifisten befürworten mittlerweile die Lieferung von Waffen an die Ukraine, weil sie keine friedliche Lösung für den russischen Angriffskrieg sehen.

Gewalt wird verurteilt und mit Gewalt beantwortet. Es ist eine Symptombehandlung, die weitere Verletzungen hervorruft und zahlreiche Opfer zur Folge hat. Die Traumata, die der Krieg bei zahllosen Menschen auslöst, werden noch mehrere Generationen lang nachwirken.

Was wäre, wenn neben den Symptomen auch die Ursachen für Krieg und Gewalt in den Mittelpunkt rückten? Diese Ursachen liegen meist viel tiefer als es von Außen den Anschein hat. Sie liegen immer in den Menschen selbst. In uns.

Die Weitsicht von Anne Frank

Anne Frank vertraute ihrem Tagebuch ihre Gedanken, Wünsche und Sorgen an, während sie mit ihrer Familie und anderen Menschen im Amsterdamer Untergrund lebte. In einem Hinterhaus versteckten sie sich, um als Juden den Nazis zu entgehen. Diese pfiffige junge Frau, ein Teenager, schrieb am 3. Mai 1944:

„Warum, wofür ist überhaupt Krieg? Warum können Menschen nicht in Frieden leben? (…)
Warum werden täglich Millionen für den Krieg verwendet, aber für die Heilkunde, die Künstler und auch für die Armen ist kein Pfennig verfügbar? Warum müssen Menschen hungern, wenn in anderen Weltteilen Nahrungsmittel umkommen? Warum sind die Menschen so töricht?
(…)
„Ich glaube (…) solange nicht die gesamte Menschheit eine völlige Metamorphose durchgemacht hat, wird es Kriege geben.“

Metamorphose – eine wundersame Verwandlung

Verwandlungen kommen in der Natur mannigfaltig vor. Besonders faszinierend ist die Verwandlung von Schmetterlingen. Aus den Eiern schlüpfen gefräßige Raupen, deren Lebenszweck lautet: wachsen! Sie bereiten sich auf die entbehrungsreiche Zeit im Kokon vor. Denn dort passiert die wahre Magie: Aus der hässlichen Raupe wird ein wundervoller Schmetterling. Und zwar dann, wenn die Zeit reif ist. Leicht und beschwingt fliegt er durch die Welt, angetrieben durch die Sonne. Das Leben als Raupe ist dem Schmetterling völlig gleichgültig. Er hat es losgelassen, genauso wie die Hülle des Kokons. All das war hinderlicher Ballast.

Mehr Schmetterlinge – mehr Frieden

Auch wir Menschen sind Schmetterlinge, die sich in unterschiedlichen Stadien befinden. Als Raupen bestimmt der Drang nach „mehr“ unser Leben: mehr Haben, mehr Status, mehr Erfolg. Erreichen wir die vorbereitende Heilung und ziehen uns in den Kokon zurück, stellen wir all diese Dinge infrage. Und als Schmetterling stellen wir fest, wie wenig Bedeutung all das noch hat.

Denn jetzt haben wir die Schmetterlingsfrequenz erreicht. Das ist jene magische Schwingung, auf der Menschen ankommen, nachdem sie ihre Metamorphose vollendet haben. Sie haben sich verwandelt, indem sie sich selbst gefunden haben. Jetzt kennen sie ihre wahre Lebensaufgabe und erfüllen sie. Und die Aufgabe erfüllt wiederum sie.

Die Frequenz des Friedens

Negative Emotionen wie Neid, Missgunst oder Hass gibt es nicht auf der Schmetterlingsfrequenz. Kommst du dort an, weicht der Drang zu kämpfen und zu konkurrieren einem Wunsch nach Kooperation und Gemeinschaft. Du erlebst intensiven inneren Frieden und strahlst das aus – im Umgang mit dir selbst und mit deinen Mitmenschen. Es gibt keine unnötigen und sinnfreien Konflikte, nicht im Kleinen und nicht im Großen.

Und jetzt stell dir vor, dass immer mehr Menschen die Schmetterlingsfrequenz erreichen und zu-FRIEDEN sind. Welche Auswirkungen hat das wohl auf den Weltfrieden? Genau die, die Anne Frank sich wünschte.

Schmetterlinge fallen nicht vom Himmel

Um ein Schmetterling zu werden, ist eine Sache Voraussetzung: Entscheide dich dafür! Sobald der Entschluss gefallen ist, läuft alles, wie in der Natur, automatisch ab – wenn auch nicht ohne Schmerzen oder Herausforderungen. Eines verspreche ich dir: Es lohnt sich!

In meinem Buch „Schmetterlinge fallen nicht vom Himmel“, das am 21. Mai 2023 im LebensGut Verlag erscheint, erzähle ich, wie es mir und anderen Menschen auf dem Weg zur Schmetterlingsfrequenz ergangen ist. Das Buch liefert jede Menge Inspiration und lädt dich zum Reflektieren ein. Es ermutigt dich, dich auf den Weg zu dir selbst zu machen und den Schmetterling in dir zu entfalten.

Denn: Frieden beginnt in uns allen – hier und jetzt!

Gabriele Feile ist dafür da, große Zusammenhänge intensiv wahrzunehmen und sie so in Worte zu fassen, dass Menschen sich ermutigt, inspiriert und bereit für Großes fühlen. Für Balance. Und für Frieden. So hat sie die Schmetterlingsfrequenz entdeckt. Ihr Buch „Schmetterlinge fallen nicht vom Himmel“ erscheint im LebensGut Verlag.

Willst du die Botschaft des Buches verbreiten? Dann unterstütze die aktuelle Kampagne bei Startnext: www.startnext.com/schmetterlinge

https://lebensgut-verlag.de/, https://schmetterlingsfrequenz.eu/

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Gastbeitrag
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8 Kommentare

  1. Es kann auch bedeuten, dass Menschen keinen Sinn (mehr) darin sehen, zu marschieren oder zu demonstrieren.

    Und/Aber so wie ich den Artikel verstanden habe, braucht es das ja auch nicht mehr, weil Frieden/ alles im Inneren beginnt…

    Mir fällt es schwer, darauf zu vertrauen, aber noch schwerer fällt es mir, wie früher auf die Straße zu gehen.

    Danke für den Blick!

    • Liebe Andrea,
      danke für deinen Kommentar. Ja, es kann sein, dass Menschen den Sinn in den Friedensmärschen nicht mehr sehen. Es scheint ja nicht zu helfen…
      Den inneren Frieden zu erreichen, ist möglich. Es ist allerdings auch „harte“ Arbeit. Auch er lässt sich mit Diplomatie finden: in Zwiesprache mit sich selbst.
      Herzliche Grüße
      deine Gabriele
      …die mit dem Schmetterling

  2. Wie hochschwingend mir diese Beschreibung der Schmetterlings-Frequenz und ihres Wachsens und Werdens ist! In der Enge der Kokons die noch notwendige Geborgenheit und Sicherheit. Aus ihr sich die – entpuppten – Schmetterlinge gebären. Sich aufschwingen in Licht, Luft, Leichtigkeit und Sonne. Lieben Dank, Gabriele Feile für dies prachtvolle Bild, die ausdrucksstarke Analogie für unser Wachsen und Werden als Menschen der Fülle. Als Wesen voll Liebe, Kooperation, Friedfertigkeit, Verbundenheit. Unser reif werden für die Fülle hochschwingenden Lebens MITeinANDER. Schmetterlingsgruß!

    • „Im Kokon ist ein Schmetterling sicher. Aber dafür sind Schmetterlinge nicht gemacht.“

      Liebe Miriam,
      ohne Kokon gibt es keinen Schmetterling. Die Abgeschiedenheit ist nötig, damit alles heilen kann, was zur Raupe gehört – und alles entstehen kann, was zum Schmetterling gehört.
      Es lohnt sich, den Kokon zu verlassen. Doch wann der richtige Zeitpunkt ist, das können wir nicht selbst bestimmen. Wenn sich die Sollbruchstelle öffnet, schlüpft der Schmetterling.
      Bunte Grüße von der Schmetterlingsfrequenz
      deine Gabriele

  3. Ich glaube, dass schon sehr viel mehr Menschen an ihrem und damit am Weltfrieden „arbeiten“ als uns die sogenannten Massen-Medien vermitteln (wollen).
    Ich kann jedenfalls aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Hoffnung steigt, je mehr ich mich mit dem Frieden in mir beschäftige und Menschen wahrnehme, die das ebenfalls tun.
    Die Bewegungen sind vielleicht nicht immer sichtbar, aber sie sind da!
    Und sie werden ihre Wirkung zeigen, mit jedem einzelnen Schmetterling, der aus dem Kokon schlüpft.
    Danke, liebe Gabriele, für dieses Bild der Veränderung!

    Herzensgrüße
    Imke

    • Liebe Imke,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich stimme dir zu: Viele Menschen arbeiten an ihrem inneren Frieden. Ihr Ziel heißt: zuFRIEDENheit. Das ist etwas beständigeres als das flüchtige Glück, nach dem die meisten „Raupen“ suchen. Ich sehe, dass viele Kokons gerade Schutz bieten für all die Schmetterlinge, die sich ent-falten wollen. Das ist ein Zeichen der Zuversicht.

      Herzlich deine
      Gabriele
      … die mit dem Schmetterling

  4. Nun macht es noch mehr Sinn, dass sich so viele Menschen auf ihr Inneres konzentrieren gerade. Genau das ist der/ihr Konkon! Danke für die wundervolle Verdeutlichung! <3

    • Liebe Andrea,
      genau so ist es. Die Zeitqualität ist dafür da, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf sich selbst. Das ist kein Egoismus, das ist pure Selbstliebe. Je mehr Menschen ihr wahres Selbst ent-hüllen, desto mehr erfüllen ihre Lebensaufgabe. Und die Lebensaufgaben von uns allen harmonieren so, dass wir gemeinsam zur Verwandlung der Menschheit beitragen können. Ist das nicht eine wundervolle Aussicht?

      Schwingende Grüße von der Schmetterlingsfrequenz

      deine Gabriele

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