Der Traum von einem Permakultur-Paradies

Foto: Monteforca.org

Mutig: Vin (26) und Isa (28) sind leidenschaftliche Imker und haben jahrelang für ihren Traum vom Paradies gespart: ein Leben in einem idealen Ökosystem, das sie sich selbst erschaffen. Gefunden haben sie es in Portugal.

Seit über zwei Jahren beackern die zwei Bayern die harte Erde des Alentejo, eine trockene Landschaft rund 60 Kilometer nördlich der Algarveküste. 40.000 Bienen sind mit ihnen gereist die fast 2.700 Kilometer gereist. Seitdem arbeiten sie nach dem Prinzip der Permakultur. Nichts wird verschwendet, möglichst alles wiederverwendet, ein Leben im Kreislauf mit der Natur – ein für die Natur, statt ein gegen sie. Dies konsequent umzusetzen, erfordert bis heute viel Durchhaltevermögen.

Vin und Isa Foto: ZDF

Die ZDF Doku „37 Grad“ verfolgte wie Isas und Vins Öko-Paradies mit der Hilfe auch von vielen Freunden langsam Form annahm, die erste Ernte, das kleine erste Haus, der See. Immer wieder gab und gibt es auch heute noch Rückschläge: ob Krankheiten, Bauverzögerungen, die Bearbeitung des Bodens oder die Bürokratie örtlicher Behörden. Bis heute geht alles viel langsamer als geplant und es ist eine Kunst, die Freude zu erhalten.

Auch die Finanzierung des Projekts Monte Forca – Permakuktur und Selbstversorgung ist immer wieder ein Thema, denn noch leben sie von ihren Rücklagen, und das Naturschutzprojekt ist abhängig von der Unterstützung durch die Familie. Doch irgendwann wollen sie damit Geld verdienen.

Bei Vin und Isa geht es um existentielle Fragen des Lebens: „Es macht mich traurig, zu sehen, dass so viele Menschen durch ihr Leben gehen und diese extrem wertvolle Lebenszeit verschwenden. Ich will sagen können, dass ich diese Zeit, die ich hier hab‘, möglichst gut nutze“, erklärt Vin. Und wie wichtig es ihnen ist, der teilweise ruinösen Wirtschaft etwas entgegenzusetzen, sehen sie auf den Hügeln gegenüber: riesige Eukalyptusplantagen, eine öde und brandgefährliche Monokultur zu Lasten der Natur.

Inzwischen haben sie Freundschaften geschlossen, wie mit Aderito, dem portugiesischen Imker aus dem nahe gelegenen Dorf. Ihm haben sie geholfen, als sein Betrieb abgebrannt war – und er berät sie im Umgang mit ihren 40.000 Bienen. Die haben sich übrigens in der Fremde inzwischen sehr gut eingelebt – und die neue Bienengeneration ist schon halb portugiesisch. Aber Ende 2017 bleibt Isa nur zu sagen: „Wir werden sehen“, noch ist es nicht klar, ob es gut weitergeht. Ich wünsche alle Kraft die es braucht, denn wir brauchen junge Menschen, die mutig neue Wege gehen!

Die ganze Doku in der ZDF Mediathek sehen hier.

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3 Kommentare zu “Der Traum von einem Permakultur-Paradies
  1. Cornelia Mohrig sagt:

    Nachdem ich vor Jahren “ More than Honey “ im Kino am Raschplatz gesehen habe , ist das Bienenthema verstärkt Gesprächsthema in meinem Leben . Über diese beschriebene Intitiative bin ich tief angerührt und danke Newslicht, wieder für einen echten Lichtblick am heutigen Tag ! Den Himmel auf Erden zu finden ist möglich !

  2. Dagmar sagt:

    ….oh.ja – das empfinde ich auch so !!! Es ist toll, wieviel engagierte,wunderbare Menschen es gibt und, daß sie hier auf newslichter zu sehen sind.

    Danke von Herzen für diesen und all die anderen tollen Beiträge hier.

    Segen, Liebe und Freude mögen immer Eure Wegbegleiter sein, namaste

    Dagmar

  3. Naras sagt:

    Weiter so an Unsere neue Welt! <3 <3

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