Krieg zeigt uns eine Möglichkeit

Lesezeit 3 Minuten –

Jeder Kontrast, den wir erleben, ist uns immer Indikator dafür, dass wir gerade außerhalb unserer Seelenverbindung, außerhalb unserer Herzintelligenz agieren. Krieg ist ein solcher Kontrast und damit klarer Indikator und Aufforderung, uns wieder unserer Seelenverbindung zuzuwenden. Krieg ist niemals unsere Wahrheit. Er zeigt uns an, dass wir uns gegen unseren eigenen Lebensfluss bewegen. Wir sind nicht mehr im Flow, wenn wir kämpfen, uns fürchten, töten, zweifeln und hassen. Wir rudern gegen unseren eigenen Strom. Und wir werden selbst zu dem, was wir bekämpfen.

Das Männliche in uns Menschen ist schon lange im Krieg. Und das Weibliche unterstützt diesen Krieg, solange es ihm keinen tiefen Seelenfrieden entgegensetzen kann. Kennt Ihr die Geschichte von Kali und Shiva? Kali wurde gesandt, um die Dämonen aus dem Himmel zu vertreiben. Dies gelingt ihr, doch sie gerät in einen Blutrausch und kann nicht mehr aufhören zu schlachten. Nichts im ganzen Himmel kann sie aufhalten, bis ihr Ehemann Shiva sich schließlich mit entblößter Brust vor ihr auf den Boden wirft. In diesem Moment und kurz bevor sie ihn zermalmt, erkennt sie ihn und sich und erwacht aus ihrer Trance. In dieser Geschichte ist es ein Gott, der die totale, furchtlose Hingabe des Weiblichen in sich aktiviert und damit dem wütenden Männlichen in seiner Göttin Einhalt gebietet

Wir müssen Frieden mit dem Krieg schließen, um Frieden bewirken zu können. Es reicht nicht, jemanden zu besiegen. Das Ende eines Krieges bedeutet noch keinen Frieden. Es ist ein Waffenstillstand. Solange es Sieger und Besiegte gibt, bleibt die Integrität aller verletzt. Und ohne die intakte Integrität aller Beteiligten ist der nächste Krieg vorprogrammiert. Um Wege zu finden, die die Integrität aller Beteiligten wahren, braucht es einen höheren Standpunkt, das bigger picture. Diese Perspektive mit all ihren neuen Möglichkeiten kann nur aus unserer Seelenverbindung, mit anderen Worten aus der Intelligenz unserer Herzen gewonnen werden

Jeder Mensch, der gerade in seiner Arbeit, um seine Beziehung, gegen sich selbst kämpft, um seine Existenz, um sein Recht oder um seinen Standpunkt ringt, befindet sich im Krieg. Es ist wichtig, das auch auf diesen subtilen Ebenen zu sehen. Krieg findet nicht nur auf unseren buchstäblichen Schlachtfeldern statt. Er findet überall statt, wo wir allein aus dem Kopf heraus agieren und unsere Herzen verschlossen haben. Und das ist gut so. Denn mit verschlossenen Herzen, außerhalb unserer Seelenverbindung kommen wir nirgendwo mehr hin. Unser Verstand darf sich jetzt einer größeren Intelligenz hingeben und seinen Kampf aufgeben. Diese größere Intelligenz muss sich also positionieren und sichtbar werden, damit der Verstand anfangen kann zu vertrauen und unserem Lebensfluss zu dienen anstatt weiterhin gegen ihn anzukämpfen.

Da wir Frauen das Weibliche verkörpern, ist es an uns, die Führung für diesen Schritt zu übernehmen. Und natürlich hat auch jeder Mann die Möglichkeit. Dies geschieht bereits überall auf der Erde. Ich erlebe es immer wieder, bei meinen Klientinnen und Klienten. Und es ist jeden Tag für jede und jeden von uns eine reale Option

Krieg, Konflikt und Kampf in jeder Form zeigen uns eine Möglichkeit auf. Sie zeigen uns, dass die Verbindung zu unserer Seele, unseren Herzen existiert. Sie zeigen uns, wie und wo wir sie ganz sicher verlieren. Und sie zeigen uns damit gleichzeitig, wo wir sie wiederfinden können. Das ist die neue Geschichte!

Claudia Shkatov
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Claudia Shkatov
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3 Kommentare

  1. Wieder mal etwas „Anderes“ in Worte gefasst und auf den Punkt gebracht! danke für diesen Gedanken- Seelen- Herzimpuls!

  2. D A N K E

    Aus deinen Zeilen hat sich „mein“ Satz gebildet

    Ich will Frieden schließen mit dem Krieg in mir…

    Diese Worte beschreiben ein „urtiefes“ Bedürfnis; diese Worte tun mir „urgut“

  3. Ich will keine Politik mehr unterstützen, die glaubt, mit Waffen(Lieferungen) Frieden stiften zu können! Was für eine Menschenverachtung!
    Und ja, ich will den Frieden in mir wahren und wachsen lassen. Aufhören um irgendwas, irgendjemanden zu kämpfen. Und Frieden schließen mit dem Krieg? Was für eine Metapher, die genau oben genanntes hervorrufen könnte.
    Dank Religionen und Kulturverdrehungen aller Art wird uns die Herzverbindung aberzogen. Ja es ist höchste Zeit, dass das Weibliche wieder auf ebenbürtiger Ebene mit dem Männlichen steht, damit dieser seit Jahrtausenden bewusst gesäte Krieg GEGEN DAS WEIBLICHE endlich ein Ende hat. Wieviele Frauen und Kinder müssen noch sterben? Warum hört das Abschlachten in der Ukraine/Gaza nicht auf? Weil immer noch viele verblendete oder verblindete Frauen den Männerirrsinn unterstützen und ‚freiwillig‘ ihre Kinder opfern.

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