Im Zwischenraum wächst das Neue

Wo scheinbar nichts geschieht, beginnt alles: Leere, Licht und Liebe erinnern dich an die Quelle. Du stehst mitten im Leben und merkst plötzlich, dass du dich selbst darin nicht mehr findest. Nicht weil etwas schiefgelaufen ist, nicht weil du versagt hättest. Sondern weil sich eine stille Leere ausgebreitet hat, fast unbemerkt, irgendwann zwischen all den Aufgaben und Rollen. Die To-do-Listen verstummen, der Glanz der Rollen verblasst, und etwas in dir fragt leise: „War das alles?“
Diese Leere hat nichts Bedrohliches, wenn du aufhörst, sie weg haben zu wollen. Sie ist kein Scheitern. Sie ist der Zwischenraum – ein Geburtsraum. Ein Raum, in dem scheinbar nichts geschieht und doch alles entsteht. Es wächst ein neuer Lebensraum, zart und geschützt, in sein Sein hinein.
Wie in einer Schwangerschaft: Auch dort ist am Anfang nichts zu sehen, und doch wächst Leben – unsichtbar, unaufhaltsam, unkontrollierbar. So ist es auch mit dem Neuen in dir. Es braucht die scheinbare Leere, das scheinbare Nichts, die Stille, in der das Alte nicht mehr greift und das Neue noch schweigt. Wenn wir nichts mehr festhalten, beginnt das Leben wieder zu atmen.
Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem du nichts mehr willst – nicht kämpfen, nicht funktionieren, nicht planen. Nichts. Und du fragst dich, ob du verloren gehst. Doch was, wenn du dich gerade in Wahrheit findest? Nicht als Konzept, sondern als Wesen. Als Tropfen aus dem Ozean auf seiner Reise zurück zur Quelle.
Die Leere ist kein Abgrund. Sie ist ein Geburtsraum – heilig, still, unverfügbar. Wenn du ihr nicht mehr entkommst, dann lehne dich hinein, atme dich hinein. Wie ein Kind, das im Mutterleib nichts wissen muss – nur wachsen. Es geschieht einfach. Vertraue dem Nichts, vertraue der Leere. Vertraue.





Liebe Marlies!
Ein tiefberührtes Danke – ein leises und zartes „Ja, genau das ist es!“, steigt in mir hoch, macht sich breit und entspannt nicht nur die Schultern.
Und so gehe ich in diese Stille, die sich trotz aller Projekte in mir ausgebreitet hat und entspanne mich hinein!
Danke und Herzensgrüße
Imke
Liebe Imke,
danke, dass Du den Impuls aufnimmst. Der Wechsel zwischen Aktivität und Stille ist immer wieder herausfordernd, gerade in unserer jetzigen Zeit. Sich selbst zu würdigen, im eigenen Sein, ist wichtiger denn je.
An welchen Projekten arbeitest Du gerade?
Dir einen wundervollen Tag und mit Herzensgrüßen zurück.
Marlies
Liebe Marlies!
Zunächst möchte ich dir auch im Namen zweier Freundinnen danken, denen ich deinen Text gestern vorgelesen haben – zustimmendes und erfülltes Nicken war die Resonanz der beiden 🙏
Ich beschäftige mich gerade mit den Feinheiten zu meinem Projekt „Schatztruhe“. Da braucht es tatsächlich noch Innenschau und Einkehr, um zu entscheiden, wie ich damit „in die Welt“ möchte.
Nebenher erdet mich gerade die Erntezeit im Garten und einige Strick-und Häkel-Projekte, die „nur für mich“ sind (auch ein schöner Gegenpol zu meinem mich nach außen schenken).
Und ich habe mit dem Papierschöpfen begonnen – dabei kann ich wunderbar entspannen und recicle gleichzeitig das Altpapier 😊.
Alles in Stille mit den gesammelten und getrockneten Blüten verziert, entstehen hinreißende kleine Objekte.
Herzensgrüße und uns allen eine befriedende Zeit
Imke
Danke liebe Imke.
Schatztruhe ist ein wunderbares Wort und weckt sofort meine Neugierde. Magst Du darüber erzählen? Gerne auch persönlich.
Ja, der so wichtige Ausgleich. Bei mir ist es auch der Garten, sogar das Unkrautjäten liebe ich, da es mich auch innerlich ordnet.
Im Moment nimmt mich mein neues Buch sehr in Anspruch. Das Manuskript ist fertig und jetzt geht es mit dem Verlag in die Umsetzung, so dass es zu Anfang Oktober erscheinen kann. Es ist aufregend.
Dir wünsche ich von Herzen ein zauberhaftes Wochenende.
Marlies
Liebe Marlies!
Für das Werden deines neuen Buches wünsche ich dir alles, was du dir wünschst ❤️
Ich habe auf deiner Internetseite gesehen, dass du in Damme lebst und wirkst … das ist ja gar nicht sooo weit von meinem Zuhause entfernt.
Vielleicht ergibt sich da ja mal etwas.
Um deine Neugierde schon einmal vorab zu besänftigen: der Link zu meiner Schatztruhen-Seite lautet:
https://imke-rosiejka.de/schatztruhe-fuer-gelingendes-leben/
Nach und nach werde ich dort noch verfeinern, der Kern ist aber fertig.
Was aus meinen Impuls-Vorträgen erwächst wird sich dann nach und nach zeigen.
Herzensgrüße zu dir und auch dir ein schönes Wochenende
Imke
Da ist sie wieder – die gefühlte zwischenmenschliche Verbundenheit heute über deinen Text, liebe Marlies
Über verschiedene Onlinetexte, Mail’s u.a. macht sich zunehmend eine Gleichheit deutlich, so, als habe der Schreiberling meine geistige Gegenwärtigkeit fast 1:1 kopiert, bzw. das, was gerade in mir arbeitet…Hinterher ist eine gr. DANKBARKEIT und eine klare VERBUNDENHEIT da…
Danke dir,
Viola
Ja, liebe Viola. Das Sowohl-als-auch mit der KI und uns zu finden harrt noch der Realisation. Die eigene Würde, Gegenwärtigkeit, Verbindung mit sich und das Ja zu dieser Wandlungsphase zu halten, fordert uns auf allen Ebenen.
In tiefer Verbundenheit
Marlies
Ich fühle mich von deinem Text berührt und er hilft mir gerade sehr.
Nur eins lässt mich weiter zweifeln, ob ich jemals dem Leben vertrauen werde:
Du schreibst vom vertrauen im Mutterleib… Mein älteste und beängstigendste Erinnerung lässt sich auf das Gefühl vor meiner Geburt zurückführen. Diese unendlich scheinende Leere, diese ungewissheit wie es weiter geht und dann die Zeit, in der pötzlich etwas geschieht ohne etwas tun zu können….ich sterbe, ich werde sterben, ich weiss nicht was zu tun ist, es gibt kein entkommen…und dann wars vorbei. Das war der Moment als ich geboren wurde. Wirklich schrecklich.
Werde ich jemals ein Vertrauen ins Leben haben, wenn ich schon vor meiner Geburt kein Vertrauen hatte?? Meine Hoffnung darauf … aufgeben? Annehmen, dass ich kein Vertauen in mir trage?
Liebe Doris,
danke für Deine Offenheit. Mein erster Impuls ist die Frage zu stellen, ob eventuell in de Schwangerschaft der Kern für diese Angst zu sterben liegt. Auch frage ich mich, ob es Deine Angst ist oder eine übernommene. Was lösen diese Fragen in Dir aus?
Wenn Du magst, kontaktiere mich gerne direkt.
Alles Liebe
Marlies
Liebe Marlies –
Danke für Deine regelmäßigen ZauberWorte, die Du hier mit uns so großzügig teilst 💞 wodurch auch die Muße des mehrmaligen Lesens und Nachspürens gegeben ist, was mir eine feine Verlässlichkeit zusichert, die mich trägt, mir zur Seite steht.
Es tut so gut, daß es die „newslichter“ gibt! Danke 🌟 💞
Von Herzen ,
Dagmar
Liebe Dagmar,
die Verlässlichkeit ist mir selbst ein hoher Wert. Ich benötige durchaus manchmal Zeit, bis ich die entsprechende Routine finde und doch, es trägt auch zu meiner inneren Ordnung, Klarheit und Echtheit bei.
Danke, dass meine Worte Dich berühren dürfen.
Bettina & „newslichter“ bin ich von Herzen dankbar, dass sie mir diese Plattform bieten, um meine Gedanken, Empfindungen und Erfahrungen Raum zu geben.
Von Herzen wünsche ich Dir zauberhafte Momente des Lichts.
Marlies