Sternennews: Skorpionische Zeiten

Eine skorpionische Woche liegt vor uns. Es geht um Vertrauen, Nähe und die Frage, was unsere Beziehungen wirklich trägt. Alte Verletzungen melden sich zurück, oberflächliche Harmonie verliert an Bedeutung. Wahrhaftigkeit zählt jetzt mehr. Das kann unbequem sein, bringt aber auch Klarheit.
Zum Wochenbeginn: Alte Beziehungsmuster
Wir starten mit einer rückläufigen Venus im Skorpion im Quadrat zu Pluto im Wassermann. Diese Konstellation zeigt sich selten laut. Eher als leises Unbehagen: ein Satz, der nachhallt, oder das Gefühl, in einer Beziehung mehr zu geben, als zurückzubekommen. Vielleicht erkennen wir auch, dass wir unser Herz an jemanden hängen, der unsere Gefühle nicht so erwidert, wie wir es uns wünschen.
Pluto bringt zusätzlich das Thema Kontrolle ins Spiel: sowohl die Kontrolle, die wir ausüben, als auch jene, der wir uns unbemerkt unterwerfen.
Mit der rückläufigen Venus kehren oft alte Geschichten zurück: eine nie ausgesprochene Kränkung oder ein Beziehungsmuster, das wir längst überwunden glaubten. Das ist unangenehm, kann uns aber weiterbringen, wenn wir ehrlich hinschauen. Was jetzt hochkommt, dürfen wir in Ruhe betrachten, statt es weiter mit uns herumzutragen.
Gerade bei einer rückläufigen Venus lohnt es sich, nichts zu überstürzen, sondern zu verstehen, warum uns etwas so tief trifft. Ist es wirklich das Verhalten des anderen, das wir nicht mehr akzeptieren wollen? Oder berührt es eine alte Wunde?
Jetzt geht es darum, hinzuschauen, nicht vorschnell zu urteilen oder einen Schlussstrich zu ziehen. Nehmen Sie wahr, was schmerzt, sprechen Sie es an, wenn Ihr Gegenüber offen dafür ist, und beobachten Sie, wie es sich weiterentwickelt.
Ein freundliches Gegengewicht
Zum Glück steht die Sonne noch in der Waage und bildet ein Trigon zum Mondknoten im Wassermann. Die Waage-Sonne betont, worauf es jetzt ankommt: Ausgleich, Fairness und einen respektvollen Umgang. Das Trigon zum Wassermann-Knoten eröffnet eine Perspektive nach vorn. Es hilft uns, trotz innerer Spannungen Abstand zu gewinnen und das eigene Erleben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Ein Gespräch mit jemand Außenstehendem, zum Beispiel mit einer Therapeutin, einem Coach, kann jetzt mehr klären als stundenlanges Grübeln. Auch eine Freundin kann helfen. Wichtig ist, dass sie das Anvertraute mit gesunder Distanz betrachten kann. Wenn Sie zudem bereit sind, die eigene Sichtweise nicht für die einzig richtige zu halten, finden Sie leichter einen Weg, der für alle Beteiligten tragbar ist.
Zum Wochenende: Zuspitzung im Skorpion, dann Entspannung
Am Freitag, 23. Oktober, wechselt die Sonne in den Skorpion. Damit verschiebt sich unser Fokus von Harmonie zu Wahrhaftigkeit. Es reicht uns nicht mehr, dass etwas gut aussieht oder ein Kontakt „nett“ ist. Es soll sich auch richtig anfühlen.
Zusätzlich trifft die Sonne auf die rückläufige Venus. Dadurch gewinnen die Beziehungsthemen vom Wochenbeginn erneut an Gewicht. Zugleich beginnt mit dieser Konjunktion ein neuer Venuszyklus. Sie kann wie ein innerer Spiegel wirken und sichtbar machen, was uns in einer Beziehung wirklich wichtig ist – und was wir uns bisher nur eingeredet haben.
Und dann wird auch noch Merkur im Skorpion rückläufig! Unser Denken richtet sich damit noch mehr nach innen, alte Gespräche können wieder aufleben. Fragen Sie lieber einmal mehr nach, denn Missverständnisse sind jetzt leichter möglich. Bei Verträgen und weitreichenden Zusagen empfiehlt es sich, nichts zu überstürzen. Für Recherche, Selbstreflexion und ehrliches Nachfragen sind diese Phase dagegen günstig. Merkur bleibt bis zum 13. November rückläufig.
Am Sonntag kehrt die rückläufige Venus in die Waage zurück. Das sorgt für spürbare Entlastung. Was zuletzt schwer und aufgeladen wirkte, lässt sich nun gelassener betrachten. Aus der Frage „Was ist hier wirklich los?“ wird eher die Frage „Wie gehe ich fair damit um?“. Ein guter Abschluss für eine fordernde Woche, in der zugleich vieles geklärt werden konnte.
Fünf Fragen für diese Woche
- Wo gebe ich mehr, als ich zurückbekomme, und warum spreche ich es nicht an?
- Wo klammere ich mich aus Angst vor Kontrollverlust an etwas, und wo bestimmen mich unbewusste Muster?
- Reagiere ich auf das Verhalten des anderen oder auf eine Erinnerung an eine alte Verletzung?
- Welche Beziehungen fühlen sich stimmig an, und welche pflege ich nur, weil sie bequem und „nett“ sind?
- Welches Gespräch vermeide ich, und wie kann ich es so führen, dass es für beide Seiten fair bleibt?





Guten Morgen liebe Frau Grotsch,
ich DANKE Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Wochenvorschau. Ich hoffe es geht Ihnen gut. Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Ihnen.
Mit lieben Grüßen
Dorothee Puth