Das Erblühen einer lebendigen, verbundenen Weiblichkeit

Foto: Grit Scholz

Von Grit Scholz. Es verändert sich etwas im weiblichen Feld! Die vielen kleinen Samen, die bezüglich einer neuen Sichtweise auf die Weiblichkeit und das Erkennen des weiblichen Prinzips, von unzähligen Frauen schon seit Jahren in die Welt gebracht wurden, sind aufgegangen und das Wissen darum breitet sich wie ein Welle aus.

Mehr und mehr Frauen tauchen in Prozesse ein und hinterfragen kulturell und gesellschaftlich geprägte Sichtweisen – in Bezug auf ihre Weiblichkeit, ihre Sexualität, Partnerschaft, die Geburt, Mütterlichkeit und vieles mehr. Für mich fühlt sich das an, wie ein plötzliches Erkennen von größeren Strukturen und Zusammenhängen, die gar nicht dem Leben dienten, gar nicht liebevoll und verbunden waren, aber wie selbstverständlich von allen akzeptiert wurden.

Jetzt beginnt eine neue Zeit, eine Zeit, die inspiriert wird von der rasch wachsenden weiblichen Kraft und Selbstermächtigung. Es geht nicht mehr darum, dass Frauen versuchen, bessere Männer zu werden und auch nicht mehr darum, die Kraft in eine Art Geschlechterkampf zu investieren, um mehr Gleichberechtigung zu erlangen.

Heute geht es darum, mit offenem Herzen eigene Heilungsprozesse zu erleben, sich selbst und den eigenen Körper wirklich lieben zu lernen und die eigene Schöpferkraft zu erkennen und zu erleben.

Diese Heilungsarbeit führte schon viele Frauen in eine intensive Verbundenheit mit sich selbst und mit allem Lebendigen. Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten, die eigene Berufung zu finden, erfüllte Partnerschaften zu gestalten, Geburt und Mutterschaft ganz neu zu erleben – so dass auch die Männer und Kinder von diesen Impulsen heilsam berührt werden. Wir streben nach gegenseitiger Unterstützung und Bereicherung mit anderen Frauen, Männern und Kindern, nach Wahrhaftigkeit und Authentizität.

Frauen erkennen ihre Schwesternschaft und fühlen sich dadurch gesehen und verstanden und genährt. Eine ganz wunderbare, kraftvolle Energie – die nichts mehr mit dem alten Spiel zu tun hat, als Frauen sich oft als Konkurrentinnen sahen. Indem wir die Verantwortung für uns selbst übernehmen und uns mit unseren Wurzeln, unserer wahren schöpferischen Natur verbinden – beschenken wir die Mitwelt mit liebevollen Impulsen.

Wenn unser Herz offen ist und wir auch unseren Schossraum ganz bewohnen – ohne uns da blockiert zu fühlen – entfaltet sich eine Weisheit und Liebe – die wir alle auf dieser Welt dringend brauchen. Die Männer und die Kinder können nur dann unseren Fußstapfen folgen, wenn wir voran gehen, das Feld bestellen und dann der liebevollen Entfaltung von uns selbst und allen anderen Raum geben. Das bedeutet, wir Frauen müssen nicht die Welt retten, sondern nur uns selbst – denn dann haben wir alles getan, was in unserer Macht steht. Die Veränderungen in der Welt, werden unausweichlich folgen.

Auch mehr und mehr Männer haben sich schon auf den Weg gemacht, das weibliche Prinzip in sich selbst zu entdecken und dadurch mehr und mehr ihr Herz zu öffnen. Die Klarheit, dass uns der Materialismus und das Patriarchat – welches die Weiblichkeit reduziert hatte, auf Sex und Äußerlichkeiten – nicht retten wird, sondern dass wir uns auf das Wesentliche – im wahrsten Sinne des Wortes, besinnen müssen, ist deutlich spürbar. Wir brauchen lebendige Werte und neue Kräfte, um eine Welt zu gestalten, in der wir bewusst und verbunden in Liebe mit allem leben können.

Jetzt ist dieses Wissen wieder da! Wir müssen ein gesundes Gleichgewicht zwischen YIN und YANG finden, in gegenseitiger Wertschätzung und liebevoller Achtsamkeit. Jeder Mensch in sich selbst und dadurch auch mit den Anderen.

Mein Impuls auf diesem Weg zu mir selbst, war vor vielen Jahren die Erkenntnis, dass unsere Kultur und Gesellschaft und deshalb auch die meisten Menschen, keine positive, achtsame Sichtweise auf die weiblichen Genitalien haben.

Ich forschte viele Jahre an diesem Thema und erkannte das Ausmaß, was allein diese Verzerrung und Verleumdung angerichtet hatte. Dadurch wurden viele Frauen von ihrer Kraft und Verbundenheit mit allem abgeschnitten. Statt dessen entstand da Verunsicherung – bei allem, was mit den Genitalien zusammen hängt. Nicht nur beim Thema Menstruation, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt – auch bei Alltagsthemen, war es vielen Frauen nicht möglich, Klarheit zu fühlen und Gewissheit ohne jeden Zweifel.

Diese Verunsicherung, bewirkt auch oft Scham, Unbehagen oder sogar Ablehnung oder Ekel vor der eigenen Vulva oder dem gesamten Körper. Bei manchen Frauen ist es auch einfach nur ein „Nichtkontakt“, eine Unverbundenheit mit dem gesamten Schossraum. Meist sind diese Symptome gar nicht bewusst, sondern treten kaum in Erscheinung. Denn wer nichts anderes kennt, empfindet das „normal“.

Doch es gibt Wege und es gibt auch Unterstützung für alle Frauen, die den Impuls spüren, neue Weg zu gehen und dabei bei sich selbst zu beginnen – damit wir das alle gemeinsam in dieser Welt meistern können!

Durch meine Forschung und der Heilungsarbeit an mir selbst, ergaben sich im Nachhinein einige Projekte, wie mein Buch „Das Tor ins Leben“ – ein Bildband über weibliche Genitalien. Dieses Buch möchte aufklären und die Schönheit und Vielfalt zeigen. Zeigen, dass es keine Norm gibt – sondern nur Individualität. Zeigen, dass es an unserer inneren Haltung liegt, wie wir diese Formen und Erscheinungen betrachten und auch, was wir dabei empfinden. Ein Buch für Frauen von Frauen, um zu staunen und das Wunder „Yoni“ (Vulva) und große Geschenk des eigenen Körpers zu entdecken!

Seit August 2017 gibt es nun auch einen Onlinekurs „Meine Yoni“ – zur Unterstützung für die Frauen, die sich erstmals mit diesem Thema und ihrem Körper intensiver beschäftigen wollen, um sich selbst näher zu kommen. Oder auch, um Traumas oder bewusste/unbewusste Blockaden aufzulösen.
Das Schöne an diesem Kurs ist, dass jede Frau ihn dann machen kann, wenn sie den Impuls dazu hat und das alles bei sich zu Hause. Wir begleiten den Kurs in Foren, so dass immer Kontakt möglich ist und auch Fragen beantwortet werden. Lina Yvonne Dosse, hat diesen Kurs mit mir gemeinsam kreiert und stellt ihn auf ihrer Plattform „Akademie der Weiblichkeit“ zur Verfügung.

Infos zum Buch „Die Rückkehr des weiblichen Prinzips“ hier.

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