GanzSein im Tuch

Yogatuch Foto: Elske Margraf

Von Elske Margraf. Es war Liebe auf den ersten Blick. 2007 beim Celebrate Life Festival. Da hing ein rotes Tuch unter einem Baum und zog mich magisch an. Schon als Kind habe ich etliche Stunden und Tage auf einer großen Holzschaukel im Garten verbracht. Ich liebte die langen Schwünge und mich faszinierte dieses Gefühl im Körper, das durch das schweben und schwingen ausgelöst wurde. Als ich jetzt wieder in diesem Tuch lag, kamen damit auch all diese Körperempfindungen zu mir zurück und ich musste sofort eins haben.

Das Tuch erweckte in mir eine wieder eine lang verlorene Spielfreude. Ich war damals als Mutter von drei Kinder ziemlich angespannt und wenn die Kinder spielten, war ich mit `alles im Blick und Raum halten` beschäftigt. Das Verspieltsein war irgendwie aus meinem Leben geflogen. Doch jetzt war es zurück.

Das Tuch im Wohnzimmer

Foto: Elske

In unserem Wohnzimmer bekam das neue „Familienmitglied“ einen zentralen Platz zwischen Esstisch und Kamin. Jeder Freund*in musste es ausprobieren, bespielen oder einfach nur schwingen. Und es löste immer besondere Gefühle von Staunen und Freude aus. Sogar meine damals noch lebende demente Mutter, 87 Jahre, beförderte ich einmal ins Tuch hinein. Sie lächelte mich etwas verspannt an und nach ein paar Minuten des „Aushaltens“ sagte sie: „Nun ist aber gut!“ Sie kannte meine Vorliebe für solche besonderen bewegten Dinge, aber das war wohl zu viel der Bewegung für sie 🙂

Für meine Kindern wurde es zum neuen Lieblingsspielzeug. Anfangs hatte ich nur vormittags, wenn sie im Kindergarten und in der Schule,  die Gelegenheit selber im Tuch zu sein. Ich erinnere mich gerne an viele gemütliche Zeiten, wo andere im Tuch lagen, turnten und den Unterhaltungen der Grossen zuhörten. Ein gemeinsamer Begegnungsraum war geboren. Ich hatte oft das Gefühl, das eine grosse Zufriedenheit und Beruhigung sich im Raum ausbreitete. Natürlich gab es auch Momente, wo es zu wild und zu laut wurde,  ich das Tuch abhängen musste.

Das Tuch als Heilungsraum

Foto: Elske Margraf

Schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass ich mit dem Tuch neue Räume erkunden wollte. Denn nicht nur für mich öffnete sich im  Tuch ein neues Tor der Körperwahrnehmungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Erfahrung von „Getragen Sein“, neue wache Körperreflexe und intuitive Bewegungen sind ein unendlicher Entdeckungs- und Erfahrungsraum, den ich auch in meiner Arbeit als Coach nutzen wollte. Denn durch dieses fliessen, schwingen, wiegen, aushängen über Kopf entsteht auf so natürliche Weise, ein lebendig sein, ein wacher sein, mehr bei mir angekommen sein Gefühl. Teilnehmer*innen berichten oft auch von einer Wahrnehmung, „wie neu geboren“. Das ist nachvollziehbar, denn im Liegen wird die meist vergessenende Erfahrung `im Mutterleib geschwommen zu sein` erinnert. Das bringt eine zärtliche Stimmung in unseren Körper und macht ihn wieder offener und weicher. Manchmal kommen auch traurige Erinnerungnen hoch. Diese dann willkommen zu heissen, ist meine die aber nun die Chance haben, integriert zu werden.

Dazu entdeckte ich die Möglichkeit zu Zweit mit dem Tuch zu arbeiten. Während eine Person im Tuch liegt, bewegt sich oder „tanzt“ die zweite Person um sie herum und gibt Berührungsangebote Es ist ein leichtes lernen. Besonders mag ich es, das sich alle Teilnehmer*innen gegenseitig inspirieren können.  So manche Workshop Gruppe entwickelte so einen magischen FLOW.

Schwingen im Yogini Dome

Foto: Yogini Dome

Mein Traum: Ich sah uns im Kreis in den Tüchern liegen und schwingen, wiegen, fliegen. Sanft, geborgen, gehalten und ankommen bei uns s e l b s t! Und nun ist im Yogini Dome das Schweben im Kreis unter der Kuppel, zwischen Himmel und Erde wahr geworden. Der Dome bietet fünf Tuchplätze. Vier im Kreis und einen Platz in der kraftvollen Mitte. So können maximal 10 Teilnehmer*innen in einem Kurs dabei sein.

Andrea, die vorher noch nie im dem Tuch war, schrieb nach ihrem ersten Kurs: „Ich möchte dir noch sagen, dass du mir eine wunderschöne Stunde mit dem Yogatuch geschenkt hast. Meine Sorgen und Kummer waren für diese Stunde hinfort gezogen, mit den Wolken am Himmel die ich im Dome beobachten durfte. Vielen Dank. Ich freue mich auf noch schöne Zeiten mit dir im besonderen Dome Raum.“

Einzelsession und Workshops

Foto: Yogini Dome

Die Bewegung im Tuch fördert Vertrauen, Selbstwahrnehmung, Offenheit und innere Ruhe, für viele eine einzigartige und zeitlose Erfahrung. Es verbessert unsere Körperintelligenz, Gleichgewicht, Kraft, Koordination und sorgt für Spannungsausgleich im Becken, in der Wirbelsäule, Brustkorb und Schultern.

In Einzelsitzungen gehen wir tiefer an die eigenen Themen. In einem Vorgespräch kommen wir dem näher, was gerade wichtig und bedeutsam für dich ist. Ein Gespräch ohne Worte (oder mit wenigen Worten) entsteht. Der Körper übernimmt die Führung und ich sehe mich als ReiseBegleiterin auf eine Abenteuerexpedition. Die Elemente sind die ganze Zeit über präsent. Wasser für den Fluss der Bewegung, Luft für die fliessenden Schwünge, Feuer als Impulse, Staunen, Begeisterung zu spüren und Erde, die besonders beim wieder landen erfahrbar sind. Danach gibt es immer Zeit zum nachspüren und zum ruhen. Das ist in meiner Arbeit ebenso wichtig, wie die Aktion. Abschließend ein Nachgespräch um zusammen zu fügen, was aufgewühlt, herausgesprudelt, losgelassen werden konnte. „Erntezeit“ als wertschätzender Abschluss jeder Sitzung.

Im Workshop zu zweit oder in der Gruppe erfährst du die Qualität von BegleitetSein, Geborgenheit, Berührung und sanfter lockender Bewegung. Kleine leichte Bewegungen erweisen sich als optimal für regenerative Prozesse (vergleichbar mit Wassertherapien)

Was Teilnehmer*innen sagen: „Glücklich wie ein Kind“, „Ich gehe mit ganz viel Leichtigkeit und bin sehr berührt“, „Entspannung total und seelig“, „ Hier einfach nur drin liegen und ich bin glücklich“, „Meine Anspannung ist verflogen, wenn ich hier so schwinge und in den Himmel gucke“

Und ich…
bin immer noch verliebt ins Tuch und voller Freude darüber, dass unser Körper zu diesen Bewegungen, Haltungen, Hauterfahrungen im Tuch wie gemacht ist. Mein inneres Kind bekommt Spielfläche, wird mutiger, freier, entspannter. Ich schaue nach links und rechts, es reget mich an und abgucken ist hier erlaubt. Wie toll. Berühren ist erlaubt. Wundervoll. Das Tuch setzt neue Paradigmans.
Das Arbeiten und Forschen mit dem Tuch ist für mich ein grosses Geschenk. Und so kommt es auf fast jede Reise mit.  „Das mache ich noch mit 86 Jahren“, sage ich gerne zu Menschen, die mich dann mit staunenden Augen anschauen. Aber ich glaube fest, daran, das diese intelligenten, fliessenden Bewegungen meinen Körper fit, geschmeidig und beweglich halten und dass sie sogar friedlicher machen. Jedes Mal nach einer Behandlung im Tuch fühle ich mich erleichteter und weiter. Warum sollte ich sie dann nicht jeden Tag tun? Glück in Tüchern :-). …..

Elske Margraf

Zur Person: Elske Margraf hat über 26 Jahre Erfahrung in Begleitung von Menschen und Gruppen für die Thema Persönlichkeitsentfaltung, Gesundheit und Bewegungsintelligenz. Anfangs als Ausbilderin und Trainerin einer Grossbank. später dann als Aufstellungsleiterin und seit 2012 als diplomierte Körpertherapeutin und Gesundheitspraktikerin (BfG). 2011 öffnete sich für sie durch das Erforschen einer weiblichen Meditationspraxis nach Chameli Ardagh (Awakening Women) ein neuer WahrnehmungsRaum:
„Ich erlebe es so, dass mein tägliches reales Leben, sowie meine weibliche VerkörperungsMediationspraxis, Stück für Stück meine Selbsterforschung vertieft. Intimität und Nähe berührt mich auf vielfache Weise und lässt die Liebe zu mir selbst und Vertrauen im mir wachsen.“

Mehr unter www.elskemargraf.de

Eine Einzel oder Paarsession im Yogini Dome, mit Vor- & Nachgespräch sowie eigene Zeit zum Ruhen ca. 1,5 -2 Std. dauert, kostet 120,-€

Workshops von 11 bis 13.30 Uhr oder 14.30 bis 17 Uhr
Nächste Termine: 3.6./ 9.7./ 13.8./ 24.9./ 22.10./ 12.11./ 10.12. 2017
mit maximal 12 Teilnehmer*innen am
40,-€ p. P. als Paar/ Tandem 35,-€ p.P.

Bitte meldet Euch per Mail an: em@elskemargraf.de

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