Sternennews: Ungewöhnliche Chancen für Fortschritt

Diese Woche gibt es einige Veränderungen am Himmel: Zwei Planeten wechseln das Zeichen und gehen dabei spannende Verbindungen zu anderen Planeten ein. Uranus wiederum hat beschlossen, uns für eine Weile etwas mehr Ruhe zu gönnen – und legt dazu den Rückwärtsgang ein.
Venus im Skorpion: Trau, schau, wem
Ab Donnerstag wartet eine spannende Mischung auf uns: Die eigentlich leichtfüßige Venus wechselt ins intensive Zeichen Skorpion, Merkur in die Waage.
Venus im Skorpion sucht – nach einer Zeit des leichten, lockeren Kontakts in der Waage – nun mehr Tiefe in den Beziehungen. So manche „Urlaubsliebe“ könnte jetzt enden, wenn sich zeigt, dass da kein wirkliches inneres Engagement war. Bei einem selbst oder beim Gegenüber. Wichtig wird jetzt, dass es etwas gibt, das wirklich bindet: eine gemeinsame Idee, ein Eintreten für dieselbe Sache, ein Projekt, das man zusammen verfolgen will. Venus im Skorpion schärft das Bewusstsein dafür, dass jede echte Beziehung mehr braucht als Verliebtheit oder Anziehung.
Das ist ein guter Moment, jede bestehende Beziehung zu fragen: Was trägt sie wirklich? Was hält auch dann, wenn man nicht einer Meinung ist? Das gilt für Freundschaften ebenso wie für Geschäftspartnerschaften. Was verbindet unabhängig von Sympathie und Zuneigung – etwas, das auch durch Krisenzeiten trägt?
Zur Wochenmitte lässt sich mit genau solchen Menschen besonders gut an einem Strang ziehen: Venus geht dann eine harmonische Verbindung mit dem Mondknoten ein – ein guter Aspekt für Zusammenarbeit und das gemeinsame Verfolgen von Zielen.
Merkur in der Waage: Worte mit Fingerspitzengefühl
Ebenfalls am Donnerstag zieht Merkur in die Waage. Merkur hat zwei Seiten, eine Jungfrau- und eine Zwillinge-Seite, und der Zwillinge-Seite gefällt diese Position sehr gut: Hier darf sie mit Worten spielen, ohne sich festlegen zu müssen. Merkur in der Waage zeigt uns, dass jede Sache mindestens zwei Seiten hat – manchmal sogar mehr. Praktisch ist das nicht immer: Wer sich entscheiden soll, sieht plötzlich die Vorzüge aller Optionen gleichzeitig. Da hilft es, ein paar Nächte über eine Entscheidung zu schlafen oder mit jemandem darüber zu sprechen. Oft wird dann mit einem Mal klar, was man will – und was nicht.
Die Zeit eignet sich gut, um alte Konflikte mit einem freundlichen Wort aus der Welt zu schaffen. Muss doch ein heikles Thema zur Sprache kommen, gelingt es jetzt so, dass die Gegenseite es gut aufnehmen kann. Merkur in der Waage will weder draufhauen noch unbedingt recht behalten – das macht Menschen mit dieser Konstellation angenehm im Umgang.
Gleichzeitig verbindet sich Merkur mit dem aktuellen Pluto-Neptun-Sextil und schenkt dem eher leichten, manchmal etwas oberflächlichen Merkur in der Waage bis Anfang nächster Woche eine überraschende Tiefe. Das Pluto-Neptun-Sextil ist übrigens ein Dauergast: Seit 1943 bildet es sich immer wieder, mal stärker, mal schwächer. Auch wenn uns gerades vieles unverständlich vorkommen mag und wir manchmal meinen könnten, die Welt stehe am Abgrund – sie tut es nicht. Das Sextil eröffnet eine ungewöhnliche Chance zu geistigem Fortschritt und Bewusstseinserweiterung, nicht nur bei uns selbst, sondern in der ganzen Zivilisation.
Mit Pluto und Neptun im Bunde können wir einer idealen Welt (Neptun) zu mehr Gestalt (Pluto) verhelfen. Manches davon ist bereits sichtbar, vieles wirkt noch im Hintergrund. Merkur in Verbindung mit Pluto und Neptun hilft uns diese Woche, genauer zu erkennen, wo dieser Wandel schon stattfindet – und ihn im Austausch mit anderen auch in Worte zu fassen.
Rückläufiger Uranus: Darf ich jetzt nichts Neues beginnen?
Ebenfalls am Donnerstag wechselt Uranus die Laufrichtung. Das bedeutet keineswegs Stillstand bis Anfang Januar 2027 – eher beginnt eine Zeit der Revision. Es geht nicht darum, nichts Neues zu beginnen, sondern darum, bereits angestoßene Gedanken, Projekte oder Kommunikationswege noch einmal zu prüfen und an den aktuellen Wissens- und Bewusstseinsstand anzupassen. Ein Beispiel: Haben Sie kürzlich eine Website an den Start gebracht? Dann werden Sie sie jetzt wahrscheinlich überarbeiten wollen. Und Sie müssen dabei nicht hetzen – Zeit dafür ist reichlich vorhanden.
Die Rückläufigkeit lenkt den Blick zugleich nach innen: Welche Ideen der letzten Zeit verdienen eine zweite, genauere Betrachtung? Haben Sie kürzlich etwas Neues gelernt – und welchen Wert hat es tatsächlich für Sie? Weitermachen oder doch eher zur Seite legen?
Das Tierkreiszeichen Zwillinge steht auch für unser Denken, und ein rückläufiger Uranus lädt dazu ein, die eigene Beweglichkeit auch auf die eigenen Überzeugungen anzuwenden. Daher eignet sich die Zeit hervorragend dafür, alte Annahmen zu hinterfragen, ohne sie gleich ganz über Bord zu werfen – Uranus mag zwar das Umstürzen, aber selbst er räumt lieber erst einmal auf, bevor er neu baut. Auch eingeschliffene Kommunikationsmuster lassen sich jetzt bewusster betrachten und an neue Situationen anpassen.
Statt eines radikalen Neuanfangs empfiehlt sich bis Anfang nächsten Jahres also ein Nachjustieren: Welche Denkweise, welcher Lerninhalt, welches Gespräch könnte von einer unerwarteten Wendung profitieren? Diese Phase begünstigt Aha-Momente, die eher aus Innehalten und Einsicht entstehen als aus reinem Aktionismus. Bleiben Sie auch offen für überraschende Ideen – dann lassen sich bestehende Pläne klüger und stimmiger weiterentwickeln. So wird aus der vermeintlichen Bremse eine Chance zur Feinjustierung – und manchmal auch die Gelegenheit, zu verstehen, warum die erste Version so gut war, wie sie war.
Hier finden Sie alle Konstellationen für den September:
https://www.astromind.de/





Liebe Frau Grotsch,
Sie haben diese Konstellationen der Planeten dieser Woche mit der Meisterschaft einer Sternenchirurgin seziert. Nach mehrmaligem Durchstudieren freue ich mich auf diese neue Zeit. Mit Klarheit und Ausgewogenheit werde ich meine Projekte überdenken, korrigieren und in Harmonie integrieren.
Danke vielmals
Doris Krackowizer