Charlotte kocht: Frischen Sellerie

sellerieDie Sellerieknolle können Sie auf dem Wochenmarkt jetzt frisch kaufen. Samt Grün. Daraus zaubern Sie dann eine köstliche Beilage, die jedes Getreide in herzhafte und dennoch raffinierte Aromen hüllt. Das Selleriegrün waschen, in 1-2 cm große Stücke schneiden und mit einer Mischung aus Olivenöl und Ghee anbraten (vegan: Mit aus Raps hergestelltem Butteröl und Olivenöl). Dazu in passender Menge auf die Blätter einer Knolle ca. 1 Handvoll kandierten Ingwer kleinschneiden. Sie sehen schon, die Knollen- oder Bundgröße, das Fassungsvermögen der Hand … all das ist auf Ihren Blick und Ihre Größe optimal bestimmt, da hat die Natur gut vorgesorgt. 1 El. Sesam darübergeben. Ca. 4-5 Minuten gar dünsten mit geschlossenem Deckel. Sodann mit etwas Reismehl (max. 1 El.) bestäube und so leicht binden.

All das also anbraten, wer will schneidet noch eine Knoblauchzehe hinein, das aber nur, wenn eine Erkältung im Anzug ist. Ohne ist es feiner. Dann schon gekochtes Getreide mit in die Pfanne geben. Ich hatte heute Gerste. Gerste ist gut für Menschen mit „hitzigem“ Magen und Gemüt. Hafer ist für die Verfrorenen geeignet und Hirse ist für Tägliche bestens geeignet. Auch der Reis macht sich gut in dieser Mischung, dann aber eher Avorio-Reis, der auch für den Risotto genommen wird. Er ist halbrund, braucht länger für das Garen als ein Langkornreis, hat mehr Stärke und kann mehr Flüssigkeit binden. Optimal gegart ist ein kleiner Rest der Mitte noch bissfest und nicht druchscheinend wie der Rest des Korns.

Wieder zurück zum Gericht. Für das Getreide die Hälfte der Pfanne freimachen so sie groß genug ist, in etwas gebranntem Sesamöl und einen guten Schuss (1-11/2 El) Grenadine-Essig oder ein Fruchtessig, den Sie besonders gern mögen leicht anbraten. Es passt, eine frische Zwiebel (auch die haben jetzt Erntezeit) in Würfeln mit dazuzugeben. Alles nochmals garen lassen. Die beiden „Seiten“ vermischen ihre Geschmäcker leicht aber nicht vollständig. So nach Seiten getrennt auf einem Teller mit etwas Soyade servieren. Wer es noch würziger braucht, nehme über die Soyade ein wenig Ponzu, Ume Su oder einfache Sojasoße („Shoyu“ ist mit Weizen, „Tamari“ ist glutenfrei und beide garantiert ohne Geschmacksverstärker, wenn sie in makrobiotischer Qualität gekauft werden).

Herrlich. Und recht schnell zubereitet. Ich habe 10 Minuten gebraucht.

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Zur Person: Charlotte Sachters Rezeptvorschläge richten sich nach den saisonalen Gegebenheiten von Deutschland. Dabei möchte sie Ihnen von „ihrem“ in Hamburg Blankenese erzählen, was dort angeboten wird und was sie dann in der Küche daraus „zaubert“. Als Naturheilkundlerin und Genießerin ist ihr Credo: “Nur weil es schmeckt, muss es noch lange nicht ungesund und nur weil es gesund ist, muss es erst recht nicht langweilig sein.” Mehr bei shiatsucuisine.com

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