Gesegnet seist Du

Foto: Bibbie Friman/Elske Margraf

Von Vera Bartholomay. In einem kleinen hinduistischen Tempel in Indien beobachte ich aus der Ferne, wie eine Großmutter mit ihrem kleinen Enkelsohn vor dem Eingang ihre Schuhe ausziehen, sich tief verbeugen und den heiligen Raum betreten. Gemeinsam gießen sie Öl auf die brennenden Lichter vor den Statuen der Götter. Mit einer sanften Handbewegung führt die Großmutter etwas Rauch zur Stirn des kleinen Jungen und berührt ihn ganz zart.

Gesegnet seist du.

Man muss keiner bestimmten Religion angehören, um sich von solchen Gesten berühren zu lassen. Jemanden segnen oder sich selbst segnen zu lassen hat eine große Kraft. Ein tieferer Ausdruck für allumfassende Liebe gibt es kaum.

Du bist gut, so wie du bist.

Alle Kräfte des Universums sollen bei dir sein und dich schützen

in dem, was du bist,

in dem, was du brauchst,

in dem, was du werden wirst.

Zur Person: Vera Bartholomay ist Therapeutin und Lehrerin für Therapeutic Touch. Ihre Praxis befindet sich in Saarbrücken und sie unterrichtet TT seit vielen Jahren in Deutschland, Norwegen und in der Schweiz. Website hier

Bei den newslichtern ist eine Serie über die verschiedenen Chakren als Auszug aus ihrem Buch  „Heilsame Berührung – Therapeutic Touch. Beschwerden lindern – Heilkräfte aktivieren – Lebensenergie stärken“ erschienen.

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2 Kommentare zu “Gesegnet seist Du
  1. Sabrina sagt:

    Liebe Vera,

    hab Dank für deine Worte und die Erinnerung daran, wie leicht sich Heiliges und Alltägliches miteinander verbinden dürfen. Den Wert des Segnens – vor allem auch des mich selbst Segnens, mir meinen Dank und meine Wertschätzung gegenüber ausdrücken – schätze ich sehr. Ich nutze ihn oft für mich, ebenso wie in den Frauengruppen und Seminaren. Beispielsweise in Form einer Schale voll Rosenwasser, mit der sich jede zu Beginn selbst im Kreis begrüßt, sich dankt für die Zeit, die sie sich für sich genommen hat, dafür, dass sie sich heute auf den Weg gemacht hat. Mit dem Rosenwasser kann sich jede dann benetzen, daran schnuppern oder auf andere Weise ihren ganz eigenen Segen sich schenken. So wohltuend, so einfach, so nährend-heilig.

    Mit einem Herzensgruß,
    Sabrina

  2. Liebe Sabrina,
    danke für diese schöne Anregung. Segnen ist nicht nur den Tempeln vorbehalten….
    Herzliche Grüße, Vera

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