Poesie: Atmende Stille

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Vollmond : in der Linde
an der Hauswand : die Nachtlaterne
aufrecht : der hohe Fachwerkgibel
unter meinen Fußsohlen :
tiefwarmes Sommergestein
ein einzelnes Moped : summt vorbei
mit kleinem Schlenker um den Igel
der jetzt : durch den Bildausschnitt trippelt
dem Marktplatz zu
über allem : dies tiefnächtliche
Sommernachtshimmelblau
vereinzelt schon : Sterne
mit Kassiopeia im Werden
am Dachfirst über mir
steh ich : beschenkt
atme : und staune
atme weit : und werde durchatmet
von der Größe
der Stille
des Augenblicks
.




