Alles ist mit allem verbunden

Lesezeit 2 Minuten –

Nach der großen Hitze hat ein gewaltiger Sturm hier bei mir erheblichen Waldschaden angerichtet. Wir hatten alle Glück, niemandem ist etwas zugestoßen. Und die Aufräumarbeiten sind demnächst abgeschlossen.

Dieser Sommer hat bei mir und in mir seine Spuren hinterlassen. Nicht nur einmal wäre ich am liebsten geflohen. Weg von der Hitze. Weg von allem.

Nun – mittlerweile ist es wieder kühler und herbstlicher geworden und meine Gedanken sind geordneter.

Heute ist Herbst-Tagundnachtgleiche. Zeit, meine Gedanken, meine Kraft zu bündeln und auf das innere Geschehen im großen Ganzen auszurichten.

Bergstürze, Flutwellen, Gletscherabbrüche, Erdbeben, ausgetrocknete Flüsse und Seen und verheerende Waldbrände verursachen großen Kummer und die krisengeschüttelte allgemeine Weltlage stimmt wenig optimistisch.

Die Menschheit steht unter Druck. Die Erde droht uns verloren zu gehen. Und damit unser aller Existenz. Wegschauen hilft nicht. Dystopische Zukunftsentwürfe bringen auch nichts.

Alles ist mit allem verbunden.

Wir sind Teil eines gigantischen Veränderungsprozesses, der alle Ebenen – die physische, die mentale und die spirituelle – unseres Seins erfasst. Sie greifen ineinander, sind ineinander verschlungen und bilden gemeinsam das große Ganze mit all seinen Geheimnissen.

Ich glaube zutiefst daran, dass der Tod und seine Wandlungskraft eine maßgebliche Rolle in diesem Veränderungsprozess spielen. Nehmen wir den Tod auf in unser Leben, akzeptieren wir ihn als Größe des Endlichen, kann er seine Wirkung entfalten und heilend eingreifen. Verbannen wir ihn, lassen nicht zu, dass er dem Leben seine Grenzen setzen kann, entsteht ein Energiestau durch längst Abgestorbenes, der uns zu erdrücken und zu ersticken droht.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir – abgesehen von einem respektvollen, wertschätzenden Lebenswandel – auch energetisch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Welt nehmen können. Dass wir einen Beitrag zur Heilung unseres Planeten und des großen Ganzen leisten, wenn wir uns selber auf der spirituellen Ebene – in unserer Seele – zu heilen beginnen, den Tod in uns aufnehmen und mit ihm wandeln.

Alles ist mit allem verbunden.

Hekate hat mich auf meiner spirituellen Reise durch mich hindurchgeführt. Ich wünsche dir eine besinnliche, erkenntnisreiche, erleichternde und auch erfreuliche Reise durch dich selbst. Nimm dir heute oder in den nächsten Tagen Zeit dafür.

Und Hekate steht dir mit ihrer Klarheit und Weisheit zur Seite. Mehr darüber liest du in meinem Blog. Viel Freude dabei.

Herzlichst verbunden
Barbara

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Barbara Campiche
Barbara Campiche

13 Kommentare

  1. Liebe Barbara,
    danke für deine Worte, und noch mehr, für deine Reise mit Hekate. Sie kommt auch mir immer wieder nah, steht immer wieder an den Kreuzwegen meines Lebens. Danke, dass du sie ins Spiel bringst. Und die Verbundenheit, auch mit all dem Trubel und Tod, der gerade geschieht. Vielleicht ist das nur in Begleitung (aus)zuhalten. Und zu (Ver)wandeln.
    In herzlicher Verbundenheit Dorothee

  2. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich finde die Erde wunderschön. Möge mein „Schönsehen“ mir, den Erde-Bewohnern, der Erde gut tun. Meine heilige Pflicht ist es, die Qualität meine Gedanken „über die Erde“ bewusst wahrzunehmen. Die „Erde-Schönheiten“ durch mein tägliches sehen, reden, schreiben weiter mit zu ermöglichen, zu erhalten. Dann „halte“ ich eine guttuende Energie. Millionen Menschen realisieren täglich ihre wertvollen, innovativen Ideen; viele leise, manche laut. Ich weiß, dass die Erde millionenfach intelligenter ist, als aktuell die gesamte Menschheit und so lange bestehen bleibt, wie es „vorgesehen“ ist. „Wir alle sind ins Geheimnis des Lebens hineingestellt, in das Unbegreifliche, von dem wir uns ergreifen lassen müssen, um es zu verstehen“. (David Steindl-Rast). „Wenn ich Schönheit sehe, höre, lese, spüre, dann glaube ich an Möglichkeiten. An Wege, Räume, Purzelbäume“. (Gabriele von Arnim). Schöne herbstbunte Grüße…

    • Liebe Paula,
      hab von Herzen danke für deinen schönen Kommentar. Du sprichst mir aus der Seele; das ist auch genau mein Fühlen und meine „Sicht auf die Dinge“.
      Verbundene Grüße 🙏🏼🌳💚🌿🌲
      Britta

      • Hallo Britta, ich habe u.a. den Satz von Charles Eisenstein in Erinnerung: „Eine schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich“. Und mein „Sehen“ auf das bereits Bestehende, veränderte sich. Alphonse Karr: „Einige Leute murren immer, weil Rosen Dornen haben; ich bin dankbar, dass Dornen Rosen haben“. Möge jeder Mensch sein eigenes „Sehen“ ermöglichen und damit sein Herz erfreuen. Von Herzen, schöne Aussichten-Grüße, Paula

  3. Der Beitrag von Barbara und der Kommentar von Paula stehen sich für mich wie Komplementäre gegenüber: Barbara spricht von der Rolle des Todes im Wandlungsprozess – Paula von der (gewünschten) Einflussnahme auf die Wandlung, indem sie die Schönheit fokussiert. Und so erscheinen mir diese beiden Haltungen wie ein Widerhall der Diskussion um den „freien Willen“ und das unendliche Wirken, das auch uns wirkt. Da der Fokus eine Kontraktionsbewegung ist und Leben wie der Atem, der kontrahiert und expandiert, erscheint mir Barbaras Sicht näher am Leben, wie es wirklich ist und näher an einer Harmonisierung zwischen dem vernommenen „Innen“ und „Außen“. Alles atmen. Alles sein. Alles mit ganzer Seele durchleben.

  4. Liebe Barbara,
    danke für deinen wunderbaren Beitrag. Für mich ist die Wandlung und der Tod das Ja in seiner Tiefe. Auch ist das Gegenteil davon die Empfängnis, denn das Leben ist immer. Die Wandlung gehört in diese Welt und ja, zur Zeit ist diese sehr herausfordernd. Wie Mircea Eliade immer wieder betonte, wir sind im Schmelztiegel und werden gewandelt.

  5. Liebe Paula, Britta, Evelin und Marlies
    Danke für eure Feedbacks.
    Wie schön, dass mein Beitrag zu diesen Interaktionen geführt hat.
    Und danke dir, Bettina, dass du die Platform dafür bietest.
    Bleiben wir verbunden!
    Herzlich, Barbara

  6. Liebe Barbara, liebe Mitmenschen – nachdem ich gestern meinen hochhalten Pa besuchte und wir uns im Verlauf unseres Gesprächs die Frage stellten: „Wie lange noch?“ und jene Ungewissheit miteinander durchfühlten, lese ich heute Deinen feinen Text erneut und „mit anderen, gewandelten Augen“ – genau jene „Wandlungskraft“ spürend, die „Schwellen“ für uns bereithalten können und,die Du so achtsam in unsere Mitte (zurück)holst mit Deinen Worten.

    Danke von Herzen für Dein und Euer (Mit)Teilen – Danke für den „newslichter“-Raum 🌟 🥰
    Dagmar

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