Red Smoothie gegen Leber-Depression

Red Smoothie gegen Leber-Depression

Foto: Charlotte Sachter

Von Charlotte Sachter. Frühling. Das Blättergrün erobert unsere Sicht und lädt uns ein, mit ihm voller Lebensfreude in den Himmel zu wachsen. Aber die erste starken Sonne zeigt manchen Menschen genauso schmerzhaft, dass die Zuversicht fehlt, wenn das innere Seelenleben eben nicht erhellt wird. Für diese Menschen ist das um sie geschehende Wunder in dem Moment nicht erreichbar.

Dies nennt sich „Leber-Depression“ in der Chinesischen Medizin. Sie geschieht durch einen Mangel an Energie und an Substanz in dem Funktionskreis der Leber. Dieser Funktionskreis ist in der makrokosmischen Betrachtung dem Frühjahr zugeordnet. Körperlich öffnet sich der Funktionskreis Leber im Sinnesorgan Augen. Lichtempfindlichkeit, nachlassende Sehschärfe, juckende oder trockene Augen sind allesamt Hinweis darauf, dass der Leber substanzielle Kraft fehlt. Das ist in der chinesischen wie in der westlichen Betrachtung derselbe Saft: das Blut. Während die Chinesische Medizin einen Blutmangel auf der energetischen Ebene zu diagnostizieren weiß, bezieht sich die westliche Medizin auf ein Blutbild. In dem kann die Anzahl der Inhaltsstoffe geprüft werden. In der TCM ist es mehr die qualitative Beschaffenheit. Ein hier diagnostzeirter Blutmangel ist im Blutblid noch längst nicht feststellbar. Aber an oben genannten Augensymptome oder an solchen wie steife Muskeln und Sehnen, Frühjahrsmüdigkeit oder ein Gefühl von „leerem Kopf“ ist dieser chinesisch gemeinte Blutmangel feststellbar.

Hierfür ist dieser „Red Smoothie“ eine wahre Wohltat.

Die wenigen Zutaten sind allesamt blutaufbauend, harmonisierend und den Blutdruck regulierend.
Für mit ca. 1,7 l Wasser aufgegossen
½ Bund Radieschen mit Blättergrün
3 Datteln
1 Rote Beete mittelgroß
⅛ Sellerieknolle
½ Limette
1 Pr. Salz
Bei Neigung zu Blähungen füge Anis, Fenchel oder Kümmel dazu.

Radieschen geben dem Smoothie eine milde Schärfe und gleichzeitig eine milde Süße. Sie haben auf den Körper eine entgiftende Wirkung. Zudem sind sie hustenstillend und können Schleim transformieren. Damit ist nicht nur „sichtbarer“ Schleim wie bei einer Erkältung gmeint, sondern auch „unsichtbarer“ Schleim, wie das Gefühl von Nebel im Kopf, von Kreislaufproblemen oder auch bei Blasenproblemen. Radieschen haben eine kühlende Wirkung auf den Körper. Der scharfe Geschmack dynamisiert und bewegt, was für ein Rohkost-Getränk wegen der Verdaubarkeit wichtig ist.

Die Datteln – wie der dichte süße Geschmack und seine cremige Konsistenz vermuten lässt, führen dem Körper Wärme zu konzentrierte Süße. Die Dattel ist das, was wir heute „Superfood“ nennen – auf kleinstem Raum ungeheuer kraftvoll und dies auf ruhiger, beständiger Weise. Sie mehrt sowohl die Körperenergie als auch das Blut.

Die Rote Beete ist ja auch bei uns als blutbildend bekannt. So natürlich auch in der chinesischen Medizin. Ihre erdige Süße erinnert uns daran, wie stark wir mit der Erde verbunden sein können. Schließen Sie mal die Augen und riechen und kosten eine Rote Beete. Können Sie spüren, wie die Kraft Ihren Körper durchströmt? Und genau das bringt die Rote Beete mit: Sie vermag die körpereigene Energie zu befördern, ganz lax gesagt, „sie hilft uns aus dem Quark“, kräftigt und mehr das Blut und verhilft uns damit zu konstanter, gelassener Kraft.

Die Sellerie hat außer ihrer intensiven Süße eine leicht bittere Note. Sie hat einen überaus ausgleichende Wirkung auf den Funktionskreis der Leber. Damit nimmt die Sellerie Einfluß auf durch die Leberaktivität verursachten Bluthochdruck. In der Chinesischen Medizin wird es als „innerer Wind, verursacht durch aufsteigendes Leber-Yang“ bezeichnet. Und dies wiederum kann dann aufsteigen, wenn z.B. Substanz, sprich Blut fehlt.

So hat diese kleine Mischung aus wenigen Zutaten eine wunderbar aufbauende Wirkung für unseren Körper. Im Frühjahr sorgt sie für einen profunden Energie- und Blutaufbau.

Rohkost Verdauungsmischung

Es sei allerdings erwähnt, dass in der Chinsesischen Medizin Rohkost nur für Menschen mit starker Verdauung empfohlen wird. Menschen, die schnell frieren, die von sich meinen, eine schwache Verdauung zu haben, sollten bei Smoothies eine verdauungsfördernde Samenmischung dazugeben. Am besten eignet sich Anis, Fenchel, Kümmel. Diese Mischung gibt es als „Stilltee“ in Reformhäusern oder in der Apotheke zu kaufen. Es geht natürlich auch nur eine Sorte dieser Samen. Wer ganz schnell friert, röstet diese Samen vorher in der puren Pfanne ohne Öl an und gibt sie zum Smoothie. Dieser Rote Smoothie würde auch hervorragend mit Kümmel schmecken. Das macht ihn dann natürlich etwas herber.

Nicht zuletzt komplettiert die Limone den Smoothie mit einem Kontrapunkt. Die fruchtige Frische der Limone hebt die erdige Milde und ergänzt den Geschmack um seine Kopfnote, die von den ätherischen Ölen ausgeht. Wenn die Limone aus biologischem Anbau stammt, gut mit Salz und Wasser waschen und mit Schale dazugeben, eine konventionell angebaute Limone unbedingt schälen. Das gilt für alle Zutaten: Bei der Herstellung von Smoothies auch biologisches Gemüse vorher gründlich waschen.

Die Limone steht geschmacklich zwischen der Zitrone und der Mandarine, hat eine kühlende Wirkung, ist sauer und süß. Ihre Aufgabe im Körper besteht vor allem im transformativen Prozess schleimige und feuchte Ablagerungen auszuleiten bzw. dem Organismus in nützlicher Weise verfügbar zu machen.

Red Smoothie gegen Leber-DepressionZur Person Charlotte Sachter:

Kochen ist meine Passion. Schon als Sechsjährige durfte ich in manchen Restaurants in die Küche, weil ich so ernsthaft interessiert nach der Herstellungsweise meines Gerichtes gefragt hatte, dass mich der Chefkoch nicht nur eingeladen hat, sondern mir auch seine besonderen Tricks verraten hatte.

Heute profitieren meine Patient/innen und Teilnehmer/innen der Shiatsu-Cuisine davon, mit Shiatsu-Körpertherapie, Heilkräutertees sowie kulinarischen Tipps und Rezepten oder intensiven Ernährungsberatungen für die eigene Küche schmerzfrei, stark und lebendig ihr Leben zu genießen.

Herzliche Frühlingsgrüße sendet euch Charlotte
www.charlotte-sachter.de

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3 Kommentare zu “Red Smoothie gegen Leber-Depression
  1. Maria sagt:

    Guten Morgen ☼
    Liebe Charlotte, ich mag gerne die genaue Anzahl jeder Zutaten für den Smoothie wissen. Ich habe ihn nämlich heute morgen ausprobiert und er schmeckt, ähhh wie soll ich sagen, gewöhnungsbedürftig. Zitrone (Limone) ist sehr übermächtig. Das mag darin liegen, das ich eine ganze hinein getan habe (mit Schale). Und von Wasser steht hier auch nix geschrieben. Das gehört meines Wissens nach in jeden Smoothie.
    Ich freue mich und bin dir sehr danlbar, wenn du dies noch ergänzen würdest.
    Herzliche Grüße aus dem sonnigen Lüneburg nach Hamburg.
    Maria

    • Charlotte Sachter sagt:

      Liebe Maria,
      herzlichen Dank für deine Nachfrage und Anregung. Einen Smoothie bereite ich immer mit Maßeinheiten wie „Handvoll, Bunde,“ oder anderen ungefähren Größenangaben zu. Bei allen Zitrusfrüchten ist noch zu beachten: Wenn sie mit Schale verwendet werden, steigt der Bitteranteil des Smoothies stark an. Insofern empfehle ich, auch bei der 1/2 Limette nur 1/4 von der Schale mitzuverwenden. Das Wasser gieße ich immer auf ca. 1,5 l auf. So ist mein Smoothie-Mixer mit den nachher zerkleinerten Zutaten maximal gefüllt. Hier also die Zutaten….

      Zutaten für ca. 1,7 l:
      ½ Bund Radieschen mit Blättergrün
      3 Datteln
      1 Rote Beete mittelgroß
      ⅛ Sellerieknolle
      ½ Limette
      1 Pr. Salz

      Jetzt bin ich auf dein weiteres Ergebnis gespannt!
      Herzliche Grüße nach Lüneburg, Charlotte

  2. Maria sagt:

    Liebe Charlotte,

    nun habe ich den Smoothie nochmal gemacht und ich kann sagen: wesentlich besser. Der Geschmack ist weniger bitter, da ich weniger Schale verwendet habe. Dank deinem Hinweis 🙂 Ich empfinde ihn als sehr dünn, bei 1,5 l. Ist jedoch in Ordnung.
    Noch eine Frage taucht auf. Wie oft trinke ich denn den Smoothie? Jeden Tag oder nur manchmal oder nur im Frühjahr für ein paar Tage. Danke für deine Antwort.
    Herzliche Grüße von Maria. Wieder scheint die S☼nne 🙂

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