Wenn die Landebahn für deine Vision blockiert scheint

Lesezeit 5 Minuten –

Alle sprechen vom Manifestieren und ihren Erfolgen. Und bei dir scheint es nicht zu klappen? Zumindest bei dem einen Wunsch, dessen Erfüllung alles andere verändern würde? Du bist damit nicht alleine …

Es gibt ein Muster, das viele von uns in sich tragen: Immer dann, wenn es wirklich gut werden könnte, wenn sich eine Tür öffnet, wenn Nähe, Fülle oder Klarheit greifbar werden – zieht sich etwas in uns zusammen. 

Ein Zögern. Ein Rückzug. Eine leise Sabotage.

Nicht, weil wir es nicht wollen. Sondern, weil unser Nervensystem etwas anderes gelernt hat.
Vielleicht, dass Freude wieder eine Rechnung nach sich zieht.
Dass Leichtigkeit nicht sicher ist. Dass jede Verbesserung der Vorbote eines Sturms ist.
Und so hält uns ein alter Schutzmechanismus genau an der Schwelle zurück, an der sich alles verändern könnte.

Wir glauben, dass das, was wir uns wünschen, noch nicht da ist. Dass wir erst mehr tun, mehr verstehen, mehr „werden“, mehr an uns glauben müssen, bevor es sich zeigt.
Doch oft ist das Gegenteil wahr. Das, was wir suchen, war längst auf dem Weg zu uns.
Es konnte nur nicht landen – weil unser inneres Feld, unsere unbewusste Identität die Landebahn blockiert hat. Nicht aus Schwäche. Sondern aus Erinnerung.

Dieses Muster hat nichts mit mangelnder Stärke zu tun. Es ist eine Form von Loyalität –
gegenüber den Erfahrungen, die uns geprägt haben. Loyalität gegenüber unserem eigenen Trauma.
Unser System wählt das Vertraute, selbst wenn es uns einengt. Nicht, weil es uns klein halten will, sondern weil es uns schützen möchte.

Doch Schutz und Wachstum sprechen nicht dieselbe Sprache. Und irgendwann ist dieser innere Widerspruch entstanden, der uns so quält: Wir wollen Veränderung –  und gleichzeitig fürchtet ein Teil in uns genau das.

Viele Menschen verstehen diesen Schmerz nicht, weil er nicht laut ist. Es ist ein ständiger, subtiler Alarmmodus, den es bereits so lange gibt, dass er zur Persönlichkeit geworden ist. Wir denken, wir sind einfach so. Vorsichtig, kontrolliert, misstrauisch. Aber das sind nicht WIR. Das ist die Rüstung, die wir angelegt haben, um zu überleben. 

Und um diese Rüstung nach und nach wieder ablegen zu können, dürfen wir unser Trauma heilen.

Trauma ist nicht einfach etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist. Es wirkt als inneres Klima in uns weiter. Nicht die Erinnerung selbst formt unser Leben – sondern das, was im Körper zurückgeblieben ist, nachdem die Erinnerung längst verblasst ist.
Eine leise Unsicherheit. Eine Grundspannung. Ein Gefühl, das sich so tief in unsere Zellen eingeschrieben hat, dass wir es kaum noch bemerken.
Und genau daraus entsteht unsere energetische Signatur. Das, was wir – oft unbewusst – in jedem Moment ausstrahlen. Mit jedem Atemzug. Mit jedem Herzschlag.
Und darauf antwortet das Leben. Nicht auf das, was wir denken oder sagen – sondern auf das, was wir sind.

Das, was wir wollen, ist nicht etwa falsch: Frieden, Liebe, Leichtigkeit, Sinn, Geld … Es ist unser System, das versucht, in seinen natürlichen Zustand der Ausdehnung zurückzukehren. Ausdehnung, nicht Kontraktion, ist unser Grundzustand. Wir wurden nicht geboren, um zu überleben. Wir wurden geboren, um zu erblühen.

Der entscheidende Punkt ist nicht, noch mehr zu wollen. Sondern zu erkennen, in welchem Zustand wir sind, während wir wollen. 

Wenn wir immer wieder dieselben Emotionen durchleben – dieselbe Angst, dieselben Sorgen, diese leise, vertraute Form von Verzweiflung – dann bleibt unser Feld kohärent mit der Vergangenheit.
Wir senden unbewusst weiterhin das Signal von gestern aus –  und manifestieren heute die Wirklichkeit von gestern. Und selbst wenn wir beginnen, positiv zu denken, Affirmationen zu sprechen oder uns bewusst auszurichten – verändert sich wenig. Denn unser Feld bleibt inkohärent mit der Zukunft.

Der Mund sagt „Fülle“ – der Körper fühlt „Gefahr“. Und das Leben reagiert immer auf das stärkste Signal.

Veränderung beginnt deshalb nicht im Außen und auch nicht im Denken. Sie beginnt in Momenten der inneren Heilung. In den Momenten, in denen der Körper erfährt, dass es sicher ist, anders zu fühlen. Dass Ruhe nicht Gefahr bedeutet. Dass auf Freude keine Abrechnung folgt. Dass wir empfangen dürfen, ohne uns schuldig zu machen.

Dafür braucht es keinen Kampf. Keine Anstrengung im klassischen Sinn. 
Es braucht unsere Bereitschaft. Bereit zu sein ist eine Entscheidung, die wir treffen können, während wir noch Angst haben. 

Es braucht nicht noch mehr Performance. Sondern einen anderen inneren Zustand. Einen Moment, in dem wir langsamer werden. In dem unser Atem tiefer wird. 
In dem unser System spürt: Ich bin sicher.
Und in solchen Momenten öffnet sich etwas. Nicht spektakulär, sondern still. Und genau dort beginnt Veränderung.

Was sich danach zeigt, ist oft unscheinbar. Eine neue Ruhe. Ein klarerer Impuls. Ein kleiner Schritt, der sich plötzlich stimmig anfühlt. Und genau darin liegt die Bewegung, die uns weiterführt. Nicht im großen Durchbruch – sondern indem wir auf das Leben anders antworten.

Es ist recht normal, dass sich auch danach unsere alten Muster noch einmal zeigen. Zweifel. Unruhe. Sorge. Der Impuls, wieder zurückzugehen ins Bekannte. Das ist kein Rückschritt. Es ist ein Zeichen, dass etwas in Bewegung ist.

Und genau hier haben wir die Wahl: Folgen wir dem Alten – oder bleiben wir einen Moment länger im Neuen?

Veränderung geschieht selten auf einmal. Aber sie geschieht zuverlässig. Wir können sie verzögern, aber nicht aufhalten. Sie geschieht in kleinen, stillen Entscheidungen. In Momenten, in denen wir anders reagieren als gewohnt.
Sanfter. Klarer. Wahrhaftiger uns selbst gegenüber.

Wir müssen nicht sofort alles im Außen verändern. Wir dürfen unsere kleinen und großen Traumen behutsam heilen und das liebevoll aus dem Weg räumen, was unsere innere Landebahn blockiert hat. 

Und damit bewusst Raum schaffen für die Wunder, die längst unterwegs zu uns sind.

Alles Liebe,
Amaresh

Kostenfreies Online Live Event: HEILE. EMPFANGE. LEBE. In diesem Live Event erfährst du, inwiefern Trauma als energetische Prägung deine Manifestation beeinflusst – und wie du das erkennen und in Heilung bringen kannst. Ich zeige dir, wie du mit hochwirksamen systemischen und schamanisch geprägten Ansätzen in eine echte innere Lösung kommst. Sa., 25.4., 10 Uhr. Anmeldung: https://amaresh.de/live-event-anmeldung 

Sharing is caring 🧡
Amaresh Bühler
Amaresh Bühler

In meinen systemisch-schamanischen Coachingsessions begleite ich dich in tiefe Transformations- und Heilungsprozesse, in denen sich energetische Verstrickungen, belastende Fremdenergien, alte Prägungen und emotionale Wunden lösen dürfen. Aufstellungsarbeit in Kombination mit schamanischen Elementen hilft dir, dein inneres System behutsam in eine neue heilsame Ordnung zu bringen. Du kommst wieder in Einklang mit deiner Seele und kannst dein inneres Leuchten verkörpern & leben. Buche gerne eine Opening Session oder ein kurzes Gespräch. https://amaresh.de/

12 Kommentare

  1. Lieber Amaresh
    Danke für diese wundervollen und abholenden Worte 🙏
    Es trifft so sehr auf meine momentane Verfassung und den Kern der belastenden Dauerschleifen im Leben…mehr ist gar nicht dazu zu sagen!
    Von Herzen,
    Connie

  2. Lieber Amaresh,
    stimmt absolut.
    Ich habe eine Wahl, auch wenn ich es in der inneren Erregung oder im Zusammenziehen noch nicht sofort bemerke. Meine Veränderung ist still und stet. Langsam.
    Danke für deine wunderbaren Worte zur Erinnerung 🙂
    Wir sind alle gesegnet
    Herzensgruß
    Monika

  3. Der Text ist inhaltlich gut, ich bin allerdings gleichzeitig abgelenkt und abgeschreckt von der Art und Weise wie er geschrieben wurde. Ich muss nur die ersten Zeilen lesen und erkenne, dass er nur so von KI-Mustern strotzt.
    1. „Nicht dies, sondern das“
    Zwei gegensätzliche Aussagen hintereinander: Die erste Hälfte weckt eine Erwartung oder Überzeugung, die zweite widerlegt sie: „Nicht, weil wir es nicht wollen. Sondern, weil unser Nervensystem etwas anderes gelernt hat.“
    2. Der dreigliedrige Rhythmus
    Eine Abfolge von drei Aussagen, die sich gegenseitig verstärken oder ergänzen: „Ein Zögern. Ein Rückzug. Eine leise Sabotage.“ Immer drei — nie zwei, nie vier.

    Ich finde es völlig legitim, KI-Tools einzusetzen, aber wenn es so weitergeht, dann werden bald alle Texte gleich aufgebaut sein, und das ist einfach traurig und ein enormer Verlust, meiner Meinung nach. Ich möchte wieder mehr Imperfektionismus und Natürlichkeit!

    • Liebe Katrin, ich denke das Amaresh dir auch noch antworten wird. Ich mag nur grundsätzlich anmerken, dass wir hier in der newslichter Community immer vom Besten ausgehen. Deswegen hätte ich es besser gefunden du hättest es als Frage und nicht als Tatsache formuliert. Denn grundsätzlich schreiben hier Menschen für Menschen. Es wird irgendwann verrückt, wenn die KI von Menschen lernt (und das tut sie) und wir nicht mehr unterscheiden können und argwöhnisch werden, obwohl der Inhalt stimmt. Ein spannendes Thema auf vielen Ebenen, wo wir alle noch viel lernen dürfen.

    • Hallo Katrin, ich wollte mit diesem Artikel möglichst viele Menschen erreichen und mit diesem essentiell wichtigen Thema berühren. Das ist mir wohl auch gelungen, wenn ich mir die zahlreichen Rückmeldungen per E-Mail (und Kommentare hier) anschaue. Und ja, ich habe teilweise KI als kreativen Sparringspartner genutzt und mich durch sie inspirieren lassen. Die Zusammenarbeit mit KI kann ich tatsächlich jedem empfehlen, der seinem Herzensweg nicht nur als Hobby, sondern hauptberuflich folgt. Es ist meiner Ansicht nach nicht möglich und auch nicht sinnvoll, hier die KI zu umschiffen. Natürlich dürfen wir lernen, mit KI so umzugehen, dass eine konstruktive – alte Grenzen sprengende – Co-Kreation und keine Abhängigkeit, Irritation oder Entfremdung entsteht. Ich glaube, ich bin hier ganz gut auf dem Weg – und werde auch weiterhin stetig dazulernen … also danke für deinen Kommentar!

      • Hallo Amaresh, vielen Dank für deine ehrliche Antwort.
        Ich stimme dir zu, dass es wichtig ist, die KI mit einzubeziehen und sie liefert ja auch wertvollen Output.
        Man kann die KI auch mit dem eigenen Schreibstil trainieren, dann haben die Leser, die bereits KI-Kompetenz besitzen, nicht den Eindruck, dass sie etwas aus z.B. ChatGPTs Feder lesen.

  4. Lieber Amaresh ich möchte dir von Herzen danken für diese wervolle Erinnerung.
    Es kommt genau zum richtigen Zeitpunkt für mich.
    Herzensgrüssle Susanne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wow, Du hast aber viel zu sagen!

Möchtest Du nicht lieber als AutorIn für uns schreiben?

Zum Kontaktformular