Was ich werden möchte – eine Bestandsaufnahme

Lesezeit 2 Minuten –

Foto: Pixabay Hm, mit 10 wollte ich Missionarin werden, mit 14 Trommlerin, mit 20 Mutter, mit 40 Pastorin, mit 60 Rentnerin.
Jetzt möchte ich nichts werden, jetzt möchte ich sein.
Was bzw. wer?

ICH, wer immer das ist.
Eine Göttin, eine Seele in einem Körper, eine ältere Frau, eine Großmutter, eine weise Alte – und all das auch nicht.
Keine Schubladen.

Mich jung fühlen und lebendig, oder gelangweilt und alt. Mich gern mögen oder auch nicht.

Oder vielleicht möchte ich doch was werden – oder sein:
Glücklich, liebend, dankbar.
Weiblich, üppig, verrückt.
Wild, weise, spirited.
Handzahm, naiv und langweilig.

Je nachdem.

Alles ist möglich, alles darf sein oder auch nicht.

Geht das?
Mal ja, mal nein.
Mal entschieden, mal unentschlossen.
Mal glücklich und mal deprmiert.

Jedenfalls sehr polar.

Es gibt immer (mindestnes) zwei Seiten in einer polaren Welt, die das oft nicht wissen will.
Genau wie ich – doch das Leben stößt mich mit der Nase drauf.

Und dann ist da noch das Mädchen, dass reich und berühmt werden will und dummerweise nicht weiß, womit.
Das sich besonders fühlt und zugleich unsichtbar.
Das sich wegträumt und nicht weiß wohin.
Und gleichzeitig tut, was von ihr erwartet wird.

Was es werden möchte?

GUT.
GUT klingt gut, klingt richtig und sicher.
Natürlich auch langweilig und ziemlich begrenzt.

Ja, und was willst du wirklich, wirklich werden?
Eine Rednerin, die Menschen begeistert.

Wofür?

Für sich selbst und die unglaublichen Schätze in jeder/jedem.
Für die Vielfalt des Lebens auf der Erde, für die Schönheit der Bäume – kannst du den Duft der Linden eintrinken? -, für die Farben des Lebens, der Blumen, der Käfer.
Für die Fülle des Sommers, den Gesang der Vögel – für den Geschmack des Lebens.

Ja, das will ich wirklich, wirklich.

Heute jedenfalls.

Dorothee Kanitz Ritualleiterin, Meditationsbegleiterin und Frau
www.meditation-spirit-ritual.de

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7 Kommentare

  1. Liebe Dorothee!
    Schon die ersten Zeilen lösen in mir ein „Ja, genau so ist das!“ aus.

    Und für das gelassene Gefühl, dass es auch genau so gut ist, das du mir mit deinen Zeilen geschenkt hast, gehe ich in diesen Sonntag.

    Ja, das will ich wirklich. Heute jedenfalls!
    Das Herz der Kleinen und der Großen ist berührt – DANKE

    Und diese(s) Herze(en) grüßen dich
    Imke

    • Danke, liebe Imke!
      Solches Berühtwerden, Berührtsein und Berühren ist doch das, was wirklich zählt…
      Herzensumarmung, Dorothee

  2. Dorothee! So schön. Ich habe gegrinst und geschmunzelt, sehr oft und sehr heftig genickt. Ja, all das sind wir. Manchmal. Und manchmal nicht. Und viel mehr. Und weniger auch. Auf jeden Fall: Rede! Ich höre Dir so gerne zu. Umarmung. Andrea

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