Hol’ die Flügel raus!

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Von Claudia Shkatov. Heute Morgen um vier bin ich mit Herzrasen aufgewacht. Hab’ lange Zeit in mein Herz hinein geatmet, bis mein Brustraum sich endlich weiter und ruhiger anfühlte. Gestern war ich mit Magenschmerzen ins Bett gegangen. Und meine Intuition sagte mir, dass sich irgendetwas Altes in mir bewegte, das verwandelt werden wollte. Also hab ich eben den Schmerz durchgefühlt und mich bewusst allem zugewandt, was schon schmerzfrei ist.

Ich hab‘ gelernt, dass Loslassen bedeutet die Verwandlung zu erlauben. Festhalten sagt mir, dass mir etwas sehr wichtig ist. Und Magen und Darm sind bei mir oft die Organe, in denen sich Festhalten auf der physischen Ebene zeigt. Erst wenn ich loslasse, kann das was mir wichtig ist zu mir kommen. Das wollte ich Euch heute sagen. Ich hab es früher oft gelesen, verstanden, jedoch nicht begriffen. Dabei ist es wirklich leicht. Festhalten heißt vor allem: „Ich hab Angst, dass das was ich will, geht/nicht kommt.“ Loslassen heißt: „Ich vertraue darauf/ich weiß, dass es zu mir gehört und zu mir kommt.“ Nur bei Letzterem bin ich ein Match für das, was ich will.

Viele von Euch wissen es schon: Mir helfen beim Loslassen zB Bügeln, in meinen Kräuterbeeten buddeln, Singen, Tanzen, Meditieren und im Wald rumliegen. Alles, was mich mit mir und meiner Mitte verbindet. Wenn meine Gedanken völlig verrückt spielen, dann denke ich konsequent eine Weile in Endlosschleife „Alles ist gut“, bis ich spüre, dass sich mein System entspannt und sich weitere ruhige und frohe Gedanken ganz von allein anschließen.

Es ist Zeit, alles was uns hemmt, beschwert, festhält und kleiner macht als wir sind, loszulassen und all das Gute und Neue, für das wir jetzt reif sind, zu empfangen. Das fühlt sich vielleicht in diesen Tagen an wie ein Sprung über den Abgrund. Ohne Sicherheitsnetz und ohne Garantien für unseren Verstand auch auf der anderen Seite wohlbehalten zu landen.

Und Stehenbleiben und Weitermachen wie bisher ist keine Option

Loslassen ist nicht das Gleiche wie Wegrennen oder Verbannen. Was Du liebst, verbannst oder verlässt Du nicht. Du verlässt oder verbannst immer nur das, was Du benutzt hast. Loslassen heißt immer, ZU MIR gehen. Und solange sich eine Entscheidung qualvoll anfühlt, ist die Zeit aus meiner Erfahrung noch nicht reif dafür. Und sie wird es sein.

Jede Anhaftung dient nämlich unterm Strich nur einem einzigen Zweck: Mich selbst zurückzuhalten. Weil es sich für einen Teil von mir, der noch in der Vergangenheit lebt, so sicherer anfühlt. Doch die Wahrheit ist, dass Dein authentisches, geniales Selbst in dieser scheinbaren Sicherheit nicht zu finden ist. Es ist eine Sicherheit vor der eigenen Lebendigkeit, der eigenen Superpower, dem eigenen Mut, der eigenen Leidenschaft, der eigenen Einzigartigkeit.

Vögel im Käfig. Einer kennt die Tür, weiß, dass sie offen ist und glaubt an eine Welt jenseits des Käfigs. Die anderen nicht. Wird der Eine versuchen, die anderen davon zu überzeugen, dasselbe zu glauben? Oder wird er fliegen und damit den anderen den Weg ZEIGEN? Und dass das LEBEN da draußen ist!

Wer fliegt, der führt. Wer fliegt, der zeigt unseren Kindern, wie Fliegen geht. Das lässt uns alle lebendig sein und sicher, uns als die zu zeigen, die wir wirklich sind.

Umarmung mit großen Flügeln,
Claudia

Claudia

À propos Fliegen ….

Mein Workshop „Earth Mothers“ findet am 26. & 27. September 2020 in Berlin statt Frauen sind Erdenmütter. Wir halten unser Versprechen der Liebe, wenn wir unsere Träume nähren und werden, wer wir zu sein gekommen sind. So nähren wir die Kinder dieser Erde und ihre Träume und sorgen für ihr Wohl und ihre Sicherheit.
Flugbereite Mütter hier entlang bitte

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10 Kommentare zu “Hol’ die Flügel raus!
  1. Liebe Claudia!
    Danke für die schönen Bilder, die in meinem Kopf entstehen, wenn ich deine Ausführungen lese – beim Bügeln oder im Wald rumliegend loslassen, das hat mir ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Auch das Bild vom Vogelkäfig ist eindrucksvoll und so stimmig, wie kaum ein anderes. Es ist so wertvoll mich daran zu erinnern, dass ich diejenige bin, die entscheidet, ob ich fliege oder mich mit langen Erklärungen selber davon abhalte und warte, ob sich jemand mit mir raustraut.
    Mittlerweile fliege ich einfach und mache kein „großes Theater“ mehr darum … und das tut mir unendlich gut.

    Herzensgrüße
    Imke

  2. Monika sagt:

    ⁸Liebe Claudia, eigentlich will ich dir nur frohen Mutes, bestgelaunt nach deinen Worten, einen 👍👍🏼👍🏻👍🏿und (m)ein ❤ schicken. Habt ganz vielen Dank, Claudia für die Worte und Bettina für die Plattform 😍😘😘

  3. karin prösdorf sagt:

    gelesen, verstanden, begriffen….bis ich den unterschied für mich begriff, hab ich mich doch immer wieder verflogen (passiert auch heute noch), nur übung macht ja bekanntlich den meister. heute weiß ich, dass, wenn komische dinge wiederkehren, ich noch bei verstanden hänge…lieben dank für die erfrischenden morgenworte. herzlichst karin

  4. Björn S. sagt:

    Danke dir, liebe Claudia. So wichtig und hilfreich gerade in diesen turbulenten Zeiten. Mit dem Bild des Käfigs hast du mich gekriegt. Es hat „Klick“ gemacht.

    Liebe, unbekannte Grüße

    Björn

  5. Moni sagt:

    Herzlichen Dank liebe Claudia für deine inspirierenden „einfachen“ Zeilen. Ich hab schon soviel über Loslassen gelesen…probiert. und bin durch deine Art des Beschreibens endlich einen Schritt weiter.

    Merci

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