Solidarische Landwirtschaft wächst


Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt? Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmer*innen mit organisiert und finanziert wird.

Als Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi, auch: Gemeinschaftshof, Landwirtschaftsgemeinschaft, Versorgungsgemeinschaft) wird eine Form der Vertragslandwirtschaft bezeichnet, bei der eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem Partner-Landwirt kooperiert. Allein die Anzahl, der im deutschen Netzwerk organisierten Höfe wächst unaufhörlich. Aktuell gehören bundesweit 159 Solidarhöfe und viele Initiativen in der Gründungsphase dazu.

Gut für Verbraucherinnen und Verbraucher
Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen frische und hochwertige Lebensmittel direkt vom Produzenten. Sie erhalten außerdem Einblick in die Erzeugung ihrer Lebensmittel, können den Anbau selbst mitgestalten und lernen interessante Menschen kennen.

Gut für die Landwirtschaft
Landwirtinnen und Landwirte produzieren nicht mehr für den Markt, sondern für einen feste Zahl von Verbrauchern. Diese Mitglieder verpflichten sich für ein Wirtschaftsjahr, einen festen Betrag an den landwirtschaftlichen Betrieb zu zahlen und gelegentlich in der Landwirtschaft mitzuhelfen.

Gut für die Umwelt
Durch den regionalen Bezug von Lebensmitteln verkürzen sich die Transportwege, die unser Essen zurücklegt. Da in der Solidarischen Landwirtschaft für eine feste Zahl von Abnehmern produziert wird, werden kaum Lebensmittel verschwendet. Auch der Verpackungsmüll wird stark reduziert, da auf Einwegverpackungen verzichtet werden kann.

Hintergrundinformationen zum Konzept findest du auf solidarische-landwirtschaft.org.

Ein Projekt in Deiner Nähe kannst Du bei ernte-teilen.org finden.

SoLaWi in Österreich hier.

SoLaWi in der Schweiz hier.

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