Der Pathenon der Bücher

The Parthenon of Books (Der Parthenon der Bücher) ist ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer VerfasserInnen. Für die Realisierung des Werks sammelten die argentinische Künstlerin Marta Minujín und die documenta Bücher, die nach Jahren des Verbots wieder verlegt werden oder in einigen Ländern legal verbreitet, in anderen aber untersagt sind.

Jetzt ist die Installation The Parthenon of Books nach dem Vorbild des Tempels auf der Athener Akropolis errichtet, der ästhetisch und politisch das Ideal der ersten Demokratie repräsentiert. Bis zu 100.000 verbotene Bücher aus der ganzen Welt gestalten das Werk, das auf dem Kasseler Friedrichsplatz steht, dort, wo am 19. Mai 1933 im Zuge der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“ rund 2.000 Bücher verbrannt wurden. 1941 fing das Fridericianum – das damals noch als Bibliothek genutzt wurde – während eines Bombenangriffs der Alliierten Feuer und ein Buchbestand von rund 350.000 Bänden ging verloren.

Minujíns The Parthenon of Books geht zurück auf eine Installation aus dem Jahr 1983 mit dem Titel El Partenón de libros, die kurz nach dem Zusammenbruch der argentinischen zivil-militärischen Diktatur genau jene Bücher zeigte, die während der Diktatur verboten waren. Nach fünf Ausstellungstagen kippten zwei Kräne die Installation leicht zur Seite, sodass die Anwesenden die Bücher mitnehmen konnten. Auch für den Parthenon in Kassel ist zum Ende der documenta 14 eine gemeinsame Aktion mit der Öffentlichkeit geplant, um die Bücher wieder kursieren zu lassen.

Alle Infos zu Documenta 14 hier.

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