Wie die Jungen in der Höhle durch Meditation überlebten


Nur wenige Tage sind seit der wundervollen Rettung der 12 thailändischen Jungen, die in einer Höhle gefangen waren, vergangen. Als sie erstmals von britischen Tauchern entdeckt wurden, sollen sie meditiert haben.

„Sehen Sie, wie ruhig sie da saßen und warteten. Niemand hat geweint oder so. Es war erstaunlich“, erzählte die Mutter eines der Jungen der Nachrichtenagentur AP und bezog sich dabei auf ein weit verbreitetes Video über den Moment, in dem die Jungen gefunden wurden.

Es stellte sich heraus, dass ihr Trainer, Ekapol Chanthawong, der sie auf eine Wanderung in die Höhle führte, als sie am 23. Juni überschwemmt wurde, ein Jahrzehnt lang als buddhistischer Mönch meditierte, bevor er Fußballtrainer wurde. Laut mehreren Nachrichtenquellen lehrte er die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren, in der Höhle zu meditieren, um sie ruhig zu halten und ihre Energie auch in ihrer zweiwöchige Tortur zu bewahren.

Ekapol, der heute 25 Jahre alt ist, ging mit 12 Jahren als Waise in ein Kloster. Nach Angaben der Straits Times hat er 10 Jahre lang in Mae Sai, Thailand, eine Ausbildung zum Mönch absolviert. Er verliess das Kloster aber, um sich um seine kranke Großmutter zu kümmern. So wurde er dann als Assistenztrainer des Teams eingestellt.

Trainer Ake, wie er genannt wird, pflegt nach wie vor enge Kontakte zum Kloster. Der Abt dort sagte dem Wall Street Journal, er sei „ein verantwortungsvoller junger Mann, der regelmäßig meditiert“.

Das Meditation eine nützliche Praxis in einer extrem stressigen Situation wie in einer Höhle gefangen zu sein, ist keine Überraschung. Buddhistische Meditation gibt es seit 2.600 Jahren, seit der Buddha sie als Werkzeug zur Erlangung von Klarheit und Seelenfrieden und letztendlich zur Befreiung vom Leiden lehrte.

Immer wieder haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Achtsamkeitsmeditation Angst und Depressionen sowie Schmerzen reduzieren kann.

PS: Es ist bemerkenswert wie bei der Rettungsaktion wieder Menschen aus aller Welt gebetet und zusammengearbeitet haben. Das Mitgefühl ist der wichtigeste menschliche Wert. Lasst ihn uns in allen Situationen bewahren!

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