Schönheit liegt im Herzen des Betrachters

Lesezeit 4 Minuten –

Im Moment kommt mir alles etwas grau vor – obwohl der Regen ja alles so viel grüner gemacht hat. Doch irgendwie hat sich ein Schleier darüber gelegt und ich frage mich, wie ich meine Frequenz wieder erhöhen kann – und ob ich das überhaupt will.

Manchmal geht mir das erheblich auf den Sender, dieses „ich muss nur meine Schwingung erhöhen und alles wird gut“ (okay, das ist etwas vereinfacht, ich gebe es zu) -Gerede.

Ich bin schon ziemlich abstinent mit den öffentlichen Medien und den Zeitungen, doch ich weigere mich auch, ganz in (m)eine Blase abzudriften.

Und so falle ich ab und an in eine depressive Stimmung, ziehe den grauen Schleier um mich und lasse mich in diese Stimmung hineinfallen. Vor allem, wenn die Sonne sich tagelang versteckt.

Ich vertraue darauf, dass ich wieder auftauche und auch darauf, dass es seinen sinn hat. Ist es einfach ein Glaubenssatz, dass ich auch das erleben muss, um dann wieder das Leben zu genießen? Oder gehört das einfach zu dieser polaren Erderfahrung? Und sicher sind die Anteile nicht ganz gleichmäßig verteilt – die eine lebt leichter, der andere schwere. Und was auch immer die Gründe dafür sind (oder was ich für die Gründe halte), nach meiner Erfahrung sind sie nicht nur hausgemacht.

Es gibt einfach Menschen, die sich mehr, und Menschen, die sich weniger in Frage stellen – und beides hat Vor- und Nachteile.
und ich gebe zu, meistens schreibe ich, wenn es in mir hell ist, nicht in den dunklen Zeiten. Oder dann jedenfalls nur ins Tagebuch 😊.

Doch heute fiel mir ein Text (von mir) in die Hand, ein Text über Schönheit. Schönheit, die ich sehe oder jedenfalls gesehen habe, eindeutig.

Und was ich da sehe, haut mich selbst gerade aus den Socken.

Ich sehe Schönheit:

Meine Schönheit und Größe – und die aller Geschöpfe.

Die Einzigartigkeit, die ich bin und lebe, die Freude am Leben, am Schreiben, die Freude, in meiner Körperin zu wohnen und zu atmen, die Schönheit der Bilder meines Schreibens, die Schönheit des Kreises.

Die Schönheit meines inneren Raums – ein runder Raum! -, in dem ich „empfange“, die Schönheit des Feuers, das dort drinnen flackert und mich mit den hellen Flammen inspiriert, die Schönheit der Bäume drumherum, um mich und die Schönheit des Blätterdachs über mir.

Soviel Schönheit überall … worüber sonst als Schönheit könnte ich schreiben?

Schönheit im Kosmos, Schönheit im Kreis, im Raum, in mir, in dir, in jedem Blatt.
Schönheit in meinem Erleben, Schönheit in jedem Regentropfen, in jeder Zelle, in jedem Atom.

Schönheit und Raum, Magie und Gefühle, Freude und Lebendigkeit – all das ist in mir, um mich, über mir und überall.

„Genieße all diese Schönheit und freue dich an ihr und bestaune sie und teile sie.
Und male sie durch dein Schreiben anderen vor Augen.“

„Danke für soviel Schönheit – für soviel Liebe. Für mein Leben. DANKE.“

Schönheit inspiriert.

Schönheit erscheint immer neu.

Sie entspringt auf meiner (Beobachterinnen-)Seite einer Haltung, die inspiriert ist von der Fülle der Einzigartigkeit, die in allem ist.

Schönheit ist der Tanz der unterschiedlichen Elemente des Lebens, in der sich die Unvergleichlichkeit jedes Teils zeigt.

Sie ist das Salz in der Butter (Suppe), das I-Tüpfelchen meines Erlebens und meiner Freude daran. Sie ist ein Teil davon und sie ist gleichzeitig alles. Sie ist der Zauber, der über und auf allem liegt. Schönheit ist Liebe.

Wow – das habe ich geschrieben. Und erlebt.

Und das ist ja nicht weg … es liegt hinter dem (Grau-)Schleier, genau wie die Sonne hinter den Wolken scheint, auch wenn die Wolken sie verdecken.

Und wenn ich mich daran erinnere, dann sind weder die Wolken, noch der Schleier „weg“, doch ich kann sie in ein anderes Verhältnis setzen, zu mir, zur Welt, zum Leben. Das ist doch schon was.

Und: jetzt kommt die Sonne gerade zwischen den Wolken hervor, wahrscheinlich nur für eine begrenzte Zeit – doch sie ist da. Scheint auf das Dach gegenüber und macht die dunkelgrauen Wolken irgendwie magisch. Und dann taucht – so viel Schönheit! – ein Regenbogen auf, wie an den Himmel gemalt … DANKE!

Dorothee Kanitz

www.meditation-spirit-ritual.de

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Gastbeitrag
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6 Kommentare

  1. DANKE für deine Worte, DEIN Teilen vom Schauen, Betrachten, Wahrnehmen. Danke gerade jetzt für diesen Augenblick.
    Herzensgruß in diese Welt. Namaste Dorothee
    Monika

  2. Nein, Gefühle sind nicht „zum Lösen“ da, wie uns viele einreden wollen!
    Gefühle sind zum Fühlen da und verändern sich, wenn sie ausgefühlt, also fertig gefühlt wurden – alles andere ist Verdrängung und bring die betreffenden Gefühle nur immer wieder zurück, aber vielleicht stärker und unberechenbarer- wie das kleine (innere?) Kind, dass unsere Aufmerksamkeit will.
    Ein Kinderfilm, der das gut zeigt: „Alles steht Kopf“
    und: wir haben das Recht, auch mal alles sch*** zu finden und uns schlecht zu fühlen – nieder mit dem Selbstoptimierungswahn!!!

  3. Liebe Dorothee, jetzt starre ich seit 5 Minuten den Bildschirm an. Weiß, dass ich dir unbedingt einen Kommentar schreiben will, weil dein Text mich so berührt hat. Weil ich mitfühle, nachfühle, mitschwinge, zustimme. Und jetzt fehlen mir die Worte, das auszudrücken, was gerade alles von mir zu dir will. Daher: Danke! ❤️(Muss reichen🤣) Andrea

  4. Danke, ihr Lieben, für eure Kommentare – es ist gut zu wissen, dass mein Text Resonanz erzeugt, unterschiedlich und – das ist das Wundervolle – meist im Herzen. Ein großes Dankeschön, Dorothee

  5. ja, vielen Dank das trifft es ziemlich genau. Bei mir noch ein Zorn über pff, Menschen die rücksichtslos sind, ignorieren wo Handlungsbedarf ist. Über ja mei „Das kann man halt nicht ändern“. Vermutlich auch über mich, das ich so müde und antriebslos bin und auch nicht in die Puschen komme.

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