Beziehung nutzen, um der Welt zu helfen

DasKarmaDerLiebe_300xVon Geshe Michael Roach. Wie können wir unsere Beziehung nutzen, um der Welt zu helfen? Ich habe die meiste Zeit meines Lebens damit verbracht, um die Welt zu reisen und spirituelle Themen zu lehren, weil ich es liebe und es mich glücklich macht. Dennoch habe ich lange gebraucht, um zu erkennen, was die Menschen wirklich wollen. Es läuft hauptsächlich auf vier verschiedene Dinge hinaus. Zuerst einmal möchten wir uns physisch wohlfühlen – was für mich finanzielle Unabhängigkeit bedeutet. Ich nenne diesen ersten Punkt gern „Sauerstoffgeld“. Ich glaube nicht, dass die meisten Menschen gierig sind. Kaum einer will in einer riesigen Villa wohnen und zwölf teure Autos besitzen und Hüte aus purem Gold tragen. Aber wir würden gerne alle ausreichend Geld haben, um nicht mehr über Geld nachdenken zu müssen.

Wenn Sie beschließen, ins Kino zu gehen, rufen Sie nicht vorher dort an, um sicherzustellen, dass es im Kinosaal genügend Sauerstoff für alle Zuschauer gibt. Sie gehen einfach davon aus, dass er reicht. Und er reicht immer, egal, wohin Sie gehen. Genauso sollte es mit dem Geld auch sein. Wir sollten alle genug davon haben, und es sollte stets ungehindert fließen, damit wir das tun können, was wir tun wollen, ohne uns Sorgen über Kontoauszüge und Ähnliches machen zu müssen.

„Sauerstoffgeld“ ist also das Ziel Nummer Eins. Man kann zum Beispiel nicht meditieren, wenn man dafür keinen Platz hat, der halbwegs angenehm ist. Ich habe einmal versucht, in einer Höhle an einem Ort namens Sycamore Canyon in Arizona zu meditieren. Doch Spinnen und eine besonders giftige Sorte von Klapperschlangen haben mich schnell von dort vertrieben. Ein sicherer und angenehmer Ort zum Meditieren wird nicht viel, aber dennoch ein wenig Geld kosten.

Geld an sich macht jedoch nicht glücklich. Es gibt sehr viele reiche Leute, die schrecklich einsam sind. Deshalb glaube ich auch, dass unser Ziel Nummer Zwei darin besteht, unseren besonderen Partner zu finden, der uns auf unserem Weg durchs Leben Gesellschaft leistet. Jemand, mit dem wir eine Familie gründen können, wenn wir das wollen. Einmal angenommen, wir finden diesen Partner und sind auch nach 20 oder 30 Jahren noch genauso verliebt wie am ersten Tag. Aber ein gemütliches Heim und die Gesellschaft eines Partners sind nur die Hälfte wert, wenn wir keine Energie haben oder krank sind. Und daher glaube ich, das es unser Ziel Nummer Drei ist, jung und gesund zu bleiben, damit wir unser Leben in vollen Zügen genießen können.

Inzwischen wissen Sie, wie Sie diese Ziele erreichen können. Pflanzen Sie die Samen, nutzen Sie die „Vier Starbucks-Schritte“, vor allem den letzten: die „Kaffeemeditation“. Ringen Sie mit Ihrem Geist, wenn sie sich abends zum Schlafen hinlegen, und zwingen Sie ihn, über die guten Dinge nachzudenken, die Sie und andere getan haben. Düngen Sie auf diese Weise die guten Samen, die bereits in Ihrem Geist lagern.

Doch es gibt noch ein weiteres Ziel, das wir erreichen wollen. Ein weiteres menschliches Bedürfnis, nach dessen Erfüllung wir streben. Und das ist, uns um andere zu kümmern, eine Welt zu erschaffen, in der niemand leidet, in der niemand traurig ist. Der Wunsch nach einem Dach über dem Kopf, die Sehnsucht nach der Berührung eines anderen Menschen und das Streben nach dem Erhalt der Jugend sind starke Kräfte im Herzen eines jeden Menschen. Doch hinter alldem, in den Tiefen der Seele, wohnt das mächtigste Verlangen von allen: der Wunsch, jedem anderen Lebewesen auf der Welt zu helfen, sich diese Bedürfnisse zu erfüllen und glücklich zu werden. Jeder möchte ein Superheld sein und eine Mutterfigur für alle anderen.

Wie also können wir unsere Beziehung nutzen, um die Welt zu retten? Um allen Menschen Sicherheit und Behaglichkeit und Glück zu bringen? Wie können wir uns unseren allergrößten Wunsch erfüllen?

Im System des „Diamantschneiders“ stillen wir unsere eigenen Bedürfnisse, indem wir Samen pflanzen. Und der einzige Weg, um einen Samen zu pflanzen, ist der, das Bedürfnis eines anderen Menschen zu stillen. Wenn wir für andere arbeiten, arbeiten wir für uns selbst; und der einzige Weg für uns selbst zu arbeiten, ist der, für andere zu arbeiten. Diese beiden Ziele überlappen sich nicht nur; in Wahrheit sind sie ein und dasselbe Ziel. Und tief in unserem Inneren spüren wir das.
Wenn Sie also möchten, dass Ihre Beziehung der Welt hilft, müssen Sie nur dafür sorgen, dass es eine erfolgreiche Beziehung wird. Das Beste, was Sie und Ihr Partner für die Welt tun können, ist das lebende Beispiel zu sein. Denn im Grunde ist es den Menschen egal, was Sie sagen. Sie schauen nur darauf, was Sie tun. Und wenn sie sehen, dass das, was Sie tun, funktioniert, werden sie es auch ausprobieren.

Und schließlich ist es Ihre größte Aufgabe – und die beste Möglichkeit, der gesamten Welt zu helfen – erfolgreich darin zu sein, ein glücklicher Mensch, ein glückliches Paar zu werden. Ihre Mitmenschen werden sie beobachten, und wenn sie sehen, dass die Samenmethode bei Ihnen und Ihrem Partner funktioniert, werden sie Ihnen nacheifern. Und auf diese Weise ändern wir die Welt, wie ein Computervirus, der sich in Sekundenschnelle ausbreitet, von einer Person zu unzähligen anderen.
Ihre einzige Aufgabe, wenn Sie die Welt lieben, besteht darin, glücklich zu sein. Und der einzige Weg dorthin ist der, Samen zu pflanzen.

Wenn Sie die Welt lieben, besteht Ihre einzige Aufgabe darin, glücklich zu sein.

Foto: Wikipedia Geshe Michael Roach

Foto: Wikipedia Geshe Michael Roach

Dies ist ein Auszug aus dem Buch Das Karma der Liebe – 100 Antworten auf Beziehungsfragen: Der perfekte Partner. Suchen Sie ihn nicht, pflanzen Sie ihn. Und wenn Sie bereits einen Partner haben, machen Sie ihn perfekt. Beenden Sie die Unsicherheit (Leseprobe hier). Autor Geshe Michael Roach ist Absolvent der Princeton University und buddhistischer Mönch. Nachdem er 25 Jahre in einem tibetischen Kloster studiert hat, wurde ihm als erstem Amerikaner der Titel des Geshe oder Meister des Buddhismus verliehen. In seinem weltweiten Bestseller „Der Diamantschneider“ erzählt er die Geschichte, wie er ein 200-Millionen-Dollar-Unternehmen ins Leben gerufen hat, um den Armen zu helfen. Geshe Michael Roach ist im Sommer in Deutschland und Österreich unterwegs. Mehr Infos hier.

Hintergrund: Die 4×4 im Überblick

Die vier Starbucks-Schritte (Samen schnell und groß wachsen lassen!)
1. Beschreiben Sie in einem kurzen Satz, was Sie sich wünschen.
2. Überlegen Sie, wem Sie helfen wollen, das Gleiche zu bekommen, und in welches Café Sie diesen Menschen einladen werden, um mit ihm darüber zu sprechen.
3. Tun Sie tatsächlich etwas, um ihm zu helfen.
4. Machen Sie die ‚Kaffeemeditation‘: Denken Sie vor dem Schlafengehen an die guten Dinge, die Sie getan haben, um diesem Menschen zu helfen.

Die vier karmischen Gesetze (Verstehen, wie die Samen arbeiten!)
1. Gleiches erschafft Gleiches: Wenn Sie eine Wassermelone anpflanzen, bekommen Sie eine Wassermelone.
2. Das, was Sie zurückbekommen, ist immer wesentlich größer als das, was Sie getan haben.
3. Wenn Sie nichts tun, bekommen Sie auch nichts zurück.
4. Wenn Sie etwas tun, müssen Sie etwas zurückbekommen.

Die vier Kräfte (Alte Samen bereinigen!)
1. Denken Sie an den Stift: Rufen Sie sich in Erinnerung, woher alles kommt.
2. Fassen Sie den festen Entschluss, diesen Samen aufzuhalten, bevor er sich in Ihnen vervielfältigt.
3. Versprechen Sie, denselben Fehler nicht noch einmal zu begehen.
4. Tun Sie etwas Positives, um das Karma auszugleichen.

Die vier Blumen (Wie Samen Ihre Realität erschaffen!)
1. Sie bekommen das Gleiche zurück, das Sie gegeben haben.
2. Ihre Handlung wird zur Gewohnheit.
3. Was Sie tun, erschafft die Menschen und die Welt um Sie herum.
4. Und es erschafft die Welt, in die Sie als Nächstes eintreten.

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Ein Kommentar zu “Beziehung nutzen, um der Welt zu helfen
  1. Danke für die Beschreibung der 4×4. Die habe ich gerade gesucht. Das Buch „Karma der Liebe“ hatte ich vorgestern bestellt. Jetzt konnte ich mich schon hier einlesen in die 4×4. Ich habe gerade frisch eine Onlinegruppe zum Karmic Management begonnen, weil mich es so begeistert, diese Essenz weiterzugeben.

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