Universelle Verantwortung des Menschen

Foto: uplift.com

Aus einem aktuellen Beitrag des Dalai Lama hier drei Kernaussagen: 1. Was die Frage des menschlichen Überlebens betrifft, so sind Menschen soziale Tiere. Um zu überleben, brauchen wir Gefährten. Ohne andere Menschen gibt es einfach keine Möglichkeit zu überleben; das ist ein Naturgesetz.

2. Auf jeden Fall sind wir Menschen heutzutage sehr viel stärker in die Außenwelt eingebunden, während wir die Innenwelt vernachlässigen. Wir brauchen wissenschaftliche Entwicklung und materielle Entwicklung, um zu überleben und den allgemeinen Nutzen und Wohlstand zu steigern, aber ebenso sehr brauchen wir geistigen Frieden. Doch kein Arzt kann dir eine Injektion von geistigem Frieden geben, und kein Markt kann sie dir verkaufen.

3. Der Schlüssel ist, ein echtes Gefühl der universellen Verantwortung zu haben, das auf Liebe und Mitgefühl und einem klaren Bewusstsein basiert.

Matthias Jackel, der mich auf diesen Beitrag hinwies, schreibt: „Das und exakt genau das ist es, warum ich mich überhaupt morgens auf den Weg mache und auf Bühnen mit Wort und Musik die Herzen und Köpfe der Menschen öffne: Unsere Zukunft liegt in der Renaissance von echter Gemeinschaft, der bewussten Wahrnehmung der gegensätzlichen Gesetze einer äußeren und inneren Welt und der Entfaltung von Liebe und Mitgefühl für uns selbst und das universelle Leben.“

Den gesamten Artikel auf uplift in englisch lesen hier.

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7 Kommentare zu “Universelle Verantwortung des Menschen
  1. Gudrun Koser sagt:

    zu Pkt 3. Schön und gut sind Liebe und Mitgefühl sowie klares Bewußtsein, doch schließt dies eben nicht aus, auch da wo nötig Kritik und das bewußte Aufzeigen von Fehlern z.B. im System und von Menschen zu benennen. Nur so kann überhaupt das wahre Bewußtsein entstehen und positive Änderung stattfinden. Alles andere wäre nur Friede, Freude, Eierkuchen!

    • herbstlicht sagt:

      es geht hauptsächlich darum, ein Leben in dieser universelle Verantwortung vorzuleben, ein solches Leben vorzuleben zeigt automatisch anderen ihre Systemfehler auf aber darum muss man sich nicht kümmern, dies funktioniert dann automatisch, sofern Menschen dafür offen sind aber wenn sie nicht offen sind nützt sowieso nichts.

  2. charlotte sagt:

    Zu echter Gemeinschaft wie Matthias Jackel schreibt gehört um sie zu entwickeln auch eine konstruktiefe Streitkultur!

    • Kein Zweifel an der Notwendigkeit einer konstruktiven Auseinandersetzung zwischen den Menschen. Doch gleichzeitig schätze ich den Kommentar von herbslicht weiter oben, der es für mich gut trifft. „Streitkultur“ hat unsere Spezies nun ziemlich lange und intensiv ausprobiert. Ich plädiere für eine flächendeckende Entwicklung, in der wir Liebe kultivieren. So wird aus „Friede, Freude, Eierkuchen“ dann „Friede, Freude, Liebe“. Ein Erlebnis, zu dem ich die Menschen bei meinen Vorträgen einlade, das die 1000 Zeichen hier wohl überschreiten würde 🙂

  3. charlotte sagt:

    sind Menschen soziale Tiere? wirklich? ich denke, wir sind Lebewesen und keine Tiere!

    • ich wiederum denke, Tiere sind (auch) Lebewesen… 😉
      Es ist immer so eine Sache mit der Übersetzung aus dem Englischen. Der Dalai Lama spricht von „social animals“ und im Englischen ist das Wort „animal“ nach meiner Erfahrung nicht so mit „animalischem Verhalten“ konnotiert wie im Deutschen das „Tierische“. Hinter den Worten des Dalai Lama zu Gemeinschaft und einem „echten Gefühl einer universellen Verantwortung“ steht ein universelles Bewusstsein des Menschen für seine Verbundenheit mit allen Menschen, Lebewesen und der Natur. Es geht um einen evolutionären Schritt eines Ego-Bewusstseins, welches sich über andere Menschen und die Natur erhebt und diese zu dominieren sucht, hin zu einem Eco-Bewusstsein. Dies wandelt unser Tun hin zum Wohle des Planeten und den nächsten 7 Generationen, um an dieser Stelle eine Grundhaltung indigener Völker zu zitieren. Aus meiner Sicht eine Grundhaltung, die für unsere Zukunft Leitbild sein sollte.

  4. Saran. sagt:

    Und Alles fängt bei mir an. Wenn ich im Stande bin michselbst kritisch zu sehen und zu LIEBEN. Dann strahlt diese LIEBE aus und verändert Alles. Das ist der Anfang. Viel Spaß&Erfolg damit. Its all about the innerview!

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