Medizin für unsere Seele: Eiche und Eichelhäher

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Von Heide Steiner. Die Eiche vereint Kraft und Zartheit in sich. Ihre kräftige Pfahlwurzel kann bis zu 40m tief ins Erdreich dringen und sich so eine feste Verwurzelung sichern. Ihr langsames Wachstum spiegelt sich in der Beschaffenheit ihres Holzes wieder; es ist dauerhaft und hart. In Ausnahmen können Eichen bis zu 1000 Jahre alt werden, 600 Jahre ist keine Seltenheit. Bei Untersuchungen, welche die elektrischen Strömungen in Bäumen maßen, fand man heraus, dass die Lebenskraft der Eiche viel stärker ist als die anderer Bäume in unseren Breiten.

Die zarte Seite der Eiche ist ihre Empfindsamkeit gegenüber Nachtfrösten. Im Frühjahr ist sie einer der letzten Bäume, der seine Blätter austreibt. Auch harte Winterfröste machen ihr zu schaffen, weshalb sie im hohen Norden nicht zu finden ist.

Eine weitere Zartheit sind die Blüten einer Eiche. Die männlichen Blüten sind grüne hängende Kätzchen, die wie Büschel von Perlenschnüren aussehen. Die weiblichen Blütenstände stehen eher oberhalb der Zweige ab: Es sind dünne grüne Zweige, mit 2-5 winzigen rötlichen Punkten an den Spitzen. Aus ihnen werden im Herbst die Eicheln.

Die Eiche ist ein dienender Baum, welcher um die 500 Arten von Spinnen und Insekten beheimatet und vielen Vögeln und anderen Tierarten Schutz und Nahrung bietet. Die Symbiose einiger Tiere wird schon in ihren Namen deutlich: Eichelhäher, Eichelblattlaus, Eichenprozessionsspinner, Eichhörnchen, Eichengallwespe, Eichenblattlaus, …

Uns Menschen diente er in früheren Zeiten ganz und gar, man könnte sogar sagen, dass sich die Eiche geradezu verschenkte. Aus ihrem Holz baute man Schiffe, Eisenbahnschwellen, Möbel, und Häuser. Aus ihrer Rinde gewann man Gerbmittel und Medizin. Ihre Früchte ergaben Mehl, Kaffeeersatz und Viehfutter. Eine Eichel bestehen aus 70% Stärke und Zucker und 6% Eiweiß.

Von Eschen heißt es, dass sie uns unterstützen Ideen zu gebären. Die Eiche hilft uns, den Mut zu finden, sie zu verwirklichen und die Buche bringt uns das Durchhaltevermögen zur Umsetzung.

In meinen Visionssuchen konnte ich beobachten, dass Menschen, welche sich bei Eichen aufhielten, mit folgende Themen in Berührung kamen:

  • Wie stehe ich zu meiner Lebenskraft? Ist sie mir zugänglich oder gehe ich mit ‚angezogener Handbremse‘ durch mein Leben?
  • Für was nutze ich meine Lebensenergie?
  • Die Lebenskraft, welche die Eiche ausstrahlt ist eine dienende. Die Geschichte zeigt jedoch, dass das Eichenlaub als Zeichen militärischer Stärke missbraucht wurde und unterdrückende Macht demonstrieren sollte. Die Eiche kann uns helfen, das eine vom anderen zu unterscheiden.
  • Die Rinde und die Eicheln enthalten viele Bitterstoffe. Kenne ich Bitterkeit in meinem Leben?
  • Wie halte ich die innere Balance zwischen Leistung und Erholung? Gönne ich mir Pausen/Stille/Leichtigkeit?
  • Welche Früchte kann ich in meinem Leben ernten und wem dienen sie?

Ein Naturimpuls

Jetzt im Herbst sind überall die Eicheln reif und fallen uns zu Füßen. Nehmen sie sich eine halbe oder ganze Stunde Zeit und setzen sie sich zu einem Eichenbaum. Werden sie still und schauen sie sich den Baum an. Es gibt nichts zu tun in dieser Naturpause. Sehen sie sich die Früchte der Eiche an. Riechen sie an ihnen, fühlen sie sie oder halten sie sie an ihre Wange. Nehmen sie die Rinde, die Farbe und die Blätter der Eiche wahr. Sie können sich neugierig dafür interessieren: „wo bist du wie ich und wo bin ich wie du?“

Der Eichelhäher

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Seinen Namen verdankt der Eichelhäher seiner Lieblingsspeise, den Eicheln, von denen er bis zu 4kg sammelt. Er kann bis zu 10 Eicheln in seinem Kehlsack aufnehmen und trägt oft noch zusätzlich eine in seinem Schnabel. Der Eichelhäher lebt in Symbiose mit der Eiche. Sie gibt ihm Nahrung und er verbuddelt sie in der Erde. Da er sich jedoch nicht alle Verstecke merken kann, so beginnen die vergessenen Eicheln auszukeimen und Nachwuchs zu bilden.

Der Eichelhäher ist ein hervorragender Stimmenimitator und ich konnte ihn schon selber dabei beobachten, wie er einen Mäusebussard imitierte. Damit ist er der Schalk, der Kojote des Waldes, der alle in die Irre führt. Und er ist die Polizei des Waldes, vor der man sich nicht verstecken kann. Erblickt er Eindringlinge im Wald, so lässt er sofort seinen typischen laut rätschenden Warnruf ertönen. Unter diesem Link kann man ihm zuhören.

Naturimpuls:

Gönn dir eine Naturzeit im Wald und lass dich vom Eichelhäher finden. Wie fühlt es sich für dich an, wenn du dir bewusst machst, dass du gerade gesehen wurdest und dieser laute Ruf des Eichelhähers dir gilt?

Ich wünsche euch eine erholsame und inspirierende Naturzeit, herzlichst Heide.

Heide Steiner | Visionssucheleiterin & Coach |D-79256 Buchenbach | +49 15788593942 | www.visions-suche.de|

VS an der Südküste Kretas: 25.04.-07.05.2020

VS im Schwarzwald: 27.06.-08.07.2020

VS für Frauen: 28.07.-08.08.2020

VS für Männer und Frauen: 14.-25.08.2020

VS für Paare: 28.08.-08.09.2020

Fortbildung zum Thema: Spiegeln von Naturerfahrungen: 14.-15.03.2020

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