Was uns Bäume erzählen können

Lesezeit 2 Minuten –

Eine Baummeditation mit Birke und Eiche. Als Ausgleich zu unserer schnelllebigen und technisierten Welt kann es wohltuend sein, uns wieder stärker mit der Natur und ihren Lebenskräften zu verbinden.

Eine Möglichkeit dazu ist die Baummeditation. Wir betrachten einen Baum nicht nur von außen, sondern nehmen uns Zeit, seine Gestalt, seine Besonderheiten und seine Lebensweise bewusst wahrzunehmen. Daraus kann ein Hineinspüren in seine ganz eigene Qualität entstehen.

Beginnen können wir beispielsweise mit der Birke und der Eiche.

Die Birke

Die Birke gilt als lichtbedürftiger Pionierbaum. Sie kann freie Flächen schnell besiedeln und findet sich auf ganz unterschiedlichen Standorten. Gerade diese Fähigkeit, sich an verschiedene Bedingungen anzupassen und neue Lebensräume zu erschließen, macht sie zu einem besonderen Baum. 

Mit ihrem hellen Stamm, ihrer leichten, beweglichen Gestalt und dem zarten Blätterdach wirkt sie oft grazil und lebendig. Im Frühling erscheint ihr Grün frisch und leicht, im Herbst leuchtet ihr Laub golden.

Wenn wir uns auf ihre Gestalt einlassen, können wir vielleicht Qualitäten wie Leichtigkeit, Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit und Aufbruch wahrnehmen. Vielleicht vermittelt sie uns auch etwas von Heiterkeit und der Fähigkeit, immer wieder neu anzufangen.

Die Eiche

Die Eiche vermittelt auf den ersten Blick einen ganz anderen Eindruck. Mit ihrem kräftigen Stamm, ihren starken Ästen und ihrer ausladenden Krone wirkt sie standfest und kraftvoll.

Viele Eichen können ein sehr hohes Alter erreichen und über Jahrhunderte zu imposanten Bäumen heranwachsen. Ihre alten Äste und Stämme bieten zahlreichen Tieren Lebensraum. Eichen gehören außerdem zu den Baumgattungen, die besonders vielen Insektenarten Nahrung und Lebensraum bieten. 

In ihrer Gestalt können wir Qualitäten wie Stärke, Standfestigkeit, Ruhe und Verwurzelung entdecken. Gleichzeitig ist auch die Eiche kein starrer Baum: Sie wächst, verändert sich, trägt jedes Jahr neues Leben und bewegt sich mit den Bedingungen, die ihr begegnen.

In Beziehung mit dem Baum

Diese bewusste Beobachtung kann uns dabei helfen, uns in die Gestalt und die Eigenart eines Baumes einzufühlen – vielleicht entsteht dabei sogar eine Art innerer Dialog.

Was nehme ich wahr, wenn ich eine Birke betrachte?

Was berührt mich an ihrer Leichtigkeit und Beweglichkeit?

Und was geschieht in mir, wenn ich mich einer alten Eiche zuwende?

Wie fühlt sich ihre Kraft und Standfestigkeit für mich an?

Vielleicht möchtest du bei deinem nächsten Spaziergang einmal selbst ausprobieren, dich für einige Minuten zu einem Baum zu setzen. Betrachte ihn zunächst ganz aufmerksam: seine Gestalt, seine Rinde, seine Äste, seine Bewegungen im Wind. Dann schließe vielleicht für einen Moment die Augen und spüre nach, welche Qualität du mit diesem Baum verbindest.

Nicht als festgelegte Bedeutung, sondern als ganz persönliche Wahrnehmung.

Vielleicht gibt es etwas, das du von diesem Baum mitnehmen möchtest.

Eine Eigenschaft, eine Stimmung, eine Erinnerung – oder einfach nur einen Moment der Ruhe und Verbundenheit.

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Isabel Meissner
Isabel Meissner

WandelRaum gGmbH ist ein Ort für Wachstum, Heilung und Verbindung. Wir unterstützen Menschen auf ihrem individuellen Weg in ihre Kraft, Gesundheit und Potenzial. Ein ganzheitlicher Ansatz für Körper, Geist und Seele bringt ins Gleichgewicht auf allen Ebenen. Schwerpunkte unseres multidisziplinären Teams sind Kunst,- Musik,- und körpertherapeutische Begleitung sowie Prozessbegleitung mit Pferden und der Natur. Neben Gruppenangeboten bieten wir ein- bis mehrwöchige Aufenthalte mit therapeutischer Begleitung für Menschen in Krisen, belastenden Lebenssituationen, psychosomatischen Beschwerden an. https://www.wandelraum-chiemgau.de

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