Die Schöpferin

Leise verliess die Schamanin ihr Haus.
Der Himmel war sternenklar.
Der Tag noch nicht angebrochen.
Haiko hatte vor der Tür schon auf sie gewartet.
Freudig wedelte er mit dem Schwanz.
Zusammen zogen sie los.
Dem anbrechenden längsten Tag entgegen.
In der Nacht hatte die Schamanin geträumt.
Im Traum hatte sie gesehen.
In das Innerste der Welt gesehen.
Die Seherin in ihr erkannte die Aufgabe.
Es war noch ein gutes Stück Weg bis zum Aussichtspunkt.
Der frische Nachtwind spornte sie an.
Die Sterne leuchteten hell auf ihrem Weg.
Und Haiko führte sie mit seinem untrüglichen Instinkt.
Sie war sicher geführt.
Und konnte sich ganz auf sich einlassen.
Jeder Schritt bewirkte eine kleine Veränderung.
Ihr Körper ging ganz in seiner Empfindsamkeit auf.
Jede Zelle wurde empfangsbereit.
Sie spürte, wie alles vibrierte.
Winzig kleine Wellen, die sie in hoher Frequenz durchdrangen.
Sie bündelten sich in ihrem dritten Auge.
Fügten sich zu einer unendlich sanften Kraft zusammen.
Und die Seherin war ermächtigt.
Der Aussichtspunkt war nicht mehr fern.
Und der längste Tag angebrochen.
Haiko sass schon auf dem Felsvorsprung.
Die Schamanin setzte sich zu ihm.
Ihr offenes Auge fokussierte sich.
Sein Blick richtete sich auf das Licht dieses längsten Tages.
Die Seherin sah.
In das Innerste der Welt.
Immense Kraft.
Expansive Energie.
Unaufhörliche Bewegung.
Verbindung und Auflösung zugleich.
Unendliches Schwingen.
Ewige Wandlung.
Reinste Energie.
Absolute Schönheit.
Radikale Liebe.
Universelle Schöpfungskraft.
All-Eins-Sein.
Jeder Tropfen ihres Bewusstseins wurde davon ergriffen.
Und auch sie wurde eins mit allem.
Eins mit der Schöpfungskraft.
Sie war diese Kraft.
Ermächtigte Schöpferin.
Aus dem Innersten der Welt vorangetrieben, um zu wirken.
Durch diese immense Kraft, die allem zugrunde liegt.
Dies war die Aufgabe.
Welch ein erhabener Moment der Erkenntnis.
Haiko leckte zart ihre Hand.
Sein Zeichen, den Rückweg anzutreten.
Die Schamanin holte ihre Seherin zu sich zurück.
Verankerte ihre Erfahrung tief in ihrem Sein.
Sie wusste, was zu tun war.
Das Bewusstsein, Schöpferin, Schöpfer zu sein, musste in die Menschen zurückkehren.
In ihr menschliches Bewusstsein zurück.
In ihr Denken, Handeln und Fühlen zurück.
Als Gestaltungskraft in ihr Leben zurück.
Eine grosse, wundervolle Aufgabe.
Auch eine herausfordernde.
Sie kannte die Ängste der Menschen.
Ihre Schmerzen.
Ihr Verlorensein.
Ihre Widerstände, ihr Innerstes zu offenbaren.
Doch ohne zu zögern nahm sie die Aufgabe dankbar an.
Sie war in die Erkenntnis geführt worden.
Und sie würde weiterhin geführt werden.
Darauf vertraute sie.
Zurück in ihrem Haus entfachte sie ein Feuer.
Erinnerte sich ihrer Aufgabe.
Bündelte ihre Gedanken.
Fasste ihre Absicht in Worte.
Und ließ sie in den Flammen zum Himmel aufsteigen.
Möge mein schöpferisches Wirken die Welt bereichern.
Mögen Weisheit und Liebe mein Werk beflügeln.
Möge meine Arbeit gesegnet sein.
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Ermächtigte Schöpferin: Meine liebe Frau mit meiner Begleitung begegnest du der Schöpferin in dir. Deinem kreativen Wesen, das die Welt in Schönheit erblühen lassen will. Und deiner Liebe zu dir selbst. Ich freue mich auf dich.





Liebe Barbara,
was für eine schöne Geschichte! Ja, ja, ja!! Genau das spüre ich auch., darum geht es, unser Schöpferbewusstsein wieder zu ERINNERN und danach zu handeln.
Mögen sich viele Menschen wieder bewusst werden, dass sie Schöpferwesen sind!
Herzlich verbunden, Barbara 💞
Liebe Barbara,
welch eine wunderbare Geschichte für den Morgen. Das hat mich sehr bereichert, danke dafür.
Wir sind Schöpferinnen.
Ja, liebe Marlies, das sind wir❣️